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Radio Hamburg

Bruchhagen, Gisdol und Co.

Wo landet der HSV am Ende dieser Saison?

Heribert Bruchhagen

Werden Bruchhagen, Gisdol und Co. den HSV in der neuen Saison in ruhigere Fahrwasser führen?

Nach wie vor ist die Leistung des HSV prägend für die Stimmung in der Metropole an der Elbe. Aufgrund der schwierigen letzten Jahre setzte die Ersetzung der kompletten Führungsebene ein und viele Verantwortliche mussten den Hut nehmen. Doch wie stehen die Vorzeichen für die neue Saison 2017/18? Wird es dem Dino der Bundesliga gelingen, die letzten Plätze in der Tabelle endlich hinter sich zu lassen?

Prominente Verstärkungen in Hamburg

Speziell die Hoffnungen der Fans sind groß, was das Abschneiden des HSV in dieser Saison angeht. Ganz wesentlich verantwortlich ist Heribert Bruchhagen, der schon in der vergangenen Saison so manches glückliche Händchen bei den Transfers beweisen konnte. Nun verfügte er endlich über genügend Zeit, um sich ausführlich der Planung des Kaders zu widmen, die noch immer nicht abgeschlossen sein dürfte. Doch bereits jetzt befindet sich so mancher neuer Hochkaräter in den Reihen der Mannschaft, welcher das allgemeine Potenzial deutlich heben kann. So zum Beispiel der Gladbacher André Hahn, welcher speziell das schnelle Spiel über die Flügel beleben soll. Zudem verfügt er über einen starken Abschluss und eine hohe Zielstrebigkeit, die für die kommenden Spiele deutliche Vorteile verspricht. Gemeinsam mit dem Griechen Kyriakos Papadopoulos, der nun endlich fest in die Innenverteidigung verpflichtet werden konnte, handelt es sich um die wesentliche Verstärkung der Mannschaft. Auch die Buchmacher schätzen diese Verstärkung positiv ein und schreiben dem HSV mit ihren Quoten gute Karten für die kommende Saison vor. Wer selbst mit einer Wette daran partizipieren möchte, findet auf dieser Seite den passenden Bonus.

Die neue Nummer 1?

Über längere Zeit sahen die Fans des HSV René Adler als den wahren sicheren Rückhalt an. Nachdem der Keeper sich jedoch gegen die Verlängerung seines Vertrags entschieden hatte und in der kommenden Saison die Schuhe für den FSV Mainz 05 schnüren wird, war auch der Verantwortliche Heribert Bruchhagen stark unter Druck. Aktuell sieht es so aus, als wäre ihm mit der Verpflichtung des jungen Julian Pollersbeck ein echter Coup gelungen. Auf der einen Seite sind die Einsparungen an Gehalt sehr groß. Auf der anderen Seite wurde ein junges aufstrebendes Talent verpflichtet, welches seine ganze Klasse erst vor kurzem bei der U21-EM klar unter Beweis stellen konnte. Der Turniersieg war am Ende des Tages nicht zuletzt auf die starken Leistungen des Keepers zurückzuführen, der erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit gelangte. Sollte er beim HSV die Entwicklung nehmen, die ihm schon jetzt viele Experten aus der Branche voraussagen, so hätten alle Seiten bei dieser Verpflichtung gewonnen.

Das Spielsystem Gisdols

Doch nicht nur die Transfers entscheiden darüber, welche tatsächliche Qualität der Sportverein in der kommenden Saison auf den Platz bringt. Auf der anderen Seite steht mit Markus Gisdol ein erfahrener Trainer, dem es gelingen muss, ein funktionierendes Team zu formen. Da er nun zum ersten Mal die Chance hatte, die Planungen des Sommers selbst zu beeinflussen, erwarten viele ein noch besseres Abschneiden. Besonders das schnelle Offensivspiel, das auf einem direkten Umschalten von Abwehr auf Angriff beruht, könnte durch die vorhandenen Spieler optimal unterstützt werden. Auf den Flügeln sind es Filip Kostic und der neu verpflichtete André Hahn, welche die notwendige Geschwindigkeit über die Außen mitbringen. Ganz zentral wird dabei auch die Rolle von kreativen Mittelfeldspielern wie Lewis Holtby sein. Neben der notwendigen Stabilität fehlte es in der vergangenen Zeit schließlich auch an den zündenden Ideen, um einen Gegner aus der Bundesliga in die Defensive zu drängen und immer wieder vor neue Probleme zu stellen.

Ein solides Mannschaftsgefüge

Weiterhin spielt die Konkurrenz in der Liga eine direkte Rolle, wenn es um das Abschneiden des HSV geht. Mit Hannover und Stuttgart ersetzen zwei stark besetzte Mannschaften die Plätze von Ingolstadt und Darmstadt und heben das gesamte Niveau auf diese Weise an. Anderen direkten Konkurrenten wie Mainz, Augsburg oder Frankfurt ist es ebenfalls gelungen, sich prominent zu verstärken. Um in diesem starken Feld bestehen zu können, wird für den Hamburger SV bereits ein guter Start in die Saison von großer Bedeutung sein. Sollte es dem Trainer Markus Gisdol gelingen, die Neuzugänge schnell in das Gefüge der Mannschaft zu integrieren, so ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur abgelaufenen Saison zu erwarten. Vielleicht gelingt es sogar, einen Platz im soliden Mittelfeld zu ergattern, um endlich wieder ein Jahr in ruhigen Fahrwassern zu verbringen. Von dort aus wäre es dann für die Zukunft noch immer möglich, weiter nach oben zu schielen, um das internationale Geschäft langfristig in den Blick zu nehmen. Solche Erwartungen sollten zumindest aktuell noch hintenangestellt werden. Ansonsten könnte die Enttäuschung bei so manchem Fan zu hohe Wellen schlagen, wenn das erhoffte Ziel im Jahr 2018 wieder nicht erreicht wird.