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Radio Hamburg

Fußball 2017

Sport oder Geschäft?

Hamburg , 04.10.2017
Fußball Geld, Fußball, Geld

Der Lieblingssport der Deutschen hat sich seit seiner Entstehung zu einem Millionengeschäft entwickelt.

Das Lieblingsspiel vieler Jungen und Mädchen, die sich auf dem Sportplatz mal so richtig austoben wollen: Fußball. Das Spiel legt viel Wert auf den Teamgedanken und auf Gemeinschaft. Doch obwohl es einst tatsächlich nur um den Spaß und die Freude am Kicken ging, geht es heute vor allem um eines: Fußball als Geschäft. Denn mit keinem anderen Sport wird so viel Geld gemacht wie mit Fußball. So erwirtschaftete der FC Bayern in 2015/16 einen Umsatz von 626,8 Millionen Euro! Steht doch das Geld im Vordergrund und wird der Spaß vergessen?

Anfänge des Fußballs

Schon im dritten Jahrhundert soll es Spiele gegeben haben, die dem heutigen Fußball sehr ähnlich waren. Doch diese Treibballspiele haben fast nichts mehr mit der heutigen Spielweise zu tun. Der Fußball, so wie er heute gespielt wird, stammt aus England. Zu frühen Zeiten der Industrialisierung entwickelte sich ein Spiel, bei dem zwei Dörfer gegeneinander versuchten, den Ball in das jeweilige Stadttor des anderen Dorfes zu schießen – die Geburt des modernen Fußballs.
Die erste Berufsfußballliga entstand 1924, die deutsche Profiliga gibt es seit 1972. Heute gibt es in Deutschland drei Profiligen: die erste, zweite und dritte Bundesliga. Hamburger Clubs sind in der ersten und zweiten Liga.

Kommerzialisierung im Fernsehen

1961 wurde die erste deutsche Fußballshow im Fernsehen übertragen und seitdem boomt der Markt. Denn Fußball war und ist seit einigen Jahren nicht mehr bloß Spielspaß, sondern hat sich entwickelt zu einem kommerziellen Ereignis. Die übertragenen Fußballshows drehen sich schon lange nicht mehr nur um Fußball, sondern dienen dem Unterhaltungszweck. So sitzen Zuschauer mit im Studio, Fußballer treten gegeneinander im Torwandschießen an und Gewinnspiele werden angeboten. Natürlich werden auch noch Fußballspiele übertragen, aber zu welchem Preis? Im Jahr 2016 wurden die Senderechte der Bundesliga für 4,64 Milliarden Euro verkauft! Für die Sender aber lohnt es sich, denn die Quoten bei Fußballspielen sind höher als bei allen anderen Sportarten: 57% der Deutschen sehen Fußball am liebsten. Die Vermarktung und die Geld-Macherei ernten aber auch viel Kritik. Denn beispielsweise können demnächst Champions-League Spiele nur noch im Pay-TV gezeigt werden. Die Fans wehren sich gegen diese Entwicklung und formieren sich aus Sprachlosigkeit zu Ultra-Gruppen.

So viel Umsatz machte die Bundesligasaison 2015/16

Insgesamt erwirtschafteten alle Erstligisten einen Umsatz von 3,24 Milliarden Euro. 13 von diesen 18 Erstligisten machten dabei einen Umsatz von 100 Millionen Euro. Die Bundesliga steigerte ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 23,71 Prozent. Medienerlöse der Bundesligisten brachten eine Summe von 933,3 Millionen Euro ein. Die Transfers brachten den Vereinen 532,6 Millionen Euro ein.