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Radio Hamburg

Handball EM

Deutsche starten mit 24:27 Pleite

Handball EM Deutschland Serbien, Niederlage, Pascal Hens

Fehlpass! Auch HSV Handballer Pascal hens konnte das EM-Auftaktdebakel nicht verhindern.

Herbe Niederlage für die deutschen Handballer beim Start der Europameisterschaft in Serbien. Sie verlieren gegen den Gastgeber.

Nis - Herber Dämpfer für die deutschen Handballer im Kampf um ihre letzte Olympia-Chance: Nach einer desolaten ersten Halbzeit verlor die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag (15.01.2012) ihr Auftaktspiel bei der EM in Serbien mit 24:27 (9:14) gegen Tschechien. Vor 4.800 Zuschauern im Sportzentrum Cair in Nis war Lars Kaufmann (5 Tore) bester deutscher Werfer.

Durch die Niederlage steht die deutsche Mannschaft im zweiten Spiel am Dienstag gegen Mazedonien unter Siegzwang. Im letzten Vorrundenspiel am Donnerstag ist der WM-Vierte Schweden der Kontrahent. Um die Hauptrunde zu erreichen, ist der dritte Rang nötig.
Am Tag vor dem Eröffnungsspiel der EM durch Deutschland und Tschechien war Bundestrainer Martin Heuberger überzeugt davon, dass er seine Mannschaft taktisch bestens auf die Partie vorbereitet hatte. "Wir haben aus den Fehlern vom zweiten Spiel gegen Ungarn gelernt, so dass wir gute gerüstet sind gegen Tschechien", hatte er versprochen. Überraschend startete seine Auswahl dann mit einerManndeckung durch Dominik Klein gegen Welthandballer Filip Jicha, nachdem der Bundestrainer noch erklärt hatte: "Wir wären schlecht beraten, wenn wir uns nur auf Jicha konzentrieren würden."

Versagen im Angriff

Allerdings erwies sich die Maßnahme schnell als untauglich. Denn wie beim 21:22 in der EM-Generalprobe gegen Ungarn versagten die deutschen Spieler im Angriff. So rannte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) erst einem 2:5-Rückstand (9.) und später einem 3:9 (12.) hinterher. Allein bis zum zwischenzeitlichen 5:11 (23.) hatten die Mannen um Kapitän Pascal Hens zehn klare Chancen kläglich vergeben. "Das war eine ganz schreckliche Leistung in den ersten 30
Minuten. Es kann nur besser werden. Das war ganz, ganz schlecht", beklagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier zur Pause im ZDF.

Aufholjagd in zweiter Halbzeit

Zum Auftakt der zweiten Hälfte wirkte die deutsche Mannschaft wie ausgewechselt. Mit mehr Mut und größerer Konsequenz im Abschluss startete das Team seine Aufholjagd und war beim 16:17 (38.) wieder auf Tuchfühlung. Doch wegen erneut schwacher Chancenverwertung kam es nie zum Ausgleich. Stattdessen geriet das DHB-Team mit 19:24 (51.) ins Hintertreffen und auf die Verliererstraße. In der vermeintlich leichtesten Vorrundengruppe hat sich die
deutsche Mannschaft das Erreichen der Hauptrunde vorgenommen, um so die Chancen auf einen Platz in der Olympia-Qualifikation als Minimalziel zu wahren.

Am Tag vor dem Auftaktspiel hatte Heuberger sein offizielles Aufgebot auf 15 statt der erlaubten 16 Spieler reduziert und dabei auf den Lemgoer Martin Strobel verzichtet. Damit vertraut der Bundestrainer auf der Spielmacherposition dem Berliner Sven-Sören Christophersen als möglichen Ersatz für Stammregisseur Michael Haaß (Göppingen). (dpa)