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Radio Hamburg

Der schnellste Mann der Welt

Usain Bolt sprintet zu Gold

London, 06.08.2012
Usain Bolt bei Olympia 2012

Keine Überraschung: Usain Bolt gewinnt Gold.

Usain Bolt - wer sonst! Der Superstar aus Jamaika triumphierte über 100 Meter und ließ in 9,63 Sekunden der Konkurrenz keine Chance.

Usain Bolt war einmal mehr nicht zu schlagen. In 9,63 Sekunden gewann der Weltrekordler das Olympia-Finale über 100 Meter vor Landsmann Yohan Blake. Der Superstar aus Jamaika triumphierte beim spektakulären Showdown der Sprinter über 100 Meter und ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit seinem Gold am Sonntagabend vor 80.000 faszinierten Zuschauern im Olympiastadion von London zog "Blitz-Bolt" mit "King" Carl Lewis gleich. Der Amerikaner war 1984 und 1988 als bisher einziger Athlet zweimal hintereinander schnellster Mann der Welt. Seinen Weltrekord von 9,58 Sekunden konnte Bolt nicht knacken.

Bolt will noch mehr Gold

Ein Jahr nach seinem fatalen Fehlstart bei der WM in Daegu/Südkorea feierte der 25-Jährige aber seinen insgesamt vierten Olympiasieg. Vor dem Startschuss machte Bolt wieder seine Mätzchen: Ein bisschen Schattenboxen - dann ging's in atemraubendem Tempo los: Nach verhaltenem Start zog der Superstar auf und davon und ließ in der zweitschnellsten je gelaufenen Zeit Landsmann und Weltmeister Yohan Blake (9,75) sowie dem Amerikaner Justin Gatlin (9,79) keine Chance. "Ich fühlte mich extrem gut - und jetzt bin ich glücklich. Wenn es um Titel geht, bin ich da. Ich wusste, was ich kann", sagte er. "Er ist einfach der schnellste Mann der Welt", meinte Rivale Blake anerkennend. Mit seinem Triumph läutete Jamaikas Volksheld Bolt eine kurze Nacht in seiner Heimat ein: Am Montag jährt sich zum 50. Mal der Unabhängigkeitstag der Karibik-Insel. Jetzt will Bolt wie schon vier Jahren in Peking noch Gold über 200 Meter und mit der Staffel.

 

Britischer Super-Samstag

Am britischen Super-Samstag ließ sich Lilli Schwarzkopf von der Euphorie in der Arena mitreißen. Das 77-köpfige deutsche Team bekam nach dem Kugelstoß-Coup von David Storl das zweite Silber durch die Siebenkämpferin und stellte damit nach nur drei Wettkampftagen die Bilanz von Athen 2004 ein und übertrumpfte die miserable Ausbeute von Peking 2008 mit einmal Bronze.

Die Gastgeber feierten am Samstagabend völlig losgelöst die drei Goldmedaillen innerhalb von 47 Minuten für Weitspringer Greg Rutherford, Mehrkämpferin Jessica Ennis und Mo Farah über 10.000 Meter. Um 21.45 Uhr bebte die Arena in ihren Grundfesten, als der gebürtige Somalier Farah als Erster über die Ziellinie rannte und sich fassungslos an den Kopf fasste. "Ohne dieses Publikum und diese Unterstützung hätte ich nicht gewonnen. Das ist der beste Moment meines Lebens", sagte «Magic Mo» später. Die hoch gewettete Konkurrenz aus Afrika ging bis auf den Äthiopier Tariku Bekele mit Bronze leer aus. Denn Silber gewann hinter Farah (27:30,42 Minuten) überraschend Galen Rupp aus den USA.

Rutherford springt am weitesten

Rotschopf Rutherford hielt dem enormen Druck als Favorit im Weitsprung statt und siegte mit 8,21 Metern. "Ich werde womöglich in einer Minute aufwachen", sagte er nach der Riesenparty in der Arena, bei der Beatle Paul McCartney den "Union Jack" schwenkte und zu seinem eigenen Hit "All you need is love" tanzte. Europameister Sebastian Bayer (Hamburg) fehlten auf Platz fünf mit 8,10 Meter nur zwei Zentimeter zu Bronze.

Silber für Schwarzkopf

Siebenkämpferin Schwarzkopf war nach dem abschließenden 800-Meter-Lauf erstmal geschockt: Hinter ihrem Namen stand auf der Anzeigetafel "Dq" - disqualifiziert. "Da habe ich gedacht, es schlägt mich von den Hacken. Ich bin quasi tot", berichtete 28-Jährige von der LG Rhein-Wied. Um kurz vor 22.30 Uhr Ortszeit bekam sie die Silbermedaille schließlich doch umgehängt - der Videobeweis belegte ihre Unschuld. Mit 6649 Punkten überbot Schwarzkopf ihre persönliche Bestleistung um 113 Zähler und verwies Weltmeisterin Tatjana Tschernowa (Russland/6628) auf den dritten Rang. Das Gold für ihre 6955 Punkte bekam Ennis von Olympia-Cheforganisator Sebastian Coe umgehängt.

 

Shelly-Ann Fraser-Pryce schnellste Frau

Wie vor vier Jahren in Peking gewann Shelly-Ann Fraser-Pryce den Titel "Schnellste Frau der Welt". Die Jamaikanerin setzte sich in 10,75 Sekunden vor Weltmeisterin Carmelita Jeter aus den USA (10,78) und ihrer Teamkollegin Veronica Campbell-Brown (10,81) durch.

(dpa/lhö)