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Radio Hamburg

Medaille und Krankenhaus

Gold für Harting, Schock bei Steiner

London, 08.08.2012
Robert Harting

Robert Harting jubelt ausgelassen über seine Goldmedaille.

Endlich Gold für die deutschen Leichtathleten! Diskus-Hüne Robert Harting hat es tatsächlich geschafft.

Diskus-Ass Robert Harting riss sein Trikot in Fetzen, mit nackter Brust und der deutschen Fahne startete er dann seine Jubelrunde. Der Bann war gebrochen: Der Top-Favorit hat die Nerven behalten und das erste Olympia-Gold für die deutschen Leichtathleten in London geholt. Insgesamt war es der sechste deutsche Olympiasieg in der britischen Metropole. "Das ist absolut geil. Ich freue mich für Deutschland und Berlin", sagte Harting nach seiner Ehrenrunde.

68,27 Meter für Gold

Im fünften Versuch segelte die Zwei-Kilo-Scheibe des Welt- und Europameisters aus der Hauptstadt auf 68,27 Meter hinaus. Der 27-Jährige sorgte am Dienstagabend für den ersten Olympiasieg eines DLV-Athleten seit 2000, als Heike Drechsler in Sydney den Weitsprung gewann. "Ich bin selbst ein bisschen überrascht", gestand Harting, dem unter anderem der Lärm im Stadion zu schaffen gemacht hatte. Silber sicherte sich überraschend der Iraner Ehsan Hadadi mit 68,18 Metern, Bronze erkämpfte Altmeister Gerd Kanter aus Estland (68,03). Nur 24 Zentimeter trennten die Top-Drei in dem spannenden Finale. Der Magdeburger Martin Wierig kam bei seiner ersten Olympia-Teilnahme auf Anhieb ins Finale der besten Acht: Platz sechs mit 65,85 Metern ist für den 25-Jährigen aller Ehren wert.

Doch Harting hatte nicht nur Grund zu feiern. Kurz nach seinem Sieg wurde er ausgeraubt. Das hat er dann auch gleich getwittert: " Ich wurde gerade ausgeraubt, während ich ein bisschen gearbeitet habe, um Leichtathletikfans zu beglücken. Ich habe alle meine Akkreditierungen für das olympische Dorf verloren – kein Eintritt." Nach dem Gold-Medaillen Gewinn hat er auf der MS Deutschland seinen Sieg mit rund 40 Freuden gefeiert. Als er dann spät nach Mitternacht wieder ins Olympische Dorf wollte, ist er nicht rein gelassen worden. Es hat Stunden gedauert bis er eine Neue bekommen hat. Erst um 8.00 Uhr morgens konnte der Diskus-Riese dann aber ins Bett.

Am Dienstag gab es insgesamt einen kleinen Medaillenregen für Deutschland: Silber haben die Turner Marcel Nguyen und Fabian Hambüchen, Radsprinter Maximilian Levy und die Dressurreiter geholt.

 

Steiner-Schock beim Gewichtheben

Krankenhaus statt Siegerpodest: Der dramatische Olympia-Auftritt von Matthias Steiner in London endete bitter. Nachdem ihm beim zweiten Versuch im Reißen die 196 Kilogramm schwere Hantel auf den Nacken gestürzt war, blieb der 29 Jahre alte Heidelberger am Dienstagabend sekundenlang auf dem Boden liegen. Danach humpelte der Peking-Olympiasieger geschockt von der Bühne und brach schließlich den Wettkampf ab. Zur Sicherheit wurde er in eine Klinik gebracht und dort geröntgt. "Er kann gehen und sprechen. Das ist die Hauptsache, alles andere ist unwichtig", berichtete Steiners Ehefrau Inge. Es seien keine ernsthaften Wirbelschäden aufgetreten.

Verpasste Medaille ist Nebensache

"Im ersten Augenblick habe ich gedacht: Oh, Gott. Das sah so gefährlich aus, so etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Bundestrainer Frank Mantek. "Er sagte mir sofort: Ich kann meine Beine spüren." Die verpasste Medaille war nur noch Nebensache. Der 150-Kilo-Hüne wollte kein gesundheitliches Risiko eingehen. Sein dritter olympischer Auftritt nach 2004 und 2008 dauerte nur zwei Versuche.

In der Pause vor dem Stoßen versuchte es Steiner im Aufwärmraum noch einmal. "Er hat 70 Kilo in die Hand genommen, aber die konnte er nicht wegheben. Dann habe ich ihm empfohlen: Mach Schluss", berichtete Mantek. Steiners Unfall sei ein technischer Fehler vorausgegangen, er sei in Rücklage geraten, meinte Mantek.

(dpa/lhö)