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Radio Hamburg

Mutter unseres Gold-Ruderers verrät

"Mir haben die Knie geschlottert"

London, 01.08.2012
Eric Johannesen

Der Hamburger Ruderer Eric Johannesen holte mit seiner Mannschaft in London Gold im Achter.

Die Achter-Ruderer holten Gold! Mit im Boot: Ein Hamburger Jung. Seine Mutter erzählt, wie sie den Sieg ihres Sohnes Eric Johannesen erlebte.

Die deutsche Mannschaft sammelt in London weiter Medaillen! Einen Super-Erfolg feiern die Ruderer: Der Deutschland-Achter hat bei Olympia 2012 in London Gold geholt und ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Der Weltmeister siegte am Mittwoch (1. August) auf dem Dorney Lake von Eton nach einem packenden Rennen vor den Booten aus Kanada und Großbritannien. Die starken deutschen Männer sicherten sich den Triumph mit einem energischen Endspurt auf den letzten 500 Metern.

Zu den Goldjungs gehört auch der Bergedorfer Eric Johannesen. Wir sprachen exklusiv mit seiner Mutter Doris Johannesen.

Wie haben Sie die Goldfahrt Ihres Sohnes erlebt?

Doris Johannesen : "Völlig angespannt, völlig verspannt. Mir haben die Knie geschlottert, das war so anstrengend emotional. Vor allem bei 1.000 Metern, als dann die Briten so aufgekommen sind und auch kurz vorbeigegangen sind, das war so anstrengend. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, was ich geschrien hab´, aber ich habe ganz wild rumgeschrien."

Wie hat er sich denn vorbereitet? Wahrscheinlich haben Sie in letzter Zeit nicht viel von Ihrem Sohn gehabt...

Doris Johannesen : "Ja, also wir haben ihn das letzte Jahr kaum gesehen. Er war kaum zu Hause. Er war ja immer im Trainingslager unterwegs und der Achter trainiert ja grundsätzlich in Dortmund, nicht in Hamburg und von daher haben wir ihn ganz selten gesehen. Das ist schon schön, dass jetzt, wenn er wieder nach Hause kommt, dass wir ein bisschen mehr was von ihm haben. Da freuen wir uns schon sehr."

Haben Sie Ihrem Sohn schon gratulieren können?

Doris Johannesen : "Ganz kurz! Wir stehen jetzt hier in dem Family-Bereich, wo die Sportler dran vorbeilaufen und das ist eigentlich auch der einzige Punkt, wo wir uns treffen können. Und er ist gerade vorbeigekommen. Ich habe die Goldmedaille schon in der Hand gehabt. Ich habe ihn schon gedrückt und ihm gratuliert. Ich habe auch seine Siegerblumen schon in der Hand. Hat er mir schon geschenkt."

Wie geht es Ihrem Sohn denn jetzt?

Doris Johannesen : "Ich glaube der platzt vor Stolz. Er ist einfach nur froh, dass er das geschafft hat und er ist einfach nur stolz auf sich und ich denke, das kann er auch mit Recht sein."

Wird denn jetzt noch ordentlich gefeiert?

Doris Johannesen : "Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Aber ich denke, die nächsten 24 Stunden wird hier wahrscheinlich ein Interview nach dem nächsten den Achter jagen und da werden wir wenig von denen haben. Aber das ist auch ok. Das ist ihr Tag und das sollen sie auch genießen und sie sollen auch alles auskosten. Ich denke, wir haben dann immer noch genug Zeit zum Feiern."

Nicht das einzige Edelmetall für die deutschen Ruderer bei Olympia 2012

Der Ruder-Doppelvierer der Frauen holte Silber und musste sich nur dem favorisierten Boot aus der Ukraine geschlagen geben, Bronze ging an die USA. Das deutsche Team um Schlagfrau Britta Oppelt aus Berlin hängte die Amerikanerinnen mit einem energischen Schlussspurt noch deutlich ab. Die Ukrainerinnen, die in dieser Saison zumeist sogar deutlich gewonnen hatten, lagen von Beginn an vorn und waren einfach zu stark. Zuvor hatte Olympia-Gastgeber Großbritannien seine erste Goldmedaille bei diesen Spielen eingefahren. Der Zweier ohne Steuerfrau siegte überlegen vor Australien und Weltmeister Neuseeland. Kerstin Hartmann aus Ulm und Marlene Sinnig aus Krefeld waren ohne Chance auf eine Medaille und belegten Rang sechs.

(jew)