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Radio Hamburg

Sommerspiele in Rio

Im Olympiadorf stinkt's zum Himmel

Rio de Janeiro, 26.07.2016
Collage Olympiadorf 2016 in Rio de Janeiro Innen- und Außenansicht

Außen hui und innen pfui? Im Olympischen Dorf scheint kurz vor dem Start der Olympischen Sommerspiele noch nicht alles fertig zu sein.

Verstopfte Klos, Baumängel & Co. - es klingt beinahe so als seien die Unterkünfte für die Olympiateilnehmer in Rio wahre Horrorbuden - laut dem DOSB ist inzwischen aber alles auf einem guten Weg.

Kurz vor dem Start der Olympischen Sommerspiele 2016 in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro am 5. August scheint das Sportfest mit Tausenden von Athleten aus der ganzen Welt unter keinem guten Stern zu stehen: Massenproteste, das Zika-Virus, Umweltprobleme und Pfusch am Bau machten den Organisatoren bisher schwer zu schaffen. Laut einige Länder-Delegationen scheint auch das am Sonntag (24.07) eröffnete Olympische Dorf in teils so miserablem Bauzustand zu sein, dass sich einige Sportler und Funktionäre geweigert haben sollen, überhaupt erst einzuziehen. Doch was ist dran an den Vorwürfen über verstopfte Klos, offene Elektrik und Schmutz?

Australier ziehen ins Hotel

Besonders gestunken hat es offensichtlich der australischen Delegation. Als die Sportler ihre Appartements in dem neu gebauten Viertel "Vila dos Atletas" in der Nähe des Olympiaparks im wohlhabenderen Stadtteil Barra de Tijuca beziehen wollten, soll es zum Eklat gekommen sein. Die Delegation aus Down Under weigerte sich, ihr Quartier zu beziehen. Das Australische Olympische Komitee beschwerte sich unter anderem über defekte Wasserleitungen und verstopfte Toiletten. Die australische Delegationschefin Kitty Chiller beschrieb erbärmliche Zustände. Es gebe Lecks an den Leitungen, an einigen Stellen tropfe Wasser von der Decke, auf dem Boden würden sich Lachen neben Stromkabeln bilden. "Die Villa ist einfach nicht sicher und nicht bezugsfertig", sagte Chiller. Daraufhin zog das gesamte 700-köpfige Team mit Sack und Pack in nahe gelegene Hotels um. Kurz daraufhin äußerten sich auch die argentinischen und neuseeländischen Sportler sowie das Team aus Großbritannien negativ über den baulichen Zustand des Olympiadorfes. Die Argentinier zogen vorerst in angemietete Wohnungen in der Umgebung, nachdem drei Etagen des Teams als unbewohnbar eingestufte wurden.

Olympiaorganisatoren arbeiten unter Hochdruck

In Rio reagierten die Verantwortlichen sofort auf die Kritik und versprach, dass man mit Hochdruck an den Problemen arbeiten werde. Viel Zeit bis zur Eröffnung hat das Team allerdings nicht mehr, da in nicht einmal mehr zwei Wochen ein Großteil der 18.000 Athleten, Trainer, Betreuer und Ärzte zur Eröffnungsfeier am Freitag (05.08) im Estádio do Maracanã erwartet wird. "Arbeiter werden 24 Stunden am Tag arbeiten, bis die Probleme gelöst sind", so die Organisatoren. Laut Medienberichten sollen nun ab sofort bis zu 500 Personen in den nächsten Tagen zusätzlich in dem Dorf, das aus 31 Hochhäusern und 3.604 Wohnungen besteht, arbeiten. Bereits am Dienstag (26.07) äußerte sich die kritische australische Delegation leicht zuversichtlich. So wolle man am Mittwoch (27.07) die ersten Appartements beziehen. "Es sind in den vergangenen 24 Stunden enorme Fortschritte gemacht worden", sagte die Delegationschefin Kitty Chiller.

Deutsche Delegation zufrieden

Entgegen aller Kritik äußerte sich auch das Deutsche Team positiv über das Olympische Dorf. Nach dem Einzug der ersten Athleten in das Dorf am Montag (25.07) erklärte die Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes, Ulrike Spitz, gegenüber Radio Hamburg: "Wir haben einen Zeitplan gemacht und sind sehr zuversichtlich, dass alles fertig wird, bis die restlichen Mannschaftsmitglieder eintreffen." Die ersten Athleten seien in beziehbare Wohnungen eingezogen. Spitz räumte zwar gewisse Mängel in Bezug der Wasserversorgung und der Elektrizität ein, beschwert hätte sich aber niemand. "Es ist auch schwieriger als normalerweise vor den Olympischen Spielen, aber die deutsche Mannschaftsleitung hat in Absprache mit dem Organisationskomitee Handwerker beauftragt, um die Mängel zu beseitigen", so die DOSB-Sprecherin. Täglich würden nun weitere Delegationsmitglieder von Frankfurt nach Rio fliegen und dort ebenfalls die Wohnungen im Olympischen Dorf beziehen.

"Zimmer sind echt top!"

Der deutsche Slalom-Kanute Sideris Tasiadis hat das Olympische Dorf gegenüber der "Bildzeitung" ebenfalls in den höchsten Tönen gelobt. Es sei erstaunlich gut geworden, sagte der Olympia-Zweite von London . "Die Zimmer sind in Ordnung. Echt top", meinte der 26-jährige Augsburger. Auch Südafrikas Nationales Olympisches Komitee (SASCOC) hat sich im Gegensatz zu Australien und Argentinien sehr zufrieden mit der "exzellenten" Unterbringung im olympischen Dorf gezeigt. Zur Einrichtung gehörten unter anderem Klimaanlagen, Ventilatoren, ein funktionierendes Internet, Balkons, ein Schwimmbad und Moskitonetze. "Unser Team hat sich gut eingefunden, und der Wohnblock, den wir ausgesucht haben, ist fertig. Wir hatten Glück und hoffen, dass bis zum Ende der Spiele alles gut geht", sagte Südafrikas Delegationsleiter Tubby Reddy.

Olympiadorf in Rio von innen

(san/dpa)

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