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Radio Hamburg

Technisches K.o.

Vitali Klitschko besiegt Manuel Charr

Moskau, 09.09.2012
Vitali Klitschko

Vitali Klitschko beherrschte Manuel Charr nach Belieben. In der vierten Runde wurde der Kampf dann abgebrochen.

Knapp vier Runden lang hat es gedauert bis Vitali Klitschko die neunte Titelverteidigung in Serie feiern konnte. Er besiegte Manuel Charr nach technischem K.o.

Blutüberströmt und wütend polterte Manuel Charr durch den Boxring. Er wollte nicht wahr haben das sein Kampf um die Weltmeisterschaft so enden sollte. Nachdem er schon in der zweiten Runde zu Boden gegangen war und in der vierten Runde dann eine klaffende Wunde an der Schläfe davontrug, blieb dem Schiedsgericht jedoch nichts anderes übrig als den Kampf abzubrechen und zu Gunsten von Vitali Klitschko zu werten.

"Mutiger Junge mit großem Herz“

Nach dem Sieg über "Dr. Eisenfaust“ wolle er seiner Mutter eine Einbauküche kaufen, hatte der Deutsch-Libanesische Manuel Charr vor dem Kampf in Moskau angekündigt. Mit dem Sieg im WM-Kampf wurde es zwar nichts, für die Einbauküche sollte es bei geschätzten 350.000 Euro Verdienst trotzdem reichen.

Tröstende Worte gab es dagegen vom Champion höchstpersönlich: "Leider ist der Kampf abgebrochen worden. Manuel ist ein mutiger Junge mit großem Herz“, sagte der alte und neue Weltmeister Vitali Klitschko. Dieser hat damit 45 von 47 Profikämpfen gewonnen und den WM-Titel des Weltverbandes WBC zum neunten Mal in Serie erfolgreich verteidigt.

Charr zahlt Lehrgeld

Manuel Charr hingegen musste in seinem 22. Kampf die erste Niederlage hinnehmen und viel Lehrgeld zahlen. Schon von Beginn an gab der 14 Jahre ältere Klitschko das Tempo vor, setzte die härteren und präziseren Schläge und ließ seinen Gegner nicht in den Kampf finden. In Runde vier dann die Entscheidung. Nach einem Treffer über dem rechten Auge brach Manuel Charr ein Cut auf, der sich nicht mehr schließen ließ. Der Ringrichter brach den ungleichen Kampf daraufhin begleitet von wütenden Protesten des Wahl-Kölners ab. "Ich wollte in der zweiten Hälfte angreifen. Das wäre mein Part gewesen“, sagte der Unterlegene frustriert.

Klitschkos Zukunft bleibt ungewiss

Für Vitali Klitschko wird der Fight in der russischen Hauptstadt aller Voraussicht nach nicht das Ende seiner Boxkarriere sein. Er wiederholte, dass für ihn auch nach einem möglichen Einzug seiner Partei ins ukrainische Parlament am 28. Oktober eine Fortsetzung seiner sportlichen Laufbahn denkbar sei. "Nichts ist unmöglich. Ich bin noch nicht bereit, eine Antwort darauf zu geben“, sagte er. Klitschko ist bereits seit 1996 Profiboxer und war zuvor 1995 als Amateur Vizeweltmeister.

(mst/dpa)