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Radio Hamburg

WM 2013

Platz fünf für deutsche Leichtathleten

Bremen, 19.08.2013
Robert Harting, Diskuswerfen, Leichtatlethik-WM, Moskau, 2013

Neben Diskus-Ass Robert Harting holten auch Christina Obergföll beim Speerwerfen, Raphael Holzdeppe beim Hochsprung und David Storl beim Kugelwerfen die Goldmedaille.

Bei der WM 2013 erreichen die deutschen Leichtathleten im Medaillenspiegel den fünften Platz.

Der Medaillenspiegel der WM 2013 führt das deutsche Leichtathletik-Team an Position fünf. Hinter den Russen, den USA, hinter der Sprintnation Jamaika und der Langstreckennation Kenia ist das eine Bilanz, die man getrost herausragend nennen darf - vor allem eingedenk der jüngeren Vergangenheit. Denn es ist gerade fünf Jahre her, da stand die deutsche Leichtathletik vor einem olympischen Scherbenhaufen. Einmal Bronze - das war's in Peking 2008, ein Abschneiden so schlecht wie zuletzt zu Kaiserzeiten 1904.

Richtige Konsequenzen gezogen

Die Konsequenzen, die gezogen wurden, waren indes die richtigen. Statt nach der Jahrhundertpleite reflexartig Sportfördermittel zu reduzieren, wurde investiert: unter anderem in neue Trainerstellen. Es war ein Verdienst der Verbandsführung, die noch in Peking in böser Vorahnung gegen drohende Kürzungen vehement protestiert hatten. Am Montag (19.08.) kehrt der DLV mit stolzgeschwellter Brust aus Moskau zurück.

Alte und junge Weltmeister

Es waren nicht nur die alten, die arrivierten Athleten wie Obergföll (31) und Harting (28), die als Weltmeister zurückkehrten. Den Goldmännern Holzdeppe und Storl (beide 23) gehört die Zukunft, ebenso wie einigen anderen der ganz Jungen im 66-köpfigen Kader, aus dem sich rund zwei Dutzend Athleten unter den Top zwölf wiederfanden. Am Ende heißt es viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze.

Fokus auf Olympische Spiele in Rio

Eigentlich, so hatten es die DLV-Oberen ausgelobt, sei 2013 nur ein Übergangsjahr. Eigentlich, so lautet die Absicht, zielt der Fokus auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio. Nach Moskau darf man festhalten: Die Perspektive ist glänzend. Es ist schon lange her, dass man so etwas der deutschen Leichtathletik nachsagen durfte.

Politische Meinungsäußerung unerwünscht

Negatives zur WM in Russland gibt es allerdings auch zu berichten. So trat eine Hochspringerin bei der Weltmeisterschaft in Moskau mit Fingernägeln in Regenbogenfarben an - aus Protest gegen die Menschenrechtspolitik der Regierung Putin. Die Farben sind eindeutig eine Sympathie-Erklärung für die unterdrückten Homosexuellen im Gastgeberland. Die Frau wird von den Funktionären des Leichtathletik-Weltverbandes zurechtgewiesen. Politische Meinungen kann ein Sportler zwar haben, aber er darf sie nicht äußern. Man könnte den Vorgang für lächerlich halten, wenn das Ganze nicht so traurig und erbärmlich wäre. Da genügt ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Fingerzeig auf Menschenrechte, um die Funktionärselite in vorauseilendem Gehorsam vor einem Quasi-Diktator kuschen zu lassen. Die Funktionäre unterdrücken eine Form der Zivilcourage, die sie selbst längst hätten aufbringen müssen.

 

(dpa/kru)

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