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Radio Hamburg

Nach Unfall auf Nürburgring

Startverbot für GT3-Rennwagen

Nürburg, 29.03.2015
RHH - Expired Image

Der Unfall am Nürburgring hat Konsequenzen für einige Klassen auf dem legendären Kurs.

Der Unfall auf dem Nürburgring, bei dem ein Zuschauer getötet wurde, bleibt nicht ohne Konsequenzen. Der Verband reagierte umgehend mit einem vorläufigen Startverbot für GT3-Rennwagen.

Nach dem schockierenden Unfall-Tod eines Zuschauers bei einem Langstreckenrennen auf dem Nürburgring gibt der Deutsche Motorsport-Bund Konsequenzen bekannt. Die Verbandsspitze beriet am Sonntag (29.03.) mit Veranstaltern und Auto-Herstellern über Sofort-Maßnahmen für noch mehr Sicherheit an den Strecken. Trotz des vom Weltverband FIA vorgeschriebenen Fangzaunes war am Samstag beim hochkarätigen Rennen auf der Nordschleife ein Auto in die Zuschauer geflogen und hatte einen 49 Jahre alten Niederländer getötet. Der verunglückte Rennfahrer Jann Mardenborough und die beiden verletzten Zuschauer sind aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Team des 23 Jahre alten Briten am Sonntag (29.03.) in einer Presseerklärung mit.

Marco Wittmann: "Mir fehlen immer noch die Worte"

Zwei weitere Zuschauer wurden bei dem beängstigenden Unfall verletzt. Auch der britische Nissan-Pilot Jann Mardenborough, der im Strecken-Abschnitt "Flugplatz" die Kontrolle über seinen Boliden verloren hatte, musste im Krankenhaus behandelt werden.  Die Motorsport-Welt reagierte bestürzt. Der Nissan-Rennstall sprach von einer "Tragödie". Es sei "unfassbar traurig, dass heute ein Zuschauer sein Leben bei unserer Leidenschaft verloren hat", schrieb  Mercedes-Fahrer Jan Seyffarth, der bei dem Rennen von der Pole Position gestartet war. "Mir fehlen immer noch die Worte", bekannte DTM-Champion Marco Wittmann von BMW. Der frühere Formel-1-Weltmeister Jenson Button twitterte aus dem fernen Malaysia: "Motorsport ist
großartig, aber kann so grausam sein."

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Koblenz begannen schon am Samstag mit Hilfe eines Gutachters mit den Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. Der Unfallwagen wurde von der Polizei sichergestellt. Das Drama hatte sich knapp eine Stunde nach dem Start ereignet.

Rennen abgebrochen

Bilder zeigen, wie das Auto mit der Nummer 23 kurz vor einer Rechtskurve komplett abhebt, sich in der Luft praktisch senkrecht aufstellt und dann gegen einen Reifenstapel kracht. Von dort flog der Wagen offenbar über den FIA-Sicherheitszaun in die Zuschauer. Das Rennen wurde sofort abgebrochen und nicht wieder gestartet.  Die auf vier Stunden angesetzte "61. ADAC-Westfalenfahrt" sollte den beteiligten Werksteams verschiedener Hersteller auch zur Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Mitte Mai dienen. In der 38-jährigen Historie der Serie hatte es zuvor nie Unfälle gegeben, bei denen Zuschauer verletzt wurden.

Zum Fahrer des Unglückswagens

Der Brite Mardenborough gilt als talentierter Rennfahrer. Er startete seine Karriere dank der GT Academy von Nissan, bei der über virtuelle Autorennen auf einer Spielekonsole die Fähigkeiten junger Fahrer getestet wurden. Mardenborough setzte sich dabei gegen tausende Gegner durch und durfte danach bei Langstreckenrennen mitfahren. Für diese Saison erhielt er bei Nissan einen Vertrag als Werksfahrer in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und wurde von seinem Arbeitgeber auch für das 24 Stunden Rennen in Le Mans Mitte Juni gemeldet.

Mardenborough habe alle notwendigen Lizenzen und Zulassungen gehabt, hieß es. Angesichts der ersten Bilder habe er wohl nicht mehr eingreifen können, als sein Auto Unterluft bekam und dadurch abhob.

Auswirkungen der Sperre

Betroffen sind von dieser Entscheidung auch die werksunterstützten Autos von Aston Martin, Audi, Bentley, BMW, Mercedes und Nissan, die eigentlich beim Qualifikationsrennen für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 12. April fahren sollen. Ihr Start ist bei diesem Rennen ebenso wie beim eigentlichen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (16./17. Mai) nun mehr als fraglich.

(dpa/kru)

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