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Radio Hamburg

Formel 1 in Barcelona

Rosberg feiert ersten Saisonsieg

Barcelona, 10.05.2015
RHH - Expired Image

Nico Rosberg feiert seinen ersten Sieg in dieser Formel-1-Saison.

Nico Rosberg hat seinen ersten Sieg in dieser Formel-1-Saison gefeiert. Der 29 Jährige setzte sich vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton durch.

Nico Rosberg hat mit seinem ersten Saisonsieg seine Ergebniskrise gestoppt und im Mercedes-Duell mit Weltmeister Lewis Hamilton die Aufholjagd gestartet. Der deutsche Silberpfeil-Pilot ließ am Sonntag im fünften Formel-1-Rennen in diesem Jahr der Konkurrenz keine Chance und verwies WM-Spitzenreiter Hamilton mit über 17 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Der Brite verhinderte auch dank einer cleveren Reifen- und Boxenstoppstrategie einen deutschen Doppelerfolg und kam noch vor Ferrari-Pilot Sebastian Vettel beim Großen Preis von Spanien ins Ziel.

Im WM-Klassement holte Rosberg mit seinem neunten Grand-Prix-Erfolg sieben Punkte auf Hamilton auf - und er sendete rechtzeitig vor seinem Heimrennen in Monaco in zwei Wochen, wo er in den vergangenen beiden Jahren gewann, das dringend benötigte Signal im Titelkampf aus. Allerdings führt Hamilton, der erstmals in diesem Jahr nicht von Rang eins gestartet war, immer noch deutlich mit 111 Punkten. Rosberg kommt auf 91 Zähler. Vettel bleibt Dritter mit 80 Punkten. Landsmann Nico Hülkenberg musste sich in Spanien mit dem 15. Platz zufriedengeben.

Bestätigung seines Könnens

Für Rosberg war es aber nach den "Demütigungen" (Teamaufsichtsratschef Niki Lauda) in den vorangegangenen Rennen mehr als eine Bestätigung seines Könnens. Schon nach seiner 16. Pole am Samstag sprühte der Weltmeister-Sohn vor Begeisterung. Im Rennen verteidigte er diesen Platz souverän. "Der Start wird auf jeden Fall spannend", prophezeite er unmittelbar vor dem Erlöschen der Roten Ampeln. Er behielt Recht. Wieder mit der alten Kupplung in seinem Silberpfeil legte Rosberg einen Start nach Maß hin. Im Gegensatz zu Hamilton. Die vermutlich größte Chance, seinen deutschen Widersacher gleich in der ersten Kurve des 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya zu passieren, ließ er nicht nur liegen: Er musste sich auch noch von Vettel überholen lassen. Im zweiten Ferrari machte Räikkönen binnen kurzer Zeit zwei Plätze gut und reihte sich auf Rang fünf ein. 

Kein Crash, keine qualmenden Reifen - nach dem problemlosen Auftakt setzte Rosberg auch seinen nächsten Plan konsequent um. "Wir müssen sehen, dass wir von den Ferraris wegziehen." Und er tat es. Nach sechs von 66 Runden betrug sein Vorsprung auf Vettel bereits über vier Sekunden. Erst bei einem Rückstand von unter einer Sekunde hätte Vettel die Überholhilfe DRS einschalten können.

Updates am Ferrari reichen nicht aus

Doch es zeigte sich, dass die Updates am Ferrari noch nicht ausreichen, um die Lücke zu den Silberpfeilen entscheidend zu schließen. Dahinter mühte sich Hamilton ab. "Es ist unmöglich nahe ran zu kommen", berichtete er via Boxenfunk. Das Problem: Die Autos verlieren an Aerodynamik und damit Bodenhaftung, wenn sie im Windschatten eines anderen Wagens fahren. Hamilton versuchte es erstmal nur zaghaft, die Crew holte ihn vor Vettel in Runde 13 an die Box. Optimal verlief der Reifenwechsel aber nicht, am linken Hinterrad gab es Probleme. Damit ging dieser Plan nicht auf: Denn Vettels Stopp eine Runde später war makellos und er damit wieder vor Hamilton zurück auf der Strecke. Also versuchte es Mercedes beim zweiten Reifenwechsel wieder. Hamilton bekam die harten Reifen und gab mächtig Gas.

An der Spitze drehte Rosberg einsam seine Runden, in der 45. wurde er zum Reifenwechsel an die Box gerufen. Weil aber Hamilton in der Zwischenzeit enorm aufgeholt hatte, kam Rosberg hinter seinem Stallrivalen zurück auf den Kurs. Die Frage, ob Hamilton womöglich durchfahren könnte, erledigte sich zügig. Nach dem erneuten Reifenwechsel - seinem dritten - lag Hamilton wieder deutlich hinter Rosberg - aber vor Vettel. Und so ging es auch durchs Ziel. Rosberg belegte damit wie in den bisherigen Saisonrennen wieder den Platz, von dem aus er gestartet war. (dpa)

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