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Radio Hamburg

Positiv auf Steroide getestet

Hamburg Marathon: Gewinnerin war gedopt

Hamburg, 23.07.2012
Rael Kiyara - Haspa Marathon

Die Kenianerin Rael Kiyara gewann beim Hamburg Marathon mit einem neuen Streckenrekord von 2:23:47 Stunden.

Rael Kiyara, Siegerin beim Hamburg Marathon, ist kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele positiv auf Anabolika getestet worden.

Der 29. April war ein großer Tag für Rael Kiyara. Die 29-jährige Kenianerin gewann beim Hamburg Marathon mit einem neuen Streckenrekord von 2:23:47 Stunden. Am vergangenen Sonntag, fast drei Monate später, wurde bekannt, dass die Marathonläuferin gedopt war. Sie wurde positiv auf ein anaboles Steroid getestet. Eine weitere kenianische Läuferin steht unter Dopingverdacht. Jemima Sumgong soll nach dem Boston-Marathon am 16. April positiv getestet worden sein, wie die ARD berichtete.

Kenia ist ein starkes Leichtathletik-Land

"Das muss uns sehr ärgern und ist sehr enttäuschend. Nicht nur für den kenianischen Verband, sondern für die ganze Nation", sagte Moni Wekesa, Vorsitzender der Anti-Doping-Agentur von Kenia (KADA), der ARD. Kenia war bei den letzten Olympischen Spielen in Peking das drittstärkste Leichtathletik-Land und gewann fünf von sechs Medaillen im Marathon bei den Weltmeisterschaften 2011 in Südkorea. Rael Kiyara verzichtete nach dem Test auf die B-Probe und wurde vom kenianischen Verband gesperrt.

IOC sagt Dopingsündern den Kampf an

Zwei Dopingfälle kurz vor den Olympischen Spielen werfen ihre Schatten voraus, doch das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Londons Organisatoren haben das größte Anti-Doping-Programm der Geschichte installiert und sagt den Dopingsündern den Kampf an. Geplant sind 6.250 Doping-Tests, inklusive der Paralympics. Bei der Suche nach den Sündern vertritt das IOC eine Null-Toleranz-Politik, wie Präsident Jacques Rogge verdeutlichte: "Wir haben absolut die Idee und Absicht, den Kampf gegen Doping so hart wie möglich zu führen".

Schleppender Anti-Doping-Kampf

Dazu gehört auch die Aufnahme einer Regel in den neuen Welt-Anti-Doping-Code, der den Ausschluss eines Doping-Sünders von den nächsten Olympischen Spielen vorsieht. Der neue Paragraf im Kodex könnte jedoch erst am 1. Januar 2015 in Kraft treten, denn im Anti-Doping-Kampf dauert manches oft sehr lange. So setzte das IOC erst in London nach zwölf Jahren einen Schlussstrich unter den Doping-Fall des US-Läufers Antonio Pettigrew. Es hatte schon 2008 entschieden, der seiner damaligen 4 x 400-Meter-Staffel den Olympiasieg von 2000 abzuerkennen. Erst jetzt wurden die Medaillen neu verteilt.

(pov/dpa)