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Radio Hamburg

Doping-Skandal

Schon vier Top-Sprinter positiv getestet

Hamburg, 15.07.2013
Tyson Gay, US-Sprinter, Getty Images

Tyson Gay ist postiv auf Doping getestet worden. Er hat seine Teilnahme für die WM im August in Moskau abgesagt.

Nach den Rennradfahrern der Tour de France drohen nun auch die besten Leichtathleten der Welt an ihren Dopingsünden zu zerbrechen.

Nur einen Monat vor dem Start der Leichtathletik-WM in Moskau kommen positive Proben ans Licht, die insbesondere den 100m-Wettbewerb in einen Skandal stürzen. Der US-Sprinter Tyson Gay, der mit 9,69 Sekunden aktuell hinter Usain Bolt (9,58) als zweitschnellster Sprinter der Geschichte gilt, machte bereits am Sonntag den Anfang und erklärte den Verzicht auf seine WM-Teilnahme, ohne dabei die nachgewiesene Substanz zu benennen. So kommt es auch in diesem Jahr nicht zum international mit Spannung erwarteten Showdown zwischen Bolt und Gay auf der 100m-Distanz.

Auch jamaikanische Spitzensprinter in den Skandal verwickelt

Nur wenige Stunden nach der Beichte zogen die Jamaikaner in drei Fällen nach: Asafa Powell (mit 9,74 Sekunden ehemaliger Weltrekordhalter), Nesta Carter (zweimaliger Staffel-Olympiasieger) und Sherone Simpson (ehemalige Vizeweltmeisterin über 100m, zuletzt 9,84 Sekunden in Madrid) – in den A-Proben dieser Superstars fanden sich ebenfalls Rückstände verbotener Substanzen.

Bis zur Öffnung der B-Proben wird hinsichtlich der Strafen und Sperrungen noch nicht geurteilt. In ihren Geständnissen sprachen Powell und Gay lediglich vom Fund der positiven Proben, nicht jedoch von eigenem Verschulden: Beide geben die Verantwortung an namentlich nicht genannte Dritte weiter, die ihr Vertrauen missbraucht hätten, und seien keine Betrüger. Sollte an die Top-Athleten eine zweijährige Sperre verhängt werden, läge das Karriereende von Powell und Gay nahe.

Ist nicht jeder Spitzenläufer mit verbotenen Substanzen in Berührung gekommen?

Diese Frage drängt sich geradezu auf. Laut Experten ist es ohne Schummelei nicht menschenmöglich, konstant derartige Zeiten hinzulegen, so dass die Enthüllungen für sie wenig überraschend kommen. Die Kunst liegt demnach nur in der gekonnten Verschleierung und der Kenntnis der Kontrollmechanismen. In der diesjährigen Saison fiel besonders Bolt-Rivale Gay durch (verboten gute) Leistungen auf. Sein Ziel: Endlich wieder ein großer Triumph. Er war zuletzt so schnell wie seit vier Jahren nicht mehr.

(dpa / bbü)

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