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Radio Hamburg

Nach der Olympia-Entscheidung

Segelrevier-Partner werden geprüft

Hamburg, 22.03.2015
Segeln

Eine Kommission prüft die Segel-Standorte für Olympia 2024.

Nachdem Hamburg als Bewerberstadt für Olympische Sommerspiele 2024 offizeill feststeht, gehen die möglichen Segelrevier-Partner in Stellung.

Kiel, Rostock-Warnemünde und Lübeck-Travemünde sind heiß auf die Wettbewerbe, jetzt soll eine sechsköpfige Kommission die drei Kandidaten am 9. und 10. April jeweils vor Ort prüfen und anschließend eine Empfehlung an den Deutschen Olympischen Sportbund und die Stadt Hamburg abgeben. Am Samstag hatten die Mitglieder des DOSB in Frankfurt einstimmig für Hamburg als Olympia-Bewerber 2024 gestimmt.

Die Entscheidung soll nach Informationen der "Lübecker Nachrichten" (Sonntag-Ausgabe) und der Deutschen Presse-Agentur bis spätestens Ende April fallen. Eine entsprechende Mitteilung des Deutschen Segel-Verbandes (DSV) wurde für Sonntag erwartet.

Das sind die Segel-Bewerber

Mitglieder der Auswahlkommission sind demnach Hamburgs Sportsenator Michael Neumann sowie DOSB-Leistungssportdirektor Bernhard Schwank. Dazu kommen vier Experten aus dem Segelsport: DSV-Präsident Andreas Lochbrunner aus Lindau, DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner aus Hamburg, DSV-Jugendobmann Timo Haß aus München und der ehemalige DSV-Präsident Dierk Thomsen aus Kiel. Er war schon vor 13 Jahren bei der deutschen Olympia-Kampagne Mitglied der Evaluierungskommission des Nationalen Olympischen Komitees (NOK).

"Alle drei Orte sind ideale Gastgeber für die olympischen Segelwettbewerbe", meint DSV-Chef Lochbrunner. "Unser Ziel ist es, in einem transparenten und fairen Verfahren zu einer guten Empfehlung zu kommen. Wir sollen so dazu beitragen, die Spiele nach Deutschland zu holen." Laut Lochbrunner verfügen alle drei Ostsee-Bewerber über Weltklassereviere mit hervorragender Wasserqualität. Alle drei hätten Konzepte, "die eine nachhaltige und umweltverträgliche Nutzung der olympischen Infrastruktureinrichtungen beinhalten".

Die "Sailing City" Kiel hat 1936 und 1972 bereits zweimal olympische Regatten ausgetragen. Rostock-Warnemünmde und Lübeck-Travemünde  kämpfen um ihre Premiere. "Warnemünde ist besser zum Segeln, aber bei
Olympischen Spielen geht es um mehr als nur um den puren Sport", sagt Deutschlands erfolgreichster Segler Jochen Schümann. "Kiel ist dichter, hat schon zwei olympische Regatten ausgerichtet und einen Olympia-Hafen. Ich denke, die Entscheidung wird wohl zwischen Kiel und Rostock fallen."

(dpa/aba)

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