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Radio Hamburg

Nach der WM ist vor der WM

So wird die WM 2018 in Russland

Moskau, 14.07.2014
Collage Russland WM 2018

Das Logo der WM 2018 und die Entwürfe für die Stadien in Moskau und Jekaterinburg.

Vier Jahre dürfen wir uns jetzt Weltmeister nennen, doch die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2018 in Russland laufen bereits auf Hochtouren.

Kaum ist der letzte Pfiff bei der WM in Brasilien gefallen, da richten sich bereits die Blicke auf die nächste Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Bereits jetzt ist klar: Russland will bei der WM 2018 nicht kleckern und setzt wie bereits in Sotschi auf Gigantismus. Vom 8. Juni bis 8. Juli 2018 soll im größten Staat der Erde dann der Ball rollen und Deutschland seinen Titel verteidigen.

Hohe Messlatte für Russland

Die Messlatte nach der WM in Südamerika ist hoch. Mit ökonomischer und politischer Unterstützung aus dem Kreml soll das WM-Projekt allerdings gelingen und die Brasilianer übertrumpfen. "Hier herrschte eine unglaubliche Atmosphäre. Wir werden alles tun, um ein vergleichbares Turnier zu organisieren", erklärte der russische Sportminister Witali Mutko, am Rande des Finals am Sonntag (13.07) in Rio. Auch Putin selbst bestätigte dies bei einer symbolischen Übergabezermonie im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro: "Unsere Aufgabe ist es, die besten Bedingungen zu schaffen für Trainer, Spieler, Experten und Fans. Wir werden alles dafür tun, um das Event auf dem höchsten Level zu organisieren". Mit gänzlich anderen Voraussetzungen als Brasilien, wo es zwischen FIFA und lokaler Politik häufiger hakte, will Russland sein WM-Abenteuer an. "Ich befürchte keine Reibungspunkte", sagte der Politiker und FIFA-Spitzenfunktionär. Allerdings befürchten jetzt viele Experten, dass es den Russen schwer fallen wird, eine ähnlich emotionale WM zu organisieren, da den Russen eine Fußball-Geschichte und Fußball-Kultur wie den Brasilianern fehlt.

Gigantisches Projekt

Unter der Federführung von Russlands Präsident Wladimir Putin soll die WM 2018 ein ähnliches perfektes und vor allem gigantisches Projekt werden wie die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Die Voraussetzungen sind angesichts der Unterstützung durch den Kreml bestens. "Die Bedingungen in Russland sind andere", sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Er selbst werde im Gegensatz zum Brasilien-Turnier nicht so oft zu Kontrollreisen nach Russland müssen. Einen Tritt in den Allerwertesten, wie einst den Brasilianern, wird der Franzose den Russen kaum androhen müssen.

2017 soll alles fertig sein

Bereits ein knappes Jahr vor dem Start der WM sollen alle zwölf WM-Stadien fertig sein. So werden die Russen in Kaliningrad, Kasan, Nischni Nowgorod, Moskau, Samara, Wolgograd, Sankt Petersburg und Saransk gänzlich neue Fußballtempel errichten. In den Städten Sotschi, Rostow am Don, Jekaterinburg und das Olympiastadion in Moskau werden bestehende Arenen umgebaut und erweitert. Für die Bauarbeiten sind bisher 3,74 Milliarden Euro veranschlagt. Sowohl das Eröffnungs- als auch das Endspiel sollen in der Luschniki-Arena in Moskau stattfinden, die Platz für 81.000 Zuschauer bieten soll. Der erste Neubau soll bereits im September 2014 eingeweiht werden.

Milliarden für die Infrastruktur

Ähnlich wie in Brasilien müssen auch die Fußball-Fans in Russland während der WM riesige Distanzen überwinden. Aus diesem Grund wollen die Russen mit einem Programm zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Wert von 7,26 Milliarden Euro Autobahnen und Schnellbahnstrecken ausbauen. Bereits jetzt ist klar, dass die Fans während der WM das russische Schnellzugsystem kostenlos benutzten dürfen. Versprochen ist auch schon seit Langem ein visafreier Aufenthalt für alle WM-Besucher aus dem Ausland für das Turnier vom 8. Juni bis 8. Juli 2018. Mit Reisepass und WM-Ticket dürfe jeder einreisen, so Mutko in Rio. Eine Million Menschen aus dem Ausland wolle man in Russland begrüßen.

Sportliche Zweifel

Bleiben nur die sportlichen Zweifel nach dem Vorrunden-Aus in Brasilien. Bis September soll der nationale Verband ein Konzept vorlegen, was sich ändern muss. Mutko setzt darauf, dass die erlaubte Quote für Auslandsprofis von sieben pro Team gesenkt und die erste Liga auf 18 Teams aufgestockt wird. Mehr Wettbewerb für russische Talente sei notwendig. Grund für Alarmstimmung gebe es aber nicht. "Wir sind nicht alleine, auch in England, Spanien und Italien überlegen sie, was schiefgelaufen ist", sagte Mutko.

Deutschland bei ConFed-Cup

Mit dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft sind Jogis Jungs übrigens automatisch für den Confederations Cup 2017 in Russland qualifiziert. Als Weltmeister wird die DFB-Auswahl bei dem Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli 2017 dabei. Gespielt wird der Testlauf für die WM 2018 in Moskau, St. Petersburg, Kasan und Sotschi. Russland ist als Gastgeber gesetzt. Weitere Teilnehmer sind die künftigen Kontinentalmeister aus Asien, Südamerika, Afrika, Ozeanien, Nord- und Mittelamerika und Europa.

WM 2026 in Kanada?

Während die höchst umstrittene WM 2022 im Wüstenstaat Katar stattfinden wird, plant die FIFA bereits die nächsten Turniere 2026 und 2030. So plant Kanada sich für die Fußballweltmeisterschaft 2026 zu bewerben. "Mit der Frauen-WM 2015 werden wir alle großen FIFA-Turniere außer der WM ausgerichtet haben. 2026 ist eine großartige Gelegenheit, bis an die Grenze zu gehen", erklärte ein kanadischer Sportfunktionär vor dem Finale in Rio. Die FIFA vergibt das Turnier in zwölf Jahren allerdings erst 2019. Bewerben können sich Länder aller Konföderationen außer aus Europa und Asien, da die Turniere 2018 an Russland und 2022 an Katar vergeben sind. Auch die USA und Mexiko gelten als potenzielle Bewerber. Aus Südamerika wird eine gemeinsame Bewerbung von Uruguay und Argentinien für das Turnier 2030, zum 100. Geburtstags des Premierenturniers in Uruguay, erwartet.

(dpa/san)

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