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Radio Hamburg

Stiftung Warentest

Irrtümer rund ums Shoppen

Hamburg, 16.12.2014
Online Shopping

Online-Händler müssen das Rück-Porto übernehmen? Nicht unbedingt. Hier erfahrt ihr, welche Recht ihr beim Shoppen habt!

Die Stiftung Warentest hat pünktlich zu Weihnachten Irrtümer rund ums Shoppen veröffentlicht. Welche Recht Ihr habt, seht Ihr hier. 

Ware ohne Bon umtauschen? Das Rück-Porto muss der Online-Händler übernehmen? Welche Rechte haben Käufer beim Shoppen und was muss man bim Umtausch beachten? 

Der größte Irrtum ist wohl, dass jeder Käufer 14 Tage Widerrufsrecht hat, nachdem er die Ware gekauft hat. In der Regel gilt in einem Geschäft aber: Gekauft ist gekauft. Ein Widerrufsrecht hat man nur bei Sogenannten "Fernabsatzgeschäften", also zum Beispiel Online-Shops oder Versand-Kataloge. Viele Geschäfte bieten aber trotzdem die Möglichkeit, gekaufte Ware umzutauschen oder zurückzugeben. 

Stiftung Warentest

  • Bargeld oder Gutschrift? 

    Der Verkäufer ist bei der Reklamation einer Ware nicht verpflichtet, dem Käufer den Betrag in Form von Bargeld zu erstatten. Er kann frei entscheiden, ob er Bargeld zurückgibt, oder ob der Käufer einen Warengutschein im entsprechenden Wert bekommt.

  • Defekte Ware 

    Bei defekter Ware ist der Verkäufer verpflichtet die Ware zu ersetzen oder zu reparieren. Insgesamt haben Kunden bei Neuware zwei Jahre Zeit Ersatz oder Reparatur zu verlangen. Zusätzlich gibt es vom Hersteller ebenfalls eine Garantie, diese kann zwischen einigen Monaten und mehreren Jahren variieren. 

  • Für eine Reklamation ist ein Kassenbon nötig

    Das stimmt so nicht. Ein Kassenbon ist zwar beim Umtausch sehr hilfreich, er ist aber keine Plicht. Verkäufer dürfen den Umtausch oder die Reklamation nicht von bestimmten Nachweisen abhängig machen. Nimmt der Verkäufer die Ware trotzdem nicht zurück, bleibt noch die Möglichkeit, rechtlich gegen ihn vorzugehen. Um also Unannehmlichkeiten zu vermeiden, hilft nur, den Bon bei teuren Anschaffungen aufzuheben.

  • Gutscheine

    Gutscheine sind in der Regel drei Jahre ab Ende des Jahres gültig, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Es darf zwar ebenfalls eine Frist vom Aussteller genannt werden, diese darf bei bezahlten Gutscheinen allerdings nicht zu knapp bemessen sein. 

  • Reduzierte Ware

    Überall liest man im Schlussverkauf Schilder, dass bereits reduzierte Ware nicht zurückgegeben werden kann. Dies trifft aber nicht immer zu: Ist die Ware defekt, kann sie trotz Rabatt umgetauscht oder auf Kosten des Verkäufers repariert werden.

  • Rück-Porto

    Bis vor Kurzem war es so geregelt, dass bei einer Reklamation der Versand-Händler für die Rücksendekosten aufkommen muss. Mittlerweile kann er aber auch dem Käufer das Porto auferlegen. Darüber muss der Käufer allerdings im Vorfeld informiert werden. 

  • Umtausch im Internet

    Doch auch im Internet oder bei anderen Versandhändlern gibt es Ausnahmen. So können etwa versendete CDs und DVDs, bei denen die Versiegelung bereits geöffnet ist, nicht mehr umgetauscht werden. Speziell angefertigte Ware, wie gravierte Bretter oder beschriftete Tassen sind ebenso wie Konzert- oder Theaterkarten vom Umtausch ausgeschlossen. 

(asc)

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