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Radio Hamburg

Wechsel zu Winterreifen

Testergebnisse, Wechseltermin und Rechtsfragen

Winterreifen

Von O ktober bis O stern gilt der Merksatz für den Zeitraum, in dem Winterreifen aufgezogen sein sollten.

Herbst und Winter stehen mit Regen und Schnee vor der Tür. Das ist für Autofahrer wieder das Zeichen die Reifen umzuziehen. Doch gibt es dafür einen offiziellen Termin?

Die Winterreifensaison steht an: Von Oktober bis Ostern sollten Autobesitzer ihr Fahrzeug mit schnee- und eisfester Bereifung ausstatten, um von plötzlichem Schneefall und spiegelglatten Fahrbahnen nicht "kalt erwischt" zu werden.

ADAC Winterreifentest

Viele Reifenhersteller nehmen leichte Schwächen  bei Nässe in Kauf, um die Leistungsfähigkeit ihrer Produkte auf Schnee und Eis, trockener Fahrbahn sowie bei Rollwiderstand und Verschleiß zu verbessern.

Fünfmal "gut", viermal magelhaft

Das ist das Ergebnis des Winterreifentests 2015 von ADAC und Stiftung Warentest. Das ADAC-Urteil "gut" wurde fünfmal vergeben. Mit 25 von 35 getesteten Modellen erhielt ein Großteil der Produkte das Urteil "befriedigend". "Ausreichend" gab es einmal, mit "mangelhaft" wurden vier Modelle bewertet. Wer beim Reifenkauf Preise vergleicht und seine Fahrgewohnheiten berücksichtigt, kann auch bei neuen Modellen ein Schnäppchen machen.

Entweder Nässe oder Schnee

Die Hersteller haben bei der Entwicklung neuer Pneus mit einem Zielkonflikt zu kämpfen, weil ein bestmögliches Abschneiden bei Nässe physikalisch im Widerspruch zu praktisch allen anderen Leistungsmerkmalen eines guten Winterreifens steht. Ein Beispiel: Während für ein optimales Verhalten bei Nässe tiefe längliche Rillen im Reifen nötig sind, die ein Aufschwimmen des Fahrzeugs bei Nässe verhindern, sind für gute Griffigkeit auf Schnee eher Querrillen gefragt. Tiefe Längsrillen für Nässe stehen außerdem im Konflikt zu stabilem Kurvenverhalten auf trockener Fahrbahn. 

Im Ergebnis entwickeln die Hersteller ausgewogene Reifen ohne Leistungsspitzen bei einzelnen Kriterien, die im Winterreifentest des ADAC daher eher durchschnittlich abschneiden. 

ADAC Winterreifentest Kleinwagen
ADAC Winterreifentest 2015: Untere Mittelklasse

ADAC Winterreifentestergebnisse im Überblick

  • Bestnoten

    Besonders ausgewogen und auf hohem Niveau sind bei den Winterreifen in der Dimension 165/70 R14T (Kleinwagen, zum Beispiel VW Polo) der Goodyear UltraGrip 9 und der Michelin Alpin A4, die beide mit der Gesamtnote 2,2 ("gut") bewertet werden.

    Der Goodyear UltraGrip 9 erreicht die Bestnote bei Nässe und verursacht einen geringen Spritverbrauch, der Michelin Alpin A4 erzielt im Verschleiß die höchste Laufleistung.

    Mit der Gesamtnote 2,3 ("gut") hat außerdem der Dunlop Winter Response 2 abgeschnitten, der Bestnoten auf Schnee und Eis sowie beim Spritverbrauch erzielte. 

  • Gut

    Bei den Winterreifen der Dimension 205/55 R16H (untere Mittelklasse, zum Beispiel VW Golf) hat der Continental ContiWinterContact TS 850 mit der Gesamtnote 2,0 ("gut") abgeschnitten. Er erzielte Bestnoten bei Nässe, Schnee und beim Verschleiß.

    Ebenfalls mit "gut" bewertet (Gesamtnote: 2,4) wurde der Yokohama W.drive V905 mit Bestnote auf trockener Fahrbahn.

  • Mittelfeld

    Autofahrer, die ihre Fahrgewohnheiten kennen, können auch im großen Mittelfeld der mit "befriedigend" bewerteten Reifen ein passendes Produkt für ihre Zwecke finden. Pneus, die zum Beispiel etwas schwächer in den Kategorien Spritverbrauch oder Verschleiß abschneiden, eigenen sich dennoch gut für Zweit- oder Drittwagen, die auf kürzeren Strecken eingesetzt werden.

    Reifen mit leichten Schwächen bei Schnee und Eis sind für Autofahrer interessant, die in schneearmen Regionen zu Hause sind oder die grundsätzlich nicht auf winterlichen Straßen fahren. Die Modelle aus dem Mittelfeld sind häufig deutlich günstiger als die Pneus, die in der Bewertung die Note "gut" eingefahren haben.

  • Infos zum Test

    Für den ADAC-Winterreifentest 2015 hat der Club gemeinsam mit der Stiftung Warentest 35 Winterreifenmodelle in den Größen 205/55 R16H (untere Mittelklasse, zum Beispiel VW Golf) und 165/70 R14T (Kleinwagen, zum Beispiel VW Polo) unter die Lupe genommen.

    Der Reifentest berücksichtigt wichtige Sicherheitskriterien wie das Fahr- und Bremsverhalten auf nasser und trockener Fahrbahn, bei winterlichen Straßenverhältnissen und Aquaplaning sowie Eigenschaften wie Geräuschpegel, Kraftstoffverbrauch, Höchstgeschwindigkeit und Verschleiß.

Rechtsfragen zu Winterreifen

Trotzdem zögern viele den Wechsel auf Winterreifen möglichst lange hinaus beziehungsweise rüsten ihr Auto überhaupt nicht um. Doch übernimmt bei einem Glatteis-Unfall mit Sommerreifen die Versicherung den Schaden? Die Nürnberger Versicherung klärt auf.

Darf man im Winter mit Sommerreifen unterwegs sein?

Seit 2010 regelt in Deutschland die Straßenverkehrsordnung, dass Autofahrer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit sog. Matsch- und Schnee-Reifen (M+S Reifen) unterwegs sein müssen. Das können sowohl Winter- als auch Ganzjahresreifen mit dem M+S Symbol sein. Dabei gilt eine vorgeschriebene Mindest-Profiltiefe von 1,6 mm - auch bei Sommerreifen.

Wie sehen die Konsequenzen aus, wenn ich nicht mit Winter- oder Ganzjahresreifen fahre?

Wer doch bei Schnee und Eis mit Sommerreifen fährt, riskiert ein Bußgeld von 60 EUR und 1 Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei. Behindert man andere Verkehrsteilnehmer, werden sogar 80 EUR und 1 Punkt in Flensburg fällig. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen sein Auto mit Sommerreifen nicht bewegt, begeht auch keine Ordnungswidrigkeit.

Zahlt die Kfz-Versicherung, wenn man mit Sommerreifen einen Unfall verursacht?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung bezahlt grundsätzlich berechtigte Schadenersatzansprüche des Unfallgegners, auch wenn im Winter Sommerreifen aufgezogen sind. Ist aber der geschädigte Unfallgegner seinerseits mit ungeeigneter Bereifung gefahren, haftet er unter Umständen mit - und das kann sich auf den Schadenersatz auswirken.

Was Ihr über Winterreifen wissen müsst

  • Bußgeld und Mitschuld

    Wenn Ihr keine Winterreifen aufgezogen habt und beiGlatteis, Schneeglätte, Eis- oder Reifglätte unterwegs seid, kann das aber teuer werden und ein Bußgeld kassieren. 60 Euro und einen Punkt in Flensburg werden dann fällig.

    Wer liegen bleibt und damit andere behindert, muss mit einem Punkt in Flensburg und 80 Euro rechnen. Im schlimmsten Fall wird dem Fahrer bei einem Unfall von der Versicherung eine Mitschuld zugeschrieben und zahlt dann weniger.

  • Kennzeichnung

    Jeder Winterreifen muss als solcher gekennzeichnet sein. M+S ist das Zeichen für „Matsch und Schnee“. Aber Achtung: Im Handel tauchen immer wieder nicht wintertaugliche M+S-Reifen auf.

    Auf der sicheren Seite seid Ihr mt „Schneeflocke im Berg“ des amerikanischen Straßenamts NHTSA.

  • Zeit für neue Reifen

    Um Wartezeiten nach dem ersten Schnee zu vermeiden, sollten Autofahrer sich rechtzeitig nach neuen Reifen umsehen. In der Regel ist Oktober ein guter Monat, um Reifen auszuwählen und in der Werkstatt montieren zu lassen. Beim Kauf sollte man auf den gleichen Buchstaben auf dem Reifenlaben achten, wie in der Tabelle.

  • Winterreifenpflicht

    Generell gibt es keinen festen Zeitraum, in dem die Winterreifen montiert sein müssen. Das Wetter entscheidet, welche Bereifung richtig ist. Mit der Eselsbücke: „Von O bis O – von Oktober bis Ostern“, habt Ihr aber einen guten Anhaltspunkt, um den Wechsel rechtzeitig zu planen.

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