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Wie gut ist "Kinect"?

Die "Kinect"-Kamera soll es ab November im Handel zu kaufen geben.

Microsoft startet im November mit der "Kinect"-Kamera für die XBox 360. Was kann sie?

Vor kurzem endete die Computerspielmesse Gamescom in Köln. Eines der Highlights war die neue Kamera "Kinect" für die Xbox 360. Die soll laut Hersteller Microsoft revolutionäre Steuerungsmöglichkeiten durch Körperbewegungen ermöglichen. Die Kamera ergänzt das optische Bild um ein Tiefenbild und erstellt ein 3D-Abbild des Spielers auf dem Bildschirm. Die gemessenen Bewegungen werden dann auf ein Skelett-Modell übertragen, dessen Kopf, Rumpf, Arme und Beine die Bewegungen des Spielers nachmachen. Klingt soweit ganz gut, aber wie ausgereift ist die neue Technik wirklich? Wir haben bei Ingolf Leschke von der Redaktion Computer Bild und Computer Bild Spiele nachgefragt.

Was ist denn das wirklich neue an der "Kinect"-Kamera und was kann sie, was andere Cams bisher nicht können? "Die 'Kinect' erfasst sehr präzise die Bewegungen des Spielers. Das gab es bisher so noch nicht. Der Spieler braucht kein Eingabegerät mehr in den Händen zu halten."

Wenn eine neue Hardware auf den Markt kommt, gibt's meist auch Schwächen. Wie ist das hier, gibt's welche und wenn ja, wo liegen die? "Schwächen sind zu erkennen und zwar werden die Bewegungen des Spielers mit einer Verzögerung übertragen. Die ist spürbar, allerdings noch nicht so stark, dass es nervt. Und dann gibt es bei der Umsetzung der Software noch Verbesserungsmöglichkeiten. Zum Beispiel muss man bei der Berührung eines Buttons die Hand lange still halten. 'Kinect' ist wahrscheinlich nicht in der Lage, einen Hand-Tipp als Button-Bestätigung umzusetzen."

Welche Spiele wurden im Rahmen der Gamescom denn angeboten? "Sportspiele wie zum Beispiel ein 100-Meter-Hürden-Lauf, wo der Spieler tatsächlich auf der Stelle trampelt und in die Höhe springt, um das Hindernis zu überwinden. Dann gibt es noch ein Autorennspiel, wo der Spieler nur ein virtuelles Lenkrad in der Hand hält und mit einem Schritt nach vorne Gas gibt und mit einem Schritt zurück bremst."

Wie sieht ihr Fazit aus: Kaufen oder nicht? "Ich muss sagen, dass ich begeistert bin, aber nicht gleich im November loslaufen werde, um mir 'Kinect' zu kaufen. Für eine klare Kaufempfehlung ist es noch ein bisschen zu früh."

Ab November und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll die neue Hardware samt einer Minispielesammlung für etwa 150 Euro in die Läden kommen. Bleibt abzuwarten, wie schnell Microsoft die kleinen Kinderkrankheiten abstellen kann.

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