Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Zurück zur Übersicht

Ohne Ende gute Ratschläge und alte Weisheiten

Eines vorweg: sobald man verkündet hat, dass man schwanger ist, prasseln die guten Ratschläge nur so auf einen ein. Das geht mir jetzt seit vier Monaten so, da habe ich den Ersten und Engsten erzählt, dass ich schwanger bin. Die meisten Ratschläge kommen ungefragt und von Frauen, die bereits Mutter geworden sind. Natürlich meinen es alle nur gut, aber irgendwann hat man eine verständliche Übersättigung an Informationen in seinem Kopf und keinen Filter mehr dafür. Schlimm finde ich, wenn Menschen einem in die eigene Ernährung rein quatschen: „Du isst viel zu viel Süßes! Davon hat Dein Kind aber nichts.“ Oder: „Waaaaas? Du trinkst Cola?“. Ja trinke ich. Schluckweise und nicht mehr glasweise, das wird ja wohl zwischendurch mal in Ordnung sein. Dann der Hinweis: „Creme Deinen Bauch von Anfang an unbedingt ein, nur so beugst Du Schwangerschaftsstreifen vor“. Für solche Fälle gibt es Cremes und Öle und die haben natürlich alle einen wunderbaren Wellness-Effekt. Mehr aber auch nicht. Ob man jetzt am Ende tatsächlich Schwangerschaftsstreifen bekommt oder nicht, ist Veranlagung. Also entweder ich habe Pech oder Glück! Trotzdem habe ich mich hier tatsächlich beeinflussen lassen und habe mir ein Öl und eine Creme zur Vorbeugung geholt, mal sehen was das am Ende bringt.

Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Richtig heikel wird es, wenn man Sätze hört wie: „Ein Glas Wein schadet Deinem Kind nicht!“. Das soll und muss jeder selbst entscheiden, der die Verantwortung trägt, aber ich übernehme nicht die Verantwortung für auch nur ein einziges Glas oder einen einzigen Schluck (!) Wein in meiner Schwangerschaft. Fakt ist: keiner weiß genau ab welcher Menge Alkohol Schaden beim Ungeborenen anrichtet. Es könnte schon die geringste Menge sein, also lasse ich es einfach ganz. Neun Monate ohne Alkohol sind doch wohl locker überbrückbar und das sollte eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit sein. Fakt ist: die meisten „Weisheiten“ sind Überreste einer Zeit in der Wissenschaft und Medizin noch nicht so weit fortgeschritten waren, wie sie es heute sind. Also nur weil „damals“ bei „Oma“ dieses oder jenes so war, heißt das für eine verantwortungsvolle Mutter im Jahr 2016 nicht, dass da noch das gleiche gilt. Unsere Omas und Mamas hatten letztendlich das Glück, dass alles gut gegangen ist. Aber hätten sie damals schon gewusst, dass gewisse Dinge gut oder eben nicht gut sind oder einfach nur ein Risiko darstellen, hätten sie das mit Sicherheit auch berücksichtigt.

comments powered by Disqus