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Radio Hamburg

Plagiate in Texten

Software zum Durchsuchen

Welche Software gibt es, die Plagiate in Texten erkennt? Wir haben bei einem Profi nachgefragt.

Hamburg - Viele Radio Hamburg Hörer stellen sich im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg die Frage, wie so eine Doktorarbeit voll mit kopierten Stellen bei der Bewertung eigentlich durchgehen konnte. Warum ist das nicht aufgeflogen bzw. gibt es keine technischen Hilfsmittel, mit denen sich so etwas erkennen lässt? Dazu haben wir Andre Kramer von der Computerzeitschrift „c’t“ befragt.

Welche aktuelle Software empfehlen Sie, um Plagiate in Texten zu finden?

„Es kommt ein bisschen darauf an, wer diese Software einsetzen möchte. Die Software Plagiarism Finder ist ein relativ günstiges Produkt (150 Euro) und macht im Prinzip nichts anderes, als Google-Anfragen zu verschicken. Das heißt, sie zerlegt den eingegeben Text in Fragmente aus sieben Wörtern, schickt die an Google und bekommt von dort Antworten zurück, ob eben diese Textpassagen beispielsweise aus Wikipedia oder aus anderen Quellen übernommen wurden.

Dann gibt es noch eine etwas größere Lösung, die Turnitin heißt. Hier hängt der Preis vom Umfang ab, in der man sie einsetzt. Zum Beispiel von der Anzahl der Studierenden. Die haben eine eigene Datenbank und speichern jede eingereichte Arbeit. Beispielweise ist die Uni Hamburg Kunde von Turnitin. Alle eingereichten Arbeiten werden in einer Datenbank abgelegt und so entsteht ein riesen Fundus, unter dem die Arbeiten untereinander abgeglichen werden. Wenn man diesen Dienst nutzen möchte, muss man eine monatliche Gebühr entrichten.“

Was kann denn diese Software nicht?

„Diese Software kann nichts finden, worauf sie keinen elektronischen Zugriff hat. Bei der Google-Variante gibt es den Vorteil, dass derjenige, der fälscht, sich auch einer solchen Google-Abfrage bedienen wird. Wenn man aber beispielweise aus einer Bibliothek oder einem älteren Buch etwas übernimmt und das elektronisch nicht vorliegt, kann man das in so einem Fall auch nicht nachweisen.“

Wie lange braucht denn eine Software, um eine Doktorarbeit von knapp 500 Seiten zu prüfen?

„Es kommt drauf an wie ausführlich man prüft. Wenn es um einige hundert Seiten Text geht und man Schnipsel für Schnipsel bei Google abfragt, kann das schon mal eine Weile dauern. Es geht aber auf jeden Fall schneller, als wenn man alles von Hand prüfen müsste.“