Radio Hamburg

Mit Daniel um die Welt

 
 
Daniel Prange schreibt: 15.03.2012 13:14

Von New York nach North York...


...so sehr sich der Name der vorerst letzten Station meiner Reiseroute klanglich meiner jetzigen „Wahlheimat“ ähnelt, so unterschiedlich sind die Orte und Gründe meines Daseins.

Wo in New York noch Tagesausflüge mit Sightseeing, leckerem Essen und besonderen Aktivitäten Programm waren, erhalten in North York, einem nördlichen Stadtteil Torontos, Kochen, Waschen und Bewerbungen schreiben wieder Einzug in mein tägliches Leben. Wo ich mich vor zwei Wochen noch fragte, wie ich all mein Hab und Gut in meinen Rucksack verpacken kann, klaffen nun große Lücken in einem viel zu großen Kleiderschrank meines kleinen gemütlichen Raumes in einer 7er-WG.

Aber um mal von der Erlebnisberichterstattung aus Mangel an Erlebnissen wegzukommen und einen kleinen Einblick in meine Gefühlswelt zu gestatten, fühlt es sich auch gar nicht so verkehrt an. Gar nicht so verkehrt mal wieder „angekommen“ zu sein. Gar nicht so verkehrt mal wieder eine Basis zu haben, einen eigenen Haustürschlüssel und einen Tagesablauf. Den Rucksack und den Kulturbeutel ausgepackt zu lassen. Sich Zutaten fürs Kochen zu besorgen und kein fertiges Gericht, sich einen Tee zu kochen und nicht zu kaufen.
Aber das macht es auch etwas schwierig, Spannendes mit der Fotokamera einzufangen, um den heutigen Beitrag bildlich zu supporten. Deswegen ist mein „Brief“  als ein großes Dankeschön an alle treuen und fleißigen Leser zu verstehen, die ich hoffentlich inspirieren und motivieren konnte, mal rauszukommen. Rauszukommen aus einem Alltag, der mir jetzt wieder bevorstehenden wird.

Es ist ein Abschied auf Zeit und neue Berichte und Bilder aus dem wunderschönen Kanada und vielleicht noch aus einigen anderen Ländern der Welt werden folgen. Also das Lesezeichen des Webbrowsern ruhig an selbiger Stelle belassen und regelmäßig auf radiohamburg.de nach dem Ausschau halten, was nicht nach der schönsten Stadt der Welt aussieht, aber anders schön aus der weiten Welt von mir nach Hamburg geschickt wird.

Vielen, vielen Dank und bis dann… Daniel

 
Daniel Prange schreibt: 06.03.2012 14:29

Abschied nehmen 2 Punkt 0


Das Reisen bringt es ja so mit sich, dass ich mich des Öfteren verabschieden musste. Ich lernte viele neue Menschen kennen, mit denen ich mich durch unterschiedliche Reisepläne meist viel zu früh trennen und auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen verständigen musste. Ganz zu schweigen von den vielen Ländern, die ich mal länger und mal kürzer besucht habe, denen ich dann wieder den Rücken zukehren musste. Oder aber eben von den verschiedensten Anschaffungen, denen ich durch ihren unabsichtlichen Verlust oft nicht den gebührenden Abschied habe geben können. Jetzt ist es soweit, dass ich nach 71 Tagen die Vereinigten Staaten von Amerika verlassen werde und nicht nur von diesem Land, sondern auch noch einigen anderen Dingen Adé sagen muss. Was genau ich in bester Hamburger Manier mit einem traditionellen „Tschüss“ habe zurücklassen müssen, kommt mit dem folgenden Text und in bildlicher Begleitung.

 
Daniel Prange schreibt: 27.02.2012 11:13

Hamburg - New York in 90 Minuten...


...was klingt wie die Flugzeit der stillgelegten Concorde, ist vollkommen ernst gemeint und die von mir mit meinem liebgewonnenen Chevy Astro Van zurückgelegte Zeit auf dieser Strecke. Warum ich mich wieder in Hamburg habe blicken lassen, was ich in New York, meiner letzten Station in den vereinigten Staaten, erlebt habe und wie es für mich jetzt weitergeht, erfahren Sie unter den Fotos.

 
Daniel Prange schreibt: 20.02.2012 11:44

Meilenfresser, Kurierfahrer, Städtehopper und Edelfan...


...so lassen sich meine Tätigkeiten der vergangene Woche in Kurzform zusammenfassen! Nach meinem "Wundenlecken" in der Woche nach dem Marathon schaltete ich wieder auf Reisemodus und tausche kurze Hosen, Flip-Flops und Sonnencreme gegen Winterjacke, festes Schuhwerk und Stadtpläne! Welche dubiosen Waren ich durch fünf Bundesstaaten "geschmuggelt" habe und warum mein Besuch im Kapitol in Washington bei mir im Nachhinein großes Unwohlsein hervorgerufen hat, ist im Detail hier zu finden - Viel Spaß!

 
Daniel Prange schreibt: 13.02.2012 14:35

Ich laufe einen Marathon...

Marathon... und was jetzt? Wer jetzt glaubt, dass ich jetzt heißgelaufen bin und mich direkt in die nächste sportliche Herausforderung stürze, den muss ich nach jetzigem Stand leider enttäuschen. Die Gründe dafür, ein paar Eindrücke vom Melbourne Music Marathon und was mir sonst noch so aufgefallen ist, gibt es hier. Viel Spaß
 
 

Daniel Weltreise

 
Mein dritter Marathon und noch nie war ich mir so unsicher über den Ausgang. Ich wusste, ich bin zu schlecht vorbereitet. Drei Wochen Training nach siebenmonatiger Sportabstinenz können nicht für eine gute Zeit reichen. Ich weiß aber auch, dass ich eine Marathonvergangenheit habe und in etwa weiß was auf mich zukommt. Und doch muss ich resümieren, dass ich lange nicht mehr so gelitten habe.
 
 

Daniel auf Weltreiser

 
Sich Ziele zu setzen ist eine hilfreiche Sache, um an sein Limit zu gehen. Nach 26,2 Meilen (42,12 km) wollte ich unter 4 Stunden bleiben und war nach dem Abgleich meiner Stoppuhr und dem Ermüdungszustand meiner Beine nach etwa 17 Meilen guter Dinge mein Ziel zu erreichen. Jenes Ziel verhalf mir dann auch an mein oben erwähntes Limit zu gehen. Denn bei Meile 18 ließ mich meine Armbanduhr im Stich - Batterie leer. Vor zwei Jahren gewechselt und ausgeregnet in diesen 4 Stunden, wo ich sie mehr brauche denn je - einfach AUS! Hoffentlich keines dieser sagenumwobenen Omen, dachte ich mir.

Seit Durchquerung der Halbmarathondistanz, die etwa 1600 Teilnehmer absolvierten, nahm logischerweise nicht nur die  Zahl der Mitläufer drastisch ab, sondern auch die Zahl der Zuschauer. Die euphorischen Bands am Streckenrand, die dem Marathon ja schließlich zu diesem Namen verholfen haben, wandelten sich plötzlich  in ein paar unmotivierte Straßenmusikanten, die nur hofften, dass der bewölkte Himmel sich nicht über ihnen ausschüttet. Ich hätte gegen eine solche Abkühlung nicht einzuwenden gehabt.
 
 

Daniel auf Weltreise

 
Jedenfalls verhalfen all diese Umstände nicht, um über die Einsetzende Ermüdung hinwegzusehen. Meine Erinnerung sagte mir, dass die bevorstehende Brücke mit einem steilen Anstieg die letzte Herausforderung wäre und ich mich von dem höchsten Punkt der Brücke einfach ins Ziel purzeln lassen könnte. Mein im Kopf schon geprobter Zieleinlauf (mit Deutschlandfahne in der Hand usw.) wurde von einem abrupten Linksschlänker, adhoc wieder durch das schmerzende Gefühl meiner gefühlt 100 Kilo Beine verdrängt. Die Tatsache, dass mich die Streckenführung immer weiter von dem bereits in Hörweite befindlichen Zieles entfernte und mein Tempo und Laufstil sich gefühlt gen "das noch Fortbewegung zu nennen, wäre eine Beleidigung der Evolution" entwickelte, läutete meinen ultimativen Leidensweg ein. Ich schleppte mich bis zum Ende durch und war ehrlicherweise überrascht, als meine Zielzeit von 3:54:31 auf dem Display aufleuchtete. Die Bank auf der ich mich nach dem Zieleinlauf niederließ, wollte ich nie wieder verlassen...
 
 

Daniel Weltreise

 
Die nächste sportliche Herausforderung ist deswegen noch nicht in Sicht, weil meine Beine und Füße heute noch, eine Woche später, mit den Strapazen dieser vier Stunden zu kämpfen hatten! Meine Tagesbeschäftigungen reduzierten sich deswegen auch auf einen minimalen Bewegungsradius am Strand in Floridas Sonne.
 
 

Daniel Weltreise

 
Vergangenes Wochenende, schaffte ich es dann doch, wieder etwas Produktives zu tun und wuchtete meinen geschundenen Körper nach Orlando. Ich befinde mich jetzt auf dem Weg in die Hauptstadt nach Washington D.C., wo, und das verspreche ich, wieder etwas mehr Berichtenswertes passiert. Also, bis dahin!!!

 
Daniel Prange schreibt: 03.02.2012 11:52

Außer Spesen nichts gewesen...


...muss ich Ihnen leider in zweierlei Hinsicht in dieser Woche gestehen. Zum Einen ist tatsächlich nicht viel passiert in den letzten Tagen, wozu ich natürlich Stellung nehmen werde. Zum Zweiten greife ich die Gelegenheit auf, die vermeidbaren Spesen meiner Reise aufzuarbeiten, was unnötige Ausgaben und Verluste von Dingen über den Zeitraum der vergangenen 32 Wochen angeht. Das Thema liefert, so kann ich nach dem Schreiben resümieren, leider genügend Stoff für einen interessanten Beitrag.

Fotos: Auf geht's!

 
Daniel Prange schreibt: 27.01.2012 15:12

Buenos Dias Ostküste...


...ist die treffende Begrüßung meiner selbst als ich diese Woche mit Miami mein erstes großes Etappenziel erreicht habe - die Ostküste. Weil nicht etwa Englisch die Sprache ist, die hier vornehmlich gesprochen wird, sondern Spanisch! Verstehen tun sie mich trotzdem, aber ich fühlte mich sofort wieder etwas fremder in einem Land, an das ich mich nicht gewöhnt habe, aber mit dem ich mich zusehends arrangieren kann. Nach Tampa, Sarasota und Miami kriege ich eine Idee davon, in welchen Ecken der vereinigten Staaten das Geld sitzt! Miami Beach und die Florida Keys in Bildern, Tönen und Worten genau hier.

 
Daniel Prange schreibt: 20.01.2012 12:32

Fünf Staaten in zwei Tagen...


...und ich habe mir noch Zeit gelassen. Von Houston in Texas bahne ich mir meinen Weg durch die Südstaaten, der Zeit hinterher und der Sonne entgegen. Der Sonne Floridas nämlich!  Milde 15 Grad Celsius zeigt das Thermometer selbst noch unter dem nächtlichen Sternenzelt. In Houstons allzu bekanntem Space Center erkundigte ich mich nach der Geschichte und der Zukunft des menschlichen Verlangens, der Erforschung und des Reisens zu den Sternen unserer Galaxie. Die Forschungsergebnisse meiner Art des Reisens sind in gewohnter Form hier abgelegt.

 
Daniel Prange schreibt: 13.01.2012 10:32

Houston wir haben ein Problem!


Und zwar ein gewaltiges Problem: Denn ohne Reisepass lässt es sich ja bekanntlich recht schlecht reisen. Genauso wie ohne meinen Reisepartner der letzten zweieinhalb Wochen, den ich in Dallas verabschieden musste. Aber ohne Jendrik dabei zu nahe treten zu wollen, wiegt die Passgeschichte im Moment doch etwas schwerer. Was Houston meine Probleme eben beschriebener Verluste angeht und ein paar Bilder und Geschichten von "on the road" sind nur diesen einen Klick entfernt.

 
Daniel Prange schreibt: 06.01.2012 12:01

Las Veeeeegas…


…ist einfach eine unglaubliche Stadt. Mitten in der Wüste gelegen, macht die berühmteste Glücksspielmetropole einfach Spaß. Mit Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich „the Strip“, die Hauptstraße in Vegas, an der alle großen Kasinos gelegen sind, in ein blinkendes und geschäftiges Paradies für Feierwütige, Glücksspieler und Shoppingvictims. Zu Silvester noch mehr als an jedem anderen Tag. Deswegen waren wir da und sehr gespannt auf das große Fest. Das Reisen hört selbstverständlich auch im neuen Jahr nicht auf und so fahren wir Tracy weiter über die Interstates Richtung Arizona, New Mexico und Texas. Eine ganze Menge ist bis heute passiert und selbstverständlich habe ich alle Details aus erster Hand im Folgenden für Sie aufgearbeitet. Viel Spaß beim Durchklicken der Fotos.

 

Daniels Weltreise