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Chaos in Laos…

…weit gefehlt! Das Chaos hatte ich nämlich erwartet. In meinem Lonely Planet Reiseguide verlor der Autor eine halbe Seite über den langsamen Rhythmus dieses Landes und die Gelassenheit der Laoten, mit einer eigens kreierten Abkürzung für diese Lebenseinstellung - LPDR (Laos please don´t rush). Ganz im Gegenteil, ich freute mich bereits an der Grenze über die Tatsache, dass der Verkehr wieder von links nach rechts gedreht wurde.

Etwas, was Laos Deutschland ähnlicher werden lässt als alle anderen südostasiatischen Länder, die ich bisher bereist habe, kann ja eigentlich nicht für Chaos und Verwirrung sorgen. Ich jedenfalls fühle mich mit dieser gedrosselten Schlagzahl im Alltag hier ganz gut aufgehoben. Der Verkehr ist zu den üblichen Stoßzeiten äußerst anstrengend und die hiesigen Verkehrspolizisten um einen fließenden Verkehr bemüht und so wird das Fahrradfahren trotz der Gelassenheit an jedem Tag zu einem Abenteuer. Mein treuer zweirädriger Begleiter hat mir in den letzten sechs Tagen verholfen, im Straßennetz der Hauptstadt Vientiane schon wie in meiner sprichwörtlichen Westentasche zu navigieren. Die tägliche Fahrt zum Fitnesscenter bewältigte ich ebenso spielend wie die Besuche der ausfindig gemachten Märkte der Stadt, wo ich vielseitiges, preiswertes und auch gesundes Essen kaufen konnte.

Meine fast fünf monatige Sportabstinenz habe ich notwendigerweise zu beenden versucht, was natürlich nur bedingt sichtbare physische Resultate lieferte, als vielmehr psychologischen Charakter hatte, um zu meiner Gewissensberuhigung beizutragen.

Die Währung erinnert wieder an die Zeit in Indonesien, wo ich mit einem Millionenbetrag in der Tasche herumlaufe und Tausende von Kip am Tage verbrate und trotzdem Sparsamkeit walten lasse. Kulinarisch halten es die Laoten sehr angepasst an ihre geographischen Nachbarn. Ich esse sehr gerne an den mobilen Imbissständen am Straßenrand, die alles Mögliche kochen, grillen, frittieren und braten. Besonders auszeichnen tun sie sich aber durch Sandwiches, die sie Crouque-ähnlich zubereiten. Das ist eigentlich jetzt keine Spezialität, wegen der ich nach Laos reisen würde, aber an einem richtig schön krossen und frischen Baguette mit allerlei frischem Gemüse und Fleisch und etwas scharfer Sauce, erfreue ich mich nach Monaten der Reis-lastigen asiatischen Küche, in den nächsten Tage sicherlich des Öfteren.

Ansonsten hat Vientiane leider ein sehr überschaubares Programm zu bieten. Ich hab mich bei gefühlten 40 Grad mal wieder im Angeln versucht, die hiesigen Sights abgeklappert und mein Visum für Vietnam besorgt.

Ich machte mich gestern also auf in Richtung Norden, wo im 180 Kilometer entfernten Viang Veng eine Aktivität namens Tubing für Aufsehen sorgt. Auf dem aufgepumpten Inneren des Schlauches eines Autoreifens, lasse ich mich also die nächsten Tage den Fluss herunter treiben, um mich an verschiedenen Stellen am Flussufer an diversen Bars zu erfrischen.

Die erwarteten zweieinhalb Stunden Fahrt dorthin entpuppten sich allerdings als deren fünf. Grund hierfür waren nicht etwa der Verkehr oder die oben beschriebene Gelassenheit des Fahrers, sondern die schlimmen Straßenverhältnisse. Ich war froh, mich gegen das Mieten eines Motorrades entschieden zu haben, weil es gegenüber Thailand eine reinste Hindernisfahrt zwischen den Schlaglöchern geworden wäre.

Vielmehr freue ich mich, von meinen Erlebnissen mit der etwas zweckentfremdeten Nutzung des Autoreifens berichten zu dürfen. Bis dahin…

Nicht vorenthalten möchte ich jedoch die folgenden Bilder der Highlights der laotischen Hauptstadt Vientiane

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