Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Zurück zur Übersicht

Dschungelnächte in Indonesien…

Was ist denn das für ein Tier?

…sollten mir zeigen, was der subtropische Regenwald so zu bieten hat. „Back to the roots“ sozusagen – und das, nachdem ich am Geldautomat am Flughafen gerade Millionär geworden bin – wenn auch nur Rupien-Millionär. Medan soll für solche Touren ein guter Startpunkt sein. Bereits am Abend meiner Ankunft quatschte mich mehr oder weniger zufällig ein unscheinbarer kleiner Mann mit Ziegenbart, weißem Kittel und weißer Haube auf dem Kopf auf der Straße an. Nach kurzem Smalltalk ließ ich fallen, dass ich gerne eine Dschungeltour machen würde. Er erwiderte, dass er mal als Dschungelführer gearbeitet hat und schlug mir vor, noch einmal aktiv zu werden. Wir besprachen die Tour und verabredeten uns für den nächsten Tag.

Eine sechsstündige Autofahrt endete in einem tollen Guesthouse in der „Dschungelvorstadt“ Ketambe, von der wir am kommenden Tag um zehn Uhr starten sollten. Zehn Uhr indonesischer Zeit. Das deckt sich theoretisch mit der angezeigten Zeit meiner Armbanduhr, praktisch habe ich allerdings vergessen, den indonesischen Gemütlichkeitsfaktor einzurechnen. Dieser besteht sowieso schon und wird durch das alljährliche Fasten meiner beiden Guides an Ramadan noch einmal potenziert.

Um 11:30 Uhr brachen Yan und Suardi mit ihren Rucksäcken (eher die gewaltigen Rucksäcke mit diesen kleinen Persönchen) und ich mit meinem Rucksäckchen in Richtung Dschungel auf. In den folgenden Tagen bekamen ich und Clement aus Frankreich, den wir mit seinem Guide an dem ersten Nachtquartier trafen, eine ganze Menge geboten: Gibbon-Affen, Orang-Utans, noch nie gesehene Pflanzen, riesige Bäume, die verschiedensten Insekten, Stromschnellen, Wasserfälle, heiße Quellen, Essen aus dem Lagerfeuer-Wok und ein paar anstrengende Dschungelwanderungen, machten die drei Tage und zwei Nächte zu einem tollen Erlebnis.

Fotos: Daniel auf Dschungeltour

Zurück in Ketambe freute ich mich nach zwei spannenden Zeltnächten dennoch auf ein Bett mit Matratze, um mich auf die bevorstehende Busfahrt zum Lake Toba vorzubereiten. Laut Yan eine circa sechsstündige Tour durch die Schlaglochwüste Sumatras. Zwölf Stunden, etliche eingeschlafene Körperteile, fünf indonesische Volksmusik-Hitmix-Samples bei 100dB und vier Bus- und einen Reifenwechsel später erreichte ich den größten vulkanischen See der Welt und seine wunderschön beleuchtete Insel, inmitten der schwarzen Tropennacht.

Im Lichte der Äquatorsonne des folgenden Tages, bot sich mir eine atemberaubende Szenerie, die ich mit dem Motorrad zu entdecken begierig war. Eine Mischung aus Bodensee und türkischer Schwarzmeerkünste, gespickt mit kleinen Dörfern auf dessen Vorwiesen die Ochsen grasen, bescherten mir einen traumhaften Tag „on the road“. Morgen werde ich noch einen halben Strand/Ufertag einlegen, ehe ich gegen Mittag wieder in die Bushölle nach Medan klettern muss. Wie es von dort weitergeht gibt es nächste Woche zu lesen.

Bis dahin!

comments powered by Disqus