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Radio Hamburg

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Ein verschlissenes Paradies…

Hier wurde der Film "The Beach" gedreht.

Voller Vorfreude auf eine traumhafte Insel mit den schönsten Stränden der Welt und kristallklarem Wasser, machten Uli und ich uns auf den Weg zum Fähranleger des Bootes nach Ko Phi Phi. Die riesige Fähre und all die Leute, die sich kurz vor der Abfahrt dort tummelten, verrieten eigentlich schon, was uns auf Ko Phi Phi erwarten würde. Auf den 25 Metern von dem Busausstieg bis auf die Fähre, fanden sage und schreibe acht Menschen eine Beschäftigung! Empfangschef – Ticketverkäufer – Ticketverteiler – Ticketabreisser/Aufkleberverteiler – Aufkleberaufkleber – Einstiegshelfer – On-Board Koordinator und Gepäckempfänger!

Unpünktlich wie immer setzte sich die Fährarmada nach der top organisierten Check-In Prozedur also in Bewegung. Beim Ausstieg hat jeder Passagier erst einmal 20 Bhat (50 Cent) für die allgemeine Müllentsorgung auf Ko Phi Phi berappen müssen. Sehe ich ein, hätte man aber auch vorher mal ein Wörtchen drüber verlieren können…Jetzt will ich mal nicht den Beschwerde-Deutschen raushängen lassen, dachte ich mir. Dann kann ich mich ja wenigstens über eine saubere volle Insel freuen. Weit gefehlt! Nachdem ich wir uns durch den „looking for room“- Kanon-Chor gekämpft hatten und uns unser eigenes Bild machen wollten, erwartete uns an jeder Ecke ein komisch beißender Geruch. Eine Mischung aus Wasch- und Abwasser, bewegte sich durch die engen Gassen der Touristenstadt. Mülleimer waren Mangelware und die folglich notwenige und bezahlte Müllentsorgung fand augenscheinlich auch nicht ganz so regelmäßig statt.

Zwischen Restaurants, Massagesalons, Seven-Elevens, Verkaufsständen für originale Sonnenbrillen, T-Shirts und Havaiana-Flip Flops aus der Überproduktion ;-) und diversen Tattoo-Künstlern, herrschte ein reges Treiben der zumeist kanadisch und australisch stämmigen Touristengesellschaft, die hier offensichtlich ihr Mallorca gefunden haben. Während Mallorcas Traditionsgetränk ja nach wie vor der Sangria aus dem Eimer ist, ist auf Ko Phi Phi der Preiskampf um die „Buckets“ ausgebrochen, die wahlweise mit einer Spirituose und einem Mischgetränk, in der Happy Hour einen reißenden Absatz finden. Zum großen Glück für die Tattoo Studios, die in der Nacht ihr Hauptgeschäft verzeichnen und dem einen oder anderen Sinnesbetäubten, somit einen bleibenden Eindruck ihres Malle…ähhh Ko Phi Phi Urlaubes hinterlassen.

Anders herum, hinterließ Uli einen bleibenden Eindruck auf der Insel. In der Reggae Bar stellte er sich der „Burger Challenge“. Die Regeln: 800 Gramm Burger + Beilagen in weniger als 30 Minuten verdrücken. Ergebnis: Burger nach 6:30 Minuten weg; Fetttriefende frittierte Zwiebelringe nach 15 Minuten weg; Kartoffelecken an Fettsauce nach 24 Minuten weg; Coleslaw in 3 Minuten geatmet!!! Respekt, das Menü for free und ein Foto an der Wall of Champions am Eingang der Reggae-Bar. Der härteste Teil der Challenge wartete in der folgenden Nacht auf ihn J In den drei Tagen auf Ko Phi Phi versuchten wir noch die einsamen Strände mit dem Kajak zu finden, die in „The Beach“ mit Leonardo di Caprio für Fernweh gesorgt haben. Wir sind leider weitestgehend erfolglos geblieben. Lediglich die Tauchgänge brachten uns Genugtuung. Ein Leopardenhai und zwei Riesenschildkröten leisteten uns auf 18 Meter Tiefe Gesellschaft – naja wohl doch eher andersrum. Wir reisten zwar gebräunt, jedoch ein wenig enttäuscht ab.

Den absoluten Kontrast sollten wir jedoch in Railay Beach bekommen. Hier befindet sich das Mekka für alle Kletterfüchse. Wo man auf Ko Phi Phi die Absturzgefahr mit Alkoholverzicht relativ einfach minimieren konnte, ließen wir uns hier noch mal auf einen Einführungskletterkurs ein, um den weitaus gefährlicheren Absturz zu verhindern. Nach ca. einer Stunde erkannte der Wettergott unser Talent und erhöhte den Schwierigkeitsgrad, indem er den gesamten Fels immer wieder reichlich nässte. Nein nein, es machte sich schon nach dem ersten Klettertörn die Erkenntnis breit, dass Kraft nicht alles ist J Spaß hat es trotzdem gemacht.

Um dem einsetzenden Regen zu trotzen, startete Uli gestern früh nach Ko Phangan an die Ostküste, wo das Wetter während der Regenzeit, etwas besser sein soll. Ich muß leider einen kleinen Umweg einschlagen, da ich mein Visum verlängern muss. Bei der Einreise auf dem Landwege habe ich lediglich ein Visum für 15 Tage erhalten und muß jetzt einen sogenannten Visarun nach Myanmar veranstalten. Einmal raus aus Thailand und wieder rein nach Thaland – wie bescheuert. Naja, so kann ich mir ein weiteres, von mir bereistes Land, auf die Fahne schreiben. Wie die Geschichte ausgeht und was die östlichen Inseln zu bieten haben, das gibt es im nächsten Beitrag zu lesen.

Fotos: Aktuelle Fotos von Daniel sehen Sie hier.

Bis dahin...

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