Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Zurück zur Übersicht

Feuchtfröhlich...

Im Moment macht Radio Hamburg Mitarbeiter Daniel Prange Station in Thailand.

…gestaltete sich der Empfang in dem von Tony empfohlenen Städtchen Pai. Mit der „großen“ Maschine, fühlte ich mich den meisten Roller-fahrenden Touris und Einheimischen gegenüber schon „potenter“ und stoppte in bester „Easy-Rider-Manier“, vor einem, an der Straße prangenden Guesthouse-Schild. Den Bitte-Hilf-mir-Blick der Ladenbesitzerin des angrenzenden Hängematten-Shops, die sich auch als Guesthousebesitzerin herausstellte, scannte ich durch mein Helmvisier sofort und half ihr die Tore ihres Ladens zu schließen. Naja, jetzt mal genug mit den Anführungszeichen und dem Renegade-Biker Geschreibe und zurück zum anständigen bloggen. Nicht nur die rabattierte Raummiete, sondern auch eine Einladung zum BBQ, folgten auf meine Hilfe hin. Der selbst gefangene und frittierte Fisch, frische Bohnen und selbstgebrannter Thaischnaps, machten den jungen Abend, wie schon gesagt, feuchtfröhlich. Dass ich von diesem Gesöff nicht erblindet war, war die einzige Freude des nächsten morgens…

Selbst der ungeplant späte Aufbruch sollte noch locker ausreichen, um die umliegenden Wasserfälle, Tempel und heißen Quellen binnen eines Tages zu besuchen. Es sei denn, dass einige der ausgeschilderten Sehenswürdigkeiten nur Mythen sind, die die Dorfbewohner durch irreführende Schilder am Leben erhalten, um so zu tun, als wenn die Stadt Sehenswertes zu bieten hätte. Das Gefühl hatte ich nämlich, als ich den Schildern folgend, mitten im nirgendwo landete und weder Wasserfälle noch weitere Schilder zu sehen waren. Wenn ich schließlich auf gefluteten Lehmwegen, ohne Hoffnung auf etwas Sehenswertes endete, bevorzugte ich doch den U-Turn, als mit Tonys Bike in irgendeinem Schlammloch stecken zu bleiben.

Das beschauliche Städtchen Pai konnte aber durch gute nordthailändische Küche und eine verträumte Atmosphäre, die enttäuschende Tagestour wettmachen. Außerdem versprach der Reiseführer noch etliche Wasserfälle, heiße Quellen und Höhlen zur Besichtigung. Wie etwa auf meiner ersten großen Etappe von Pai nach Mae Sariang. Mit Hilfe ausreichender Beschilderung navigierte ich sicher nach Tham Lot, wo mehrere Kalksteinhöhlen der Region zu Weltruhm verhelfen. Kalkstein – das kam mir bekannt vor. In Australien war uns die perfekt illuminierte und durchaus beeindruckende Kalksteinhöhle 22 australische Dollar Eintritt wert. Es ist immer gut zu vergleichen. Umgerechnet vier Euro bezahlte ich für meinen persönlichen Guide (Sprach nicht englisch und hielt eigentlich nur die Petroleumlampe fest, aber die Informationen über die Entstehungen von Stalaktiten und Stalakmiten kannte ich ja schon aus Australien) fuhr mit einem Bambusfloß in die Höhle und war alleine dort. Diese wurde von einem Fluss durchzogen, auf dem ich gerne noch die Raftingtour gebucht hätte. Leider trägt der Fluss noch zu viel Wasser und eine Wildwasserfahrt ist deshalb leider nicht möglich gewesen.

270 Kilometer nagen an der Substanz und so fand ich mich in Mae Sariang schneller in den Federn (unter dem Ventilator) wieder, als mir lieb war. Der nächste Tag sollte nämlich anstrengend werden. Jedoch nicht, wegen der Kilometer, die ich wieder zurückzulegen geplant hatte; denn auf den teilweise gut ausgebauten Straßen macht DAS FAHREN mit der Phantom einfach Spaß und um das Phrasenschwein zu mästen, kann ich deshalb auch getrost behaupten „Der Weg ist das Ziel“! Vielmehr plante ich auf den höchsten Punkt Thailands zu fahren und dafür weitere 153 Kilometer zu pulverisieren. Auf dem Weg dorthin hab ich schnell noch eine der beschriebenen heißen Quellen besucht. „Ab vom Schuss“ ist wohl die beste Beschreibung dieser vulkanischen Besonderheit und so echauffierte ich mich innerlich über die happigen fünf Euro Eintrittspreis, die ich laut Schild, zu berappen verpflichtet war. Aber selbst lautstarke Aufregung hätte den Kassierer nicht aus seinem Schlaf gerissen und ich passierte mit meinem röhrenden Motorrad schließlich unentgeltlich. Mit dem natürlichen Wasserkocher brühte ich umgehend meinen Mittagssnack auf und genoss die Instant-Nudeln bei angenehm warmer Dampfbad- Sonnenatmosphäre – ab hier würde es nämlich nur noch kalt und nass werden.

Was sollte ich mich wundern? Es ist immer noch Regenzeit! Ich sollte mich eher glücklich schätzen, dass Kälte, Nässe und schlechte Sicht erst bei 2000 Meter Höhe eingesetzt haben und nach erfolgreicher Gipfelbesteigung auf 2565 Meter (via Motorrad) hoffentlich auch ab eben dieser Grenze wieder nachlassen würden.

Nachdem mich bisher auch immer der Spaß am Fahren angetrieben hatte, wurde ich erstmals ein wenig panisch, als Straßen im besten Falle nur noch Schlaglochpisten waren, die von kleinen Bächen geflutet waren. Die andauernden Regenfälle auf meinem Rückweg nach Chiang Mai vermögen mit einigen Straßen nämlich Dinge anzustellen, die das folgende Bild ganz gut darzustellen vermag.

Die vier Stunden Regenfahrt in der Dunkelheit, muss ich so schnell nicht wieder haben und war ein glücklicher Mann, als ich in Chiang Mai in meinem schon bekannten Guesthouse einchecken konnte. Den Zwischenstopp nutzte ich um das Motorrad checken und säubern zu lassen und brach zu meiner zweiten Rundfahrt in Richtung Chiang Dao und burmesischer/laotischer Grenze, dem sogenannten „golden triangle“ auf. Jetzt schreibe ich diese Zeilen mit tollem Blick auf die Teeplantagen von Mae Salong und freue mich, auch die nächsten Tage tolle Fahrten durch diese wunderschönen Landschaften zu erleben. Ich bin immer wieder froh mit meinem eigenen fahrbaren Untersatz unterwegs zu sein und nutze diese Freiheit so oft es geht, um die Umgebung auf dem Weg in Bildern festzuhalten. Die folgende Bilderserie vermag hoffentlich zu vermitteln, warum mir bei über 1000 gefahrenen Kilometern, bisher kein einziges Mal langweilig geworden ist. Viel Spaß beim Blättern und bis zum nächsten Beitrag…

comments powered by Disqus