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Radio Hamburg

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Heeeeeeyy ab in den Norden...

Hier erst mal der versprochene Video-Blog von Palau Tioman, aufgenommen am 1. Juli.

Ich melde mich mal wieder über eine solide Internetverbindung aus dem beschaulichen Örtchen Cheraling. Aber der Reihe nach...

Nach dem ich beim Tauchkurs die umliegenden Inseln und Korallenriffe erkundet habe, wollte ich auch das bergige und dicht bewachsene Landesinnere der Insel Tioman durchqueren. Dass mich im Dschungel keine Straße erwarten würde, war mir schon klar, aber dass ich teilweise nicht mehr zwischen Weg und unwegsamen Dschungelbewuchs unterscheiden konnte, ließ mich dann doch an meinem Vorhaben zweifeln, die ca. 9km quer über die Insel zu passieren.

Die giftgrüne 2-Meter-Schlange und die ca. 60 cm große Eidechse, die sich partout nicht vom Pfad wegbewegen wollte, bestärkten mich dann auch nicht gerade in meinem Vorhaben.

Hinzu kam, dass meine Flasche Wasser nach 3 km-Aufstieg schon fast am Ende war. Nachdem mein Körper das Wasser gefühlte zwei Minuten beherbergt hatte, entströmte es direkt in das Radio Hamburg Shirt, welches noch die Atmungsaktivität eines Gefrierbeutels besitzt, bevor es nicht wenigstens drei Waschgänge genossen hat. Zwar verblieben mir bei der Ankunft auf der anderen Seite weder Flüssigkeit, noch irgendwelche für den Körper wichtigen Salze in selbigem, aber dafür wurde ich mit einem nahezu verlassenen Strand mit wunderschönen Abschnitten zum Schnorcheln und Schwimmen belohnt. Zum Glück haben mir die beiden Holländer, mit denen ich den Tauchkurs absolviert habe, erst am Abend erzählten, dass auch die durchaus nicht weniger giftige Cobra in diesen Gefilden beheimatet ist.

Die Feierlichkeiten zum bestandenen Tauschein sollten auch nicht zu kurz kommen. Aber wie soll man sich auch gegen einen Smoothie-ähnlichen Mojito Cocktail wehren? Lecker!!! Leider machte das das frühe Aufstehen am nächsten Tag nicht leichter. Aber als der Kopf erst mal aus dem Schraubstock herausgewuchtet war, ging es zum Fähranleger, um die 7-Uhr Fähre zurück nach Mersing zu kriegen.

In freudiger Erwartung selbiger und weniger freudiger Erwartung der turbulenten Shaker-Fahrt (Fahrgeschäft auf dem Hamburger Dom) zum Festland, wurde ich mal wieder mit der malayischen Gemütlichkeit konfrontiert - den ganzen Tag lang! Die Fähre kam erst um Acht. Der Bus nach Kuantan, für den ich mich spontan und mit Hilfe des LonelyPlanet-Reiseführes entschieden habe, fuhr um zwei statt um eins und der Bus nach Cheraling kam geschlagene zwei Stunden später, was aber offensichtlich niemanden der Einheimischen auch nur annähernd gestört hat...

Hinzu kam, dass ich auf der Fahrt nach Kuantan mein Schlafdefizit etwas ausgleichen wollte. Ich wusste, dass das schwierig werden könnte, da der Fahrstil der meisten Busfahrer hier ähnlich aggressiv ist, wie der von Louis Hamilton und die Straßenverhältnisse ähnlich sind wie die in Hamburg im Februar. Mit all dem wäre ich fertig geworden! Der gute Busfahrer war aber offensichtlich Fan einer Band, die traditionelle malayische Klänge mit dem Gesang von Rammstein zu vermischen versuchte und deren LP nun ständig über die Anlage des Busses ertönte.

Bei dem Versuch, die Lautstärke nach unten zu drehen, hat er wohl den falschen Regler erwischt und stattdessen die Temperatur der Klimaanlage auf gefühlte 10 Grad reduziert. Unterkühlt, genervt und immer noch müde, war ich wohl auch ganz froh, dass der nächste Bus in Kuantan nicht sofort und nach Plan fuhr.

Umso schöner ist die Tatsache, dass ich jetzt am Strand in Cheraling sitze, Reggae-ähnliche Musik angenehm im Hintergrund düdelt und der Wind die Palmenblätter seicht hin und her bewegt, das Meer die Wellen aus seiner gefühlten Endlosigkeit freigibt und... - ok, jetzt wird‘s ein bisschen viel...

Morgen geht‘s dann auf die Perhentian Islands oder nach Kuala Lumpur, je nach dem, welchen Bus ich eher bekomme :-) Bis dahin...

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