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Hoheitsbesuch...

Radio Hamburg Mitarbeiter Daniel ist auf Weltreise.

„Wohin wird es mich als nächstes verschlagen?“, fragte ich mich, als ich mich nun zum dritten Mal am Changi Airport in Singapur wiederfand. Ich konnte bis dato noch keinen Weiterflug buchen, da ich nicht genau wusste wie lange die Zahnbehandlung eines zweiten, kürzlich aufgetretenen Zahnleidens, hier dauern würde. Idealerweise so kurz, dass ich den noch erschwinglichen Nachmittagsflug auf die Philippinen schaffen könnte, nicht so lange, dass ich auch den Abendflug nach Chiang Mai verpassen würde und bitte keinesfalls mehrere Sitzungen lang, so dass ich noch länger in Singapur bleiben müsste.

Die zweitgenannte Option konnte ich noch am Abend meines Ankunftstages ziehen und reiste, nach nun hoffentlich abgeschlossenem Zahnarztkapitel, aus meiner Reiseheimat Singapur nach Chiang Mai. Mein letzter Thailandbesuch hat mich ja gerade mal von der südlichsten Grenze bis hoch nach Bangkok geschwemmt. Der wunderschöne bergige Norden soll ein absolutes Muss und prädestiniert sein, um mal wieder mit einem Motorrad erkundet zu werden. Oktober ist der letzte Monat der Regenzeit und der anhaltende Dauerregen bei meiner Ankunft am Flughafen bescherte mir arge Zweifel an meinem Vorhaben. Kurz zuvor noch faszinierten mich, während des Fluges, die weit unter der Reiseflughöhe stattfindenden heftigen Gewitter, die mit den zahlreichen Blitzen, die massiven Wolkenberge immer wieder wie riesige Felsformation wie aus dem Nichts, in hellem Licht erscheinen ließen.

Aber als ich nach einem ereignisreichen Tag schließlich ins Bett fiel, wünschte ich mir natürlich nichts sehnlicher, als mir am nächsten Morgen keine Gedanken über einen Regenschirm machen zu müssen. Wünschen und Träumen hilft manchmal doch. Zwar erstrahlte der Himmel nicht in klarem blau, aber es war trocken. Immer noch ein wenig kaputt vom Vortag, machte ich heute alles erst mal ein wenig ruhiger. Ich ließ die zahlreichen Tempel der Provinzhauptstadt auf mich wirken und versuchte mich wieder an das feuchtwarme Wetter zu gewöhnen.

Meinem relaxten Modus entsprechend, konnte ich mich am Nachmittag auch ganz gut mit Stuart über die Kunst des Chi unterhalten. Der 41-jährige Australier, der seit 13 Jahren in Thailand lebt, war sogar für einige Jahre ein Mönch. Ich ließ mich von seinen Jin, Jangs und Chakras eine Zeit lang berieseln, ehe unsere Unterhaltung von der Ankunft eines riesigen Polizeikonvois unterbrochen wurde. Etwas mulmig wurde uns schon, als der ganze Konvoi genau vor uns zum Stehen kam. Ich verfluche mich selber, dass die Batterie meiner Kamera kurz zuvor den Geist aufgegeben hat, denn aus dem Wagen in der Mitte des Konvois, keine fünf Meter von uns entfernt, stieg die Frau des Prinzen von Thailand mit ihrem Sohn, dem späteren Thronfolger.

Ein Einheimischer neben mir war den Tränen nahe, weil es selten vorkommt, dass, die in Bangkok lebenden Adeligen, den weiten Weg in den hohen Norden finden. Ich musste mir die Tränen eher wegen meines Malheurs mit der Kamera verdrücken. Vermutlich kam der Hohheitsbesuch anläßlich der berühmten Sunday Market Street zustande, für die Chiang Mai berühmt ist. Das Schlendern zwischen den zahlreichen Verkaufsständen und Freßbuden sind in der Tat einen Besuch wert und vereinnahmten mich den Rest des Abends.

Um mein eigentliches Vorhaben nicht aus den Augen zu verlieren, startete ich den großen Preisvergleich bei den gefühlt hundert Motorradverleihern. Den Zuschlag für die Honda Phantom 200cc erhielt Tonys Big Bikes. Die nächsten sieben Tage werde ich nun die Sitzbank dieses Choppers drücken und den Norden Thailands für mich entdecken.

Mein Moppet trägt mich zuerst Richtung Nordwesten. Auf dem Weg werde ich mich hoffentlich nicht verfahren, erfahren werde Sie allerdings alles von mir. Bis dahin...

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