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Ich laufe einen Marathon...

Marathon... und was jetzt? Wer jetzt glaubt, dass ich jetzt heißgelaufen bin und mich direkt in die nächste sportliche Herausforderung stürze, den muss ich nach jetzigem Stand leider enttäuschen. Die Gründe dafür, ein paar Eindrücke vom Melbourne Music Marathon und was mir sonst noch so aufgefallen ist, gibt es hier. Viel Spaß
 
 

Daniel Weltreise

 
Mein dritter Marathon und noch nie war ich mir so unsicher über den Ausgang. Ich wusste, ich bin zu schlecht vorbereitet. Drei Wochen Training nach siebenmonatiger Sportabstinenz können nicht für eine gute Zeit reichen. Ich weiß aber auch, dass ich eine Marathonvergangenheit habe und in etwa weiß was auf mich zukommt. Und doch muss ich resümieren, dass ich lange nicht mehr so gelitten habe.
 
 

Daniel auf Weltreiser

 
Sich Ziele zu setzen ist eine hilfreiche Sache, um an sein Limit zu gehen. Nach 26,2 Meilen (42,12 km) wollte ich unter 4 Stunden bleiben und war nach dem Abgleich meiner Stoppuhr und dem Ermüdungszustand meiner Beine nach etwa 17 Meilen guter Dinge mein Ziel zu erreichen. Jenes Ziel verhalf mir dann auch an mein oben erwähntes Limit zu gehen. Denn bei Meile 18 ließ mich meine Armbanduhr im Stich - Batterie leer. Vor zwei Jahren gewechselt und ausgeregnet in diesen 4 Stunden, wo ich sie mehr brauche denn je - einfach AUS! Hoffentlich keines dieser sagenumwobenen Omen, dachte ich mir.

Seit Durchquerung der Halbmarathondistanz, die etwa 1600 Teilnehmer absolvierten, nahm logischerweise nicht nur die  Zahl der Mitläufer drastisch ab, sondern auch die Zahl der Zuschauer. Die euphorischen Bands am Streckenrand, die dem Marathon ja schließlich zu diesem Namen verholfen haben, wandelten sich plötzlich  in ein paar unmotivierte Straßenmusikanten, die nur hofften, dass der bewölkte Himmel sich nicht über ihnen ausschüttet. Ich hätte gegen eine solche Abkühlung nicht einzuwenden gehabt.
 
 

Daniel auf Weltreise

 
Jedenfalls verhalfen all diese Umstände nicht, um über die Einsetzende Ermüdung hinwegzusehen. Meine Erinnerung sagte mir, dass die bevorstehende Brücke mit einem steilen Anstieg die letzte Herausforderung wäre und ich mich von dem höchsten Punkt der Brücke einfach ins Ziel purzeln lassen könnte. Mein im Kopf schon geprobter Zieleinlauf (mit Deutschlandfahne in der Hand usw.) wurde von einem abrupten Linksschlänker, adhoc wieder durch das schmerzende Gefühl meiner gefühlt 100 Kilo Beine verdrängt. Die Tatsache, dass mich die Streckenführung immer weiter von dem bereits in Hörweite befindlichen Zieles entfernte und mein Tempo und Laufstil sich gefühlt gen "das noch Fortbewegung zu nennen, wäre eine Beleidigung der Evolution" entwickelte, läutete meinen ultimativen Leidensweg ein. Ich schleppte mich bis zum Ende durch und war ehrlicherweise überrascht, als meine Zielzeit von 3:54:31 auf dem Display aufleuchtete. Die Bank auf der ich mich nach dem Zieleinlauf niederließ, wollte ich nie wieder verlassen...
 
 

Daniel Weltreise

 
Die nächste sportliche Herausforderung ist deswegen noch nicht in Sicht, weil meine Beine und Füße heute noch, eine Woche später, mit den Strapazen dieser vier Stunden zu kämpfen hatten! Meine Tagesbeschäftigungen reduzierten sich deswegen auch auf einen minimalen Bewegungsradius am Strand in Floridas Sonne.
 
 

Daniel Weltreise

 
Vergangenes Wochenende, schaffte ich es dann doch, wieder etwas Produktives zu tun und wuchtete meinen geschundenen Körper nach Orlando. Ich befinde mich jetzt auf dem Weg in die Hauptstadt nach Washington D.C., wo, und das verspreche ich, wieder etwas mehr Berichtenswertes passiert. Also, bis dahin!!!

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