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In die Kälte…

Daniel, Sandra und Marco in Australien

Daniel, Sandra und Marco in Australien

Der erneute Besuch in Singapur sollte ein kurzer werden, um meine Zahnbeschwerden los zu werden. Vor dem Zahnarzt hatte ich bis dato nie Angst gehabt, doch die unvermeidbare Wurzelbehandlung ließ mir alle Haare zu Berge stehen. Im Ergebnis bin ich nun aber schmerzfrei und konnte mein nächstes Abenteuer angehen, das mir ebenfalls alle Haare zu Berge stehen ließ – jedoch vor Kälte! Als ich in PERTH in Australien das Flugzeug verließ, erwarteten mich zum australischen Frühlingsbeginn am späten Abend 8 C° Außentemperatur. Wegen der Spontanität meiner Entscheidung nach Australien zu fliegen, sind auch die Vorbereitungen etwas auf der Strecke geblieben und so musste ich starke Defizite in meinem Reisegepäck zur Kenntnis nehmen. Der Zehn-Euro-Überziehjacke aus Bangkok, wurde hier bereits nach weniger als einer Stunde die Grenzen aufgezeigt. Was hat mich geritten von wunderbaren 27 C° in der Nacht in Äquatornähe in solch deutsche Temperaturgefilde zu fliegen? Marco und Sandra! Sie hatten mich davon überzeugt in deren Van die Westküste zu erkunden und  neben einem weiteren Land auf meiner Reiseroute auch einen weiteren Kontinent hinzuzufügen.

Daniels Weltreise

Nach zwei Nächten auf der Couch einer netten Wohngemeinschaft im Norden Perths startete der Ford Econovan Baujahr 1993 mit 250.000 km auf der Tachoscheibe, abgeklebten Scheiben, Liegefläche im Kofferraum, Miniküche und mit einem, mit viel Schweiß und Leidenschaft reparierten Motor, in Richtung Norden. Mit zwei weiteren Freunden ging es dann „on the road“. Die endlosen Highways, verlassenen Küstenstreifen und Strände, Känguruhs und die Hangloose-Mentalität der Einheimischen dieses Landes, werden uns also die nächsten Wochen einprägende Erfahrungen bescheren. Genauso kann ein solch langer Zeitraum in einer engen umgebauten Ford-Familienkutsche wie der unseren, auch eine Zerreißprobe für jedermanns Nerven werden. Aber hoffen wir mal das Beste, denn bei Problemen kann jedem Störenfried hier mehr als genug Auslauf zum Nachdenken gewährt werden… Die bisher zurückgelegten ca. 600 km fühlten sich zu keiner Zeit an, wie eine Fahrt gleicher Distanz, die ich jemals in Deutschland zurückgelegt habe.

Die scheinbar unendliche menschenleere Weite des australischen Westens ließ in unserem Businnenraum nicht selten Momente staunender Stille aufkommen, in der ein jeder mit offenem Mund dem Straßenverlauf folgte und die Szenerie endloser Buschlandschaften, ferner Felsformationen und brandender Wellen an verlassenen Stränden aufsaugte und staunend genoß. Diese Stille wurde immer mit einem lauten Kreischen der Frauen auf der vorderen Sitzbank unterbrochen, wenn ein Känguruh Spalier stehend am Straßenrand auftauchte. Ich war zu langsam, von der hinteren Pritsche nach vorne zu schnellen und war umso mehr geschockt, als ein Känguruh direkt auf dem Mittelstreifen saß, kurz nachdem ich das Steuer übernommen hatte. Als es lange nicht die geringsten Anzeichen machte, von der Fahrbahn zu hoppeln, fürchtete ich, dass mein erster Kontakt mit dem Tier, wegen dem viele Menschen überhaupt einen Urlaub in Australien buchen, für selbiges tödlich enden würde. Das hätte ich ja keinem Australier erzählen dürfen. DRAUFHALTEN sollte ich, wenn dieser Fall eintreten würde, wohl wissend, dass so ein Tier am Auto einen erheblichen Schaden anrichten kann. Denkbar knapp rettete sich das angeblich so sprunggewaltige Tier mit nicht mehr als zwei kleinen Hüpferchen.

Daniels Weltreise

Bei unserem ersten Stopp im Pinnacle Nationalpark, strecken sich hunderte kleine  Felszinnen aus dem goldgelben Sand, die bei dem absolut wolkenlosen Himmel tolle Postkartenmotive darstellten. Weiter nördlich in Kalbarri versuchten wir uns zum ersten Mal im Wildcampen, was offiziell in Australien verboten ist. Marco zauberte die besten Spaghetti Carbonara auf unseren Campingkochern, die ich je gegessen habe und legte uns allen die nötige Grundlage für einen aufregenden und anstrengenden nächsten Tag. Der hiesige Nationalpark beherbergt viele natürliche Flecken Erde, die großes Potenzial haben, uns erneut den Atem zu rauben. Wir starten morgen mit der Pelikanfütterung, hiken auf dem Bigurda Walk und überschreiten die Natural Bridge. Bilder und weitere Geschichten gibt es dann natürlich im nächsten Beitrag zu lesen. Bis dahin…

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