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Protest in Kuala Lumpur...

Ein kulinarischer Leckerbissen sieht anders aus...

Eine politische Demonstration, der in der Vergangenheit mit Polizeigewalt unterdrückten oppositionellen Partei, hat dafür gesorgt, dass in KL einen Tag lang nur wenig ging.

Aber mal wieder der Reihe nach: Für mich gab es keinen Grund zu protestieren. Denn die Ankunft in KL (die coole englische Abkürzung, die hier jeder verwendet, die sich in unserer deutschen Sprache ziemlich doof anhört – wie so vieles) verlief reibungslos. Im beschaulichen Cherating, welches ich irrtümlicherweise im letzten Beitrag immer „Cheraling“ genannt habe, fuhr nach einer Wartezeit von nur fünf Minuten sogar ein Direktbus nach KL.

Paul aus Newcastle, der einige Tage zuvor bereits ein paar Tage in KL verbracht hatte, folgte ich auf seine Empfehlung hin in Suzie`s Guesthouse in Chinatown. Ein sehr sauberes Guesthouse mit netten Leuten aus den verschiedensten Ländern, die ich trotz ihrer unterschiedlichsten Herkunftsländer bestens verstehen konnte – und Dirk und Jaqueline aus Dresden, auf die letzteres nicht immer zutraf ;-) Ich machte mich sofort auf, die Stadt zu erkunden und wollte sicher gehen, das Highlight nicht zu verpassen. Ich marschierte direkt zu den Petronas Towern, die zweifelsohne sehr eindrucksvoll und auch sehr groß und schön beleuchtet sind. Nach einiger Zeit bin ich dann auch wieder los, weil umgehauen hat mich das nicht.

Denn um auf die Verbindungsbrücke zu gehen, muss man sich teilweise auf Wartezeiten bis zu einem Tag einstellen. Dann ist die Brücke auch lediglich im 41. Stock. Marina Bay Sands war ja immerhin in dem 51. Stock und es gab noch einige Gebäude, die ich von da aus betrachten konnte. ABGEHAKT!

Ich beließ es also bei diesem Gang und folgte meinem Magen zu einem der Foodcourts in Chinatown. Nach dem Dinner klärten wir noch schnell  Pauls Frage, ob man in Deutschland drei Bier wirklich mit Daumen-, Zeige- und Mittelfinger anzeigt und nicht zusätzlich mit dem Ringfinger, statt des Daumens, bestellt. Denn bis dahin hatte ihn der Film „Inglourious Basterds“ stets zweifeln lassen, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass man drei Bier in Deutschland „so f*** stupid“ bestellt. Und dann erst, nach etwa 15 Minuten, fiel mir auf, dass die komplette Best-Of-Platte von Modern Talking der Musikanlage zu schaffen machte. Den anderen, zumeist chinesisch stämmigen Gästen, war es aber offensichtlich eine angenehme Hintergrundmusik. Ich fragte nach der Rechnung noch bevor Paul aufgegessen hatte...

(Foto: Bei Regen verkriechen sich die Moppedfahrer in jede verfügbare Ecke.)

Am Freitag klapperte ich einige weitere Sights ab. Die Stadt hinterließ bei mir dreierlei Eindrücke der Verwunderung: 1. Entweder war ich blind und ungeduldig, es war ein riesen Zufall oder ich habe die Ampeln nicht kapiert, aber ich habe in der gesamten Zeit NICHT EINE grüne Fußgängerampel gesehen. 2. Die Anzeigetafeln der Bahnen haben nicht nur minutengenau die erwartete Ankunftszeit angezeigt, sondern sekundengenau! Und 3. Die Züge hatten KEINEN Fahrer...
Was mich aber am meisten beängstigte war die Tatsache, dass mich ein netter Malaye in der Bahn darauf hinwies, dass am Samstag heftige Proteste in der Stadt erwartet werden und die gesamte Innenstadt wahrscheinlich abgeriegelt werden würde. Der Bahnverkehr würde ebenfalls mit starken Einschränkungen rechnen müssen. Ich sollte das bei meiner Reiseplanung doch lieber berücksichtigen. Daraufhin buchte ich ein Busticket für Samstagabend für einen Nachtbus nach Kuala Terrengganu, um von dort auf die Perhentian Islands zu fahren.

(Foto: Daniel an der nationalen Moschee in "KL")

Als ich am Samstagmorgen vor die Tür des Hostels trat, wusste ich in etwa, was mir der Mann am Tag zuvor sagen wollte: Wo gestern noch reger Verkehr plus ein ganz normales Hupkonzert herrschte, wehte heute der berühmte Heuballen durch die Straßen, der ja nun als Sinnbild für Einsamkeit und die Ruhe vor dem Sturm gilt. Wo es mir gestern noch unmöglich war die sechsspurige Straße zu überqueren, konnte ich auf jener heute gemütlich entlang marschieren – ein witziges Gefühl. Die Proteste waren anscheinend nicht sehr gewaltsam, die Umstände für mich allerdings schon. Ich musste mit einen der ersten U-Bahn-Züge zum „ZOB“ fahren und mich wirklich gewaltsam in einen der Waggons pressen. Zu viele Menschen für einen Zug mit drei Waggons, von denen in einem nur Frauen der Zutritt gestattet war. Gut, dass der Malaye an sich nicht allzu kräftig und groß gebaut ist :-)

(Foto: Als Fußballer ein tolles Gefühl - Daniel alleine im "Stadium Merdeka")

Neues von den Perhentian Island und wie es danach weiter geht, gibt’s dann Ende der Woche von mir. Bis dahin...

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