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Provinzpopularität...

Sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen, ständig für Fotos posieren und ein verständnisvolles Lächeln parat haben, all das sind Dinge, über die sich ein Promi ständig Gedanken machen muss, wenn er einen Fuß vor die Tür setzt. Eine witzige Erfahrung selber mal in dieser Situation zu sein. Der Besuch in der Universitätsstadt Songkhla ging nämlich mit genau diesem Phänomen einher. Selbst in der Hauptsaison verirren sich nicht sonderlich viele Touristen in diese beschauliche Stadt im Schatten der 20 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Hat Yai, in der Nebensaison erst recht nicht.

Am Abend meiner Ankunft schlenderte ich durch die nächtliche Leere und stoppte ganz zufällig vor einer Bar, vor der acht scheinbar gelangweilte Damen einen lockeren Plausch hielten. Blendend umsorgt, genoß ich mein Tom Yam und mein Tiger Bier. Ich bestellte mein zweites bei Pipi an der Bar, während ich mit Kak eine Runde Pool spielte (kein Scherz J) Mädels schenkten mir hier ein Lächeln, dort ein schüchternes „auf den Boden gucken“, die Jungs hingegen immer wieder nur ein „strong, strong“.

Als ich am darauffolgenden Tag auch noch die blonden und groß gewachsenen Kim und Lars aus Dänemark am Strand traf, stand Songkhla Kopf. Einer indonesischen Reisegruppe mussten wir 10 Minuten für Fotos zur Verfügung stehen und wir frotzelten, uns ab sofort nur noch mit Brad, Justin und Johnny vorzustellen. Dem Ganzen setzte nur noch der abendliche Besuch im einzigen Nachtclub der Stadt die Krone auf. Im Zeez versuchten wir die Damen von den Herrendamen, Ladyboys und wie man sie noch so nennt, zu unterscheiden und konnten uns vor „versteckten Brührungen“ kaum retten, die „der Mutigen“ mit einem lautstarken Kichern, der drum herum stehenden Freundinnen, anerkennend quittiert wurde.

Am nächsten Morgen ging der Wecker sehr früh, da ich mich weiter Richtung Norden aufmachen wollte. Zu früh, denn erst am Bushof von Hat Yai wies mich die Dame vom Schalter daraufhin, dass es erst 10:30 Uhr und nicht 11:30 Uhr ist. Ich war also schon den dritten Tag in Thailand und hatte immer noch Malaysia auf der Uhr – tztz.

Die lange Tour nach Krabi meisterte ich mit meiner errungenen Minibuserfahrung spielend und checkte in den späten Abendstunden bei Mak ein. Diesen Abend war mit dem erlittenen Schlafdefizit der vorangegangenen Nacht, mit mir nicht viel anzufangen. Umso früher trieb es mich am nächsten Morgen nach draußen, um meinen Weg nach Ton Sai Beach, nach einer Empfehlung einer der besten Plätze zum Klettern, via Boot-Taxi zu bestreiten. Ebenso schnell machte ich auf dem Absatz kehrt, denn draußen machten sich zum ersten Mal auf meiner Reise dunkle Regenwolken breit. Getreu dem Motto „Bei Regen sollst du deinen Körper pflegen“ war ein Alternativprogramm schnell geschustert. Einen einstündigen Morgenlauf mit einer Fast-Dehydrierung, einen dringend notwenigen Haarschnitt (Für den dreizehn-Wochen-Matte-Cut zahlte ich auch prompt 100 statt der geforderten 80 Bhat) und eine der berühmten Thaimassagen, gönnte ich meinem Körper nach bereits vier Wochen meiner Reise.

Gewappnet für große Taten schwang ich mich in den Bus nach Phuket, wo ich mich nahe des Airports am Sirinath Nationalpark rauswerfen lies. Auf der Suche nach dem verlassenen Strand, den ich bei Google Maps lokalisiert hatte, begegnete ich leider zu vielen Menschen, um diesen Strand noch verlassen nennen zu können. Trotzdessen zündelte ich in aller Cast-away-Manier an meiner just erbauten Feuerstelle, um das Wasser für meine Instant Nudeln in meinem kleinen Kochtopf zu erwärmen. Diesen hatte ich zusammen mit einer farbenprächtigen Abdeckplane in Krabi erwerben können. Aus dieser und meinem mitgebrachten Moskitonetz bastelte ich mir im Schein der schwindenden Sonne mein Nachtquartier. Die Helligkeit wich der Dunkelheit. Mit dieser verschwanden auch die vielen Menschen und hunderte von Krebsen verschiedenster Größen nahmen den Strand mit Ihrem regen Treiben in Beschlag. Aus einer ruhigen, sternenklaren und warmen Nacht weckte mich ein Krebs der kleineren Sorte, der sich in meinen kleinen Nachtkokon geschlichen hatte und den ich mit meinem Kochtopf einfing. Beim morgendlichen Frühstück habe ich ihn leider im Kochgeschirr belassen. Das kochende Wasser hat er komischerweise nicht überlebt…

Jetzt bin ich in Phuket Town angekommen und teile mir meinen Dormroom mit Uli aus Hamburg Poppenbüttel – endlich wieder ein Stück Heimat. Gemeinsam machen wir uns morgen auf, die schönste Insel Thailands zu erkunden und nehmen morgen früh Kurs Ko Phi Phi. Bis dahin…


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