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Schietwedder den ganzen Tag…

Bewölkt aber immer noch schön - Ko Pha Ngan

Den Hamburger Sommer bekam ich, zumindest niederschlagsmäßig, das erste Mal zu spüren. Auf meinem Weg nach Ranong, regnete es tatsächlich von morgens bis abends durchgehend.

Den Hamburger Sommer bekam ich, zumindest niederschlagsmäßig, das erste Mal zu spüren. Auf meinem Weg nach Ranong, regnete es tatsächlich von morgens bis abends durchgehend.

Diese Tatsache erzeugte bei mir große Sorge, denn schließlich sollte mein Abstecher in die Grenzstadt Ranong nur von kurzer Dauer sein. Der Grenzübertritt nach Myanmar erfolgt an dieser Stelle nämlich per Boot und so befürchtete ich wegen des Dauerregens, einen sehr unangenehmen und feuchten Visarun, um mein Visum um weitere 15 Tage zu verlängern. Dass meine Planung doch schon viel früher ein schnelles Ende finden sollte, war mir hier noch nicht bewusst. Ich hatte nämlich den günstigen, aber auch den besonders langsamen Bus erwischt und aus den dreieinhalb Stunden, die laut Reiseführer Usus sein sollten, schob sich der Bus geschlagene sechseinhalb Stunden durch die bergige Phang-Nga Provinz nach Ranong. Da ich aber sehr früh gestartet bin, zeigten die Zeiger meiner Digitaluhr gerade mal 15:30 Uhr an und gaben mir berechtigterweise Hoffnung den Visarun noch am selben Tage abhandeln zu können. Doch auch die beste Uhr kann nicht erwirken, dass burmesische Grenzer auf ihren frühen sonntäglichen Feierabend meinetwegen verzichten.

(Foto: Der sah so alt aus, da hab ich ihn nur gefüttert und nicht geritten)

Ich checkte in einer Bahnhofsklitsche ein und bereitete mich mit meinem Pass, einer Kopie des selbigen und 10 US-Dollar auf den Visarun am nächsten Morgen vor. Unser Boot, das ca. 20 Touris für den Grenzsprung transportierte, wurde durch das thailändische Militär bei der Aus- und Einreise einer flüchtigen Kontrolle unterzogen. Einen ordentliche Portion Respekt zolle ich ausländischen Grenzern immer, aber mal ehrlich – wie viel Respekt hat man denn noch vor einem 18-jährigen Beamten, der zu seinem Flecktarn-Anzug Chucks trägt? Ähnlich verhielt es sich mit dem burmesischen Beamten, der barfuß hinter seinem Minipult auf einem Holzschemel kauernd, jedem der 20 Pässe mindestens fünf Stempel verpasste. Meine Respektsskala stieg aber sowas von rapide wieder auf Maximalwert an, als jener sich plötzlich über die 1997er-fünf-Dollarnote echauffierte und unmissverständliche Anzeichen machte, diese nicht anzunehmen. Zum Glück halfen mir vier Kanadier aus der Patsche, indem sie ihre scheinbar druckfrische 50-Dollarnote auf das Pult schoben, der Beamte nach eingängiger Prüfung des Scheines ein bestätigendes Nicken äußerte und das Boot danach wieder thailändisches Hoheitsgebiet ansteuern konnte.

Foto: Wir sind die coolsten, wenn wir cruisen - Rollertour auf Ko Pha Ngan

Das Visum ist verlängert und die weiteren Transportbemühungen schwemmten mich bis zum Abend via Bus und Fähre bis nach Ko Pha Ngan, wo ich Uli wieder getroffen habe. Diese Insel ist bekannt für die wildesten Full-Moon-Partys, die mehrmals im Jahr die Massen auf diese Insel schwemmen. Nicht schwer zu erraten, dass der Mond die Termine für diese Partys bedingt. Da in den Tagen unseres Aufenthaltes aber weder Voll-, Halb-, oder Blackmoon auf dem Mondkalender steht, blieben die zahlreichen Geschäfte, die vornehmlich neonfarbende Kleidung, Alkohol oder die obligatorischen Thai-Massagen anbieten, weitestgehend arbeitslos. Ebenfalls beschäftigungslos blieben die kleinen Arztpraxen, die medizinische und psychologische Behandlungen gegen Bezahlung bereitstellen.

Foto: So wird an den Strassen-Imbissen gekocht - noch hat mein Magen nichts dagegen gehabt

Einhergehend mit dem boomenden Geschäft mit pflanzlichen und chemischen Drogen, die auf diesen festivalähnlichen Massenstrandveranstaltungen unter der Hand verkauft werden, sind diese Leistungen während dieser Tage scheinbar ähnlich gut nachgefragt. Abgesehen von der rasanten Inselerkundung per Roller und unser „Elbchecker“-Dusche (siehe Foto), die die passende Bezeichnung für uns Hamburger trägt, konnten wir dieser Insel auch nicht die absoluten Highlights abgewinnen.

Foto: Die Elb-Checker Dusche von Panasonic - etwas für einen richtigen Hamburger

Bleibt nur eines, Flucht nach vorne und auf die nächste Insel hoppen. Ko Tao ist das Taucherparadies und eine traumhafter Ort, um die vorhandene Tauchlizenz zu erweitern. Ob diese Insel mich von den Flossen haut, das gibt es im nächsten Blog zu lesen. Bis dahin…

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