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Singapur Ade...

Tolle Kulisse Marina Bay Sands bei Sonnenuntzergang - Aufgenommen vom Marina Barrage.

Meine Zeit in Singapur neigt sich so langsam dem Ende zu. Zeit für ein kleines Resümee. Eines, für diese Stadt, eigentlich zu langen Aufenthaltes. Denn ehrlich gesagt war ich in der bevorzugten Lage, kein Geld für eine Unterkunft ausgeben zu müssen. Für Traveller, die einen Hotel- oder Hostelaufenthalt von ihrer Reisekasse bezahlen müssen, die müssen sich, gerade zu Messezeiten, ganz schön umgucken. Es ist ja nicht so, dass man bei den Kosten für das tägliche Leben spart, was man an Unterkunftskosten mehr ausgibt. Wenn man jedoch weiß, wo man Geld aus dem Fenster wirft und wo man es sparen kann, dann kommt man mit einem Budget von 30 Euro pro Tag ganz gut zurecht (Verpflegung, Sightseeing, Transport). Ganz großes Lob an Kel, der mir hier tolle Einblicke, vor allem in die kulinarische Welt Singapurs gegeben hat. Deswegen fasse ich hier zunächst meine persönlichen kulinarischen Highlights zusammen:

Das erste und von mir auch am häufigsten wahrgenommene Highlight, ist das Essen an den verschiedenen Foodcourts, die meist in den Barmbeks, Stellingens und Harburgs von Singapur, also etwas außerhalb der touristischen Innenstadt angesiedelt sind. Hier reihen sich zwischen 25 und 60 kleine vier bis fünf Quadratmeter große Stände, die zugleich Küche, Verkaufsraum und Lager sind. Zum Bestellen drängen sich die Menschen von 9 Uhr morgens bis manchmal 3 Uhr in der Nacht und kombinieren ihre Lieblingsspeisen miteinander. Zwischen 1,50 Euro und 3 Euro ist man hier gerne bereit zu zahlen. So erhält eigentlich alles von dem, was ich bestellte habe oder mir empfohlen wurde, das Prädikat "ausgesprochen lecker"! Ganz weit vorne die Dumplings, dicht gefolgt vom pikanten Chicken Curry.
Sehr traditionell in Südostasien sind die "King and Queen of fruits" - Durian und Mangosteens. Zwei Früchte wie sie vom Geschmack her unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Durian ist ohne Hilfsmittel gar nicht zu öffnen. Dem Geruch nach zu urteilen, hätte ich da auch gerne Abstand von genommen. Diese Frucht einmal zu probieren konnte ich Kel jedoch nicht abschlagen...So musste ich dem Gastank trotzen, der doch sehr stark an vergammelte Zwiebel erinnert. Ich konnte mich zu genau zwei Bissen durchringen - mehr war einfach nicht machbar. Die Mangosteen hingegen sind leicht zu öffnen und schmecken ähnlich wie eine Lychee.
Die schlechteste aller kulinarischen Erlebnisse hatte ich allerdings bei Baking Mum. Die haben tatsächlich versucht Franzbrötchen zu kopieren und durch die Zugabe von fettigen Schokoladen- und Fruchtsoßen zu verfeinern - da musste ich mich zurückhalten, nicht zu pöbeln wenn eine Hamburger Tradition mit aller Dreistigkeit mit Füßen getreten wird.

Fotos von Daniels bisherigem Aufenthalt in Singapur

In Singapur gesehen haben sollte man die Plätze um das Reservior im Stadtzentrum, mit dem Marina Bay Sands (Schiff auf drei Türmen) dem Theater, dem Merlion, der Helix-Brücke und der riesigen schwimmenden Bühne. Ein Muss bei Sonnenuntergang ist die Schleusenanlage Marina Barrage, von wo man einen perfekten Blick über die beleuchtete Stadt hat. Als Hamburger ist ein Besuch im Rotlichtviertel von Singapur natürlich ein Pflichtverantaltung ;-) Unterteilt nach Herkunft stehen die Prostituierten in den verschiedenen Straßenzügen. Auffällig und ähnlich aufdringlich, wie ihre Kolleginnen am Hans-Albers-Platz, stehen solche, die ihrer Arbeit offensichtlich rechtmäßig nachgehen. Weniger auffällig und versteckt in den Hinterhöfen und Gassen, versuchen jene auf sich aufmerksam zu machen, in deren Pass wohl weder ein Einreisestempel, noch mindestens das Geburtsjahr 1993 erscheint. Vor einer Reihe kleiner Baracken sitzen außerdem noch schmierige Zuhälter auf ihren Carrefour-Campingstühlen und versuchen Kundschaft zur Ausstellung zu locken. Ähnlich wie in der Herbertstraße werden die Prostituierten nämlich hinter einer Glasscheibe zur Schau gestellt. Allerdings sind die Damen wie Vieh mit Nummern versehen und können dann, nach ausreichender Begutachtung, von den Freiern aufgerufen werden. Preisanfragen gehen natürlich nur über den Zuhälter. Witzigerweise hatte eine der Baracken eine leuchtende 36 neben der Eingangstür. Mit der namensverwandten großen Freiheit, hatte das hier allerdings wenig zu tun. Spaßeshalber fragte ein asiatischer Kumpel nach dem Preis, den er und den ich für die gleiche Frau bezahlen müssten. Mit der Begründung "because of the size" hätte ich tatsächlich 20 Dollar mehr berappen müssen. Welche "Size" auch immer er meinte...
Ein Highlight ist mir noch in guter Erinnerung geblieben. Das Drachenbootrennen der Michael Stich Stiftung ist ja noch gar nicht so lange her. Ich durfte am wöchentlichen Drachenboottraining von Kels Team teilnehmen. Es sei nur so viel gesagt: Hab mir ein bißchen was abgeguckt. Im nächsten Jahr trainiere ich zusammen mit unserem Coach Ralf die Radio Hamburg Alsterfighter und dann kann das East Hotel einpacken :-)

Als nächstes mache ich mich auf den Weg nach Malaysia auf die Insel Tioman. Was mich dort erwartet lesen Sie beim nächsten mal...

Schöne Grüße

Daniel

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