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WATTwanderung in Bangkok…

Das Wort Wattwanderung bekommt dieser Tage eine besonders paradoxe Bedeutung. Findet eine Wattwanderung, so wie wir Norddeutschen sie kennen, doch stets bei niedriger Tide statt. Davon ist Bangkok derzeit jedoch weit entfernt. Auch wenn es die Hauptstadt noch nicht so arg erwischt hat wie die nördlichen Provinzen, kann ich doch deutlich sehen, dass der Mae Nam Chao Phraya weit über seinem normalen Pegel steht. Märkte und Läden in unmittelbarer Ufernähe werden von den Besitzern und Händlern mit hochgekrempelten Hosenbeinen weiter betrieben.

 

Weltreise

Entferntere Läden, Banken, Botschaften und Bürogebäude können nur nach Überquerung eines Sandsackwalls betreten werden. Bei meiner Abreise am vergangenen Mittwoch musste ich feststellen, dass der Fluß die Sandsackbarrikaden teilweise überschritten hat und ich hoffe, dass das der höchste Pegelstand gewesen ist und das Wasser nun fluchs in Richtung Ozean abfließt.

Was mich zu der WATwanderung zurück bringt. Wat ist nämlich das thailändische Wort für Tempel. Nachdem ich bei meinem ersten Bangkokbesuch im August die berüchtigte Khao San Road, den Party- und Touristenbezirk Bangkoks bereits kennengelernt hatte, widmete ich mich bei meinem Wiederholungsbesuch diesmal dem Kulturprogramm dieses WATtenmeers - Denn Tempel gibt es hier wie Sand an selbigem.

Nach über fünf Wochen in Thailand habe ich wirklich viele Tempel gesehen und ich beschloß diesem Überangebot nicht vollständig nachzukommen, sondern mir einen der Größten und den Höchsten raus zu picken. Zur Überbrückung der Distanzen mietete ich mir ein „Stadtrad“ – hier allerdings for free zu bekommen J

 

Weltreise
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Die drohenden Fluten und hohen Unterkunftskosten in Bangkok, verführten mich nach zwei Nächten in Bangkok mich bereits auf Weiterreise zu begeben. Die angenehm nahe Lage meines Guesthouses zum Hauptbahnhof Hua Lamphong beeinflußte meine Transportmittelwahl. Außerdem schwirrte die 12-Stunden-Busfahrt nach Bangkok immer noch in meinem Hinterkopf. Die Wartezeit in der Bahnhofshalle vertrieb ich mir solange mit Lesen bis sich die Bahnhofhalle „Flashmob-mäßig“ (Flashmob: plötzliche und abgesprochene Handlung möglichst vieler Teilnehmer, die an öffentlichen Orten einen Aufsehen bei allen Unbeteiligten hinterlassen soll) mit Klängen klassischer Musik füllte. Sehen sie selbst.

  

Wegen der überschwemmten Gebiete musste auch die Bahn auf eine etwas andere Route ausweichen und so zogen sich die nur 180 km über knapp sechs Stunden. Ein so notwendig gewordener nächtlicher Zwischenstop in Pak Chong erlaubte mir erst am Tag darauf, die Fahrt zu meinem eigentlichen Ziel, dem Khao Yai Nationalpark. Die wie üblich 10x so hohe Eintrittsgebühr gegenüber einem Einheimischen, hinterließ ich an dem Kassenhäuschen. Mich hinterließ die Dame in dem Häuschen mit der Eintrittskarte, dem Wechselgeld und einem Plan, der mir verdeutlichte, wie groß dieser Park eigentlich ist. Gleichzeitig lieferte mir das auch eine Erklärung für die komischen Blicke der Kassiererin – Hier kommt sonst keiner zu Fuß rein, schon gar nicht mit seinem ganzen Gepäck auf dem Rücken. Der kleine Tempel kurz hinter dem Eingang des Nationalparks, kam meinem notgedrungenden Vorhaben allerdings sehr gelegen. Jeder ankommende Wagen, hielt nämlich erstmal dort, um den Segen Buddhas zu erbeten. So fragte ich jeden Besucher mit einem Pick-up Wagen, selbstverständlich nach dem Beten, um eine Mitfahrgelegenheit. Erstaunt über den schnellen Erfolg ließ ich mich am Campingplatz rauswerfen und mich anschließend weiter von den verschiedensten Leuten durch den Park chauffieren. Ich war sicher, die Wasserfälle und Stromschnellen entlang eines Trekking Pfades zu sehen, hoffte insgeheim natürlich eher die hier freilaufenden Elefanten, die bunten Nashornvoegel, Affen und weitere Tiere zu sehen zu bekommen. Alles was ich auf dem matschigen Pfad entdeckte, waren riesige Schneisen, durchzogen von zahlreichen Elefantenfußspuren, die diese massiven Tiere auf dem Weg zum Fluß interlassen haben.

Weltreise

 

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Ob dieses Anblickes, war ich wohl doch ganz froh diesen grauen Riesen nicht alleine im Dschungel zu begegnen. So nahe, wie ich dem rutschig-matschigen Boden in einem Moment meiner Unachtsamkeit gekommen bin, wollte ich jenen Tieren, vor denen auf dem folgenden Bild gewarnt wird, aber auch nicht sein.

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Nach einem Abendessen mit einer netten thailändischen Familie und einer Nacht zwischen Rehen und Affen, perfektionierte ich meine Tramperskills und fand mit Wee und Natch nicht nur eine nette Mitfahrgelegenheit aus dem Park, sondern sogar bis in das 100 km entfernte Khorat.

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Von hier wirds mich in das Angkor Wat Thailands verschlagen, das dem bekannteren Original in Nichts nachstehen soll. Ob es stimmt und was in meiner letzten Thailandwoche noch alles passiert gibt es natürlich bald. Bis dahin…

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