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Radio Hamburg

Tag 2 - 24.01.2012

Anke, Zigarette, Nichtraucherin, Fingernagel im Mund

Ich komme nach einem Mittagessen-to-go vom Döner-Imbiss nach Hause und stelle ein ganz neues Problem fest.

Nachdem sich dieser Döner (fleischig, saftig, üppig und sehr lecker) in meinen Magen verabschiedet hat, sind gerade einmal zehn Minuten vergangen und ich könnte schon wieder etwas essen. Nicht weil ich immer noch oder schon wieder Hunger habe, sondern weil Essen eine Beschäftigung ist, die von dem möglichen Gedanken an eine Zigarette ablenkt. Ob das bescheuert ist? Ziemlich, aber genau so ist es. Ich entscheide mich für einen Becher Joghurt und lasse es gut sein. Denn ich will Nichtraucherin sein, aber eine die noch durch eine Tür passt.

Meine Gedanken kreisen seit Kurzem ziemlich oft. Zum Beispiel um die Frage, wo die Logik bleibt. Die Logik bei der Tatsache, dass ich eigentlich nichts machen, nur etwas lassen muss und genau das ist in manchen Moment gar nicht so einfach. Also nächste Frage: was ist einfach für einen Raucher der aufhören will? Das Beste ist Ablenkung, einfach nicht an die Zigarette denken. Das funktioniert in der Theorie, in der Praxis leider nicht. Seitdem von mir der erste Satz kam “Ich höre mit dem Rauchen auf” hörten auch die Fragen und Kommentare nicht mehr auf. Freunde, Kollegen, die Familie, jeder hat etwas dazu zu sagen oder hat Fragen. “Und? Wie ist das mit den Nadeln in Deinem Ohr? Hilft’s?”, “Hast Du noch manchmal Lust auf eine Zigarette?”, “Wie lange rauchst Du jetzt nicht?”, “Aber was machst Du denn wenn Du Lust auf eine Zigarette hast?”. Am liebsten würde ich all diesen Fragen mit einer einzigen Antwort begegnen. Und die lautet: “Themawechsel”. Ich will nicht ans Rauchen denken, also auch nicht darüber reden. Problem: ich arbeite beim RADIO! Nicht reden: is’ nicht!

Ach ja, es gibt noch eine weitere Frage, die ich in letzter Zeit oft höre: “Wie geht’s Dir?”. Dabei hat Kollegin Karen Motzke aus der Redaktion einen wunderschön sorgenvollen, fast mütterlichen Ausdruck in ihren Augen. Mir geht es gut, aber das schwankt. Seit der ersten Nacht fühle ich mich innerlich nervös und unruhig, und daran ist nicht der Nikotinentzug schuld, sondern die eine Stunde Schlaf die ich hatte. Ich bin Bauchschläfer und mit den Nadeln in meinem Ohr habe ich mich nicht getraut, mich auf den Bauch zu legen, den Kopf und das Ohr seitlich nach links oder rechts direkt auf der Matratze liegend. Theoretisch ist das kein Problem, aber praktisch funktioniert das bei mir nicht. Nur wenn ich auf dem Rücken liege und der Kopf nach oben zur Decke zeigt, fühle ich mich wohl mit diesen Nadeln, aber einschlafen kann ich so nicht. Zumindest war das die erste Nacht so. Wenn sich das jetzt heute wiederholt, kommen mir echte Zweifel wie das Projekt “Akupunktur” erfolgreich weiter gehen soll. Ich werde heute mal meine Heilpraktikerin anrufen. Hoffentlich hat die nicht so viele Fragen, sondern lieber ein paar Antworten!