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Radio Hamburg

Tag 58 - 22.03.2012

RHH - Expired Image

Mein Nichtraucherblog war vor wenigen Wochen noch so etwas wie „mein bester Freund mit dem ich über alles reden konnte“.

Jetzt ist es wie zwischen alten Freunden, die sich nicht mehr so oft sehen wie früher und sich nicht mehr viel zu sagen haben. Menschen gehen zum Frisör und lassen sich die Haare schneiden. Danach gucken sie sich in den ersten Tagen in jedem Spiegel an, irgendwann nicht mehr. Wer sich ein neues Auto kauft, fährt es anfangs wie ein rohes Ei und nach ein paar Wochen ist es einfach nur noch ein Auto.

Anfangs war das noch ständig in meinem Bewusstsein, dass ich jetzt Nichtraucherin bin. Jetzt bin ich es immer noch, aber unbewusst. So sehr ist das inzwischen schon Normalität und Alltag. Wenn ich allerdings an eine Zigarette denke, dann empfinde ich immer noch Neugier und den Wunsch sie zu „probieren“. Um wieder mit einem Vergleich zu kommen: ich würde gerne als Fliege das Spinnennetz umfliegen, nur um zu sehen was passiert. Schön doof, ich weiß. Eigentlich habe ich auch ganz andere Sorgen. Ich arbeite jetzt mehrmals die Woche gegen die Konsequenzen meiner Fressattacken an. Zu viele Franzbrötchen, zu viel Cola aus der Dose, Schokolade, Currywurst und Döner!

Das alles war in meinen ersten schweren Wochen der Zigaretten-Ersatz. Jetzt mache ich zuhause ein Bauch-Beine-Po-Workout und laufe inzwischen nur noch jeden zweiten Tag mit Muskelkater durch die Weltgeschichte. Ich bin einfach überhaupt kein Sport liebender Mensch, aber ich will ab Hüfte abwärts meine alte Figur zurück.

Hätte ich doch einfach nie mit dem Rauchen angefangen, dann hätte ich jetzt diese ganzen kleinen Sorgen nicht. Zu spät! Aber allen Rauchern kann ich sagen: zum Aufhören ist es definitiv nie zu spät. Also gleich anfangen… mit dem Aufhören!

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