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Angst im öffentlichen Nahverkehr

Anja Hajduk im Interview

Verkehrssenatorin Anja Hajduk kann die Angst der Hamburger nachvollziehen.

Bei über 70 % der Hamburger fährt die Angst mit. Die Verkehrssenatorin dazu.

Seit den Gewalttaten in Bus und Bahn hier in Hamburg fährt bei vielen Hamburgern die Angst mit, wenn sie im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind.
Die vergangene Woche veröffentlichte repräsentative Studie von trend research im Auftrag von Radio Hamburg und Oldie 95 belegt, dass sich mehr als 70 Prozent der Hamburger unsicher fühlen. Seit einer Woche geben die Verantwortlichen, Hochbahn-Chef Günter Elste und S-Bahn-Chef Kay Uwe Arneke, keine persönliche Antwort auf die Frage, ob sie bereit sind, mehr Geld in die Sicherheit der Hamburger zu investieren.

Die zuständige Verkehrssenatorin Anja Hajduk hat sich inzwischen zu Wort gemeldet, sie kann die Ängste der Hamburger verstehen und sagt im Radio Hamburg Interview:

"Ich denke, dass die Frage Sicherheitsgefühl natürlich beeinflusst wird bei den Menschen, wenn Sie von so schrecklichen Verbrechen lesen und die auch tatsächliche stattgefunden haben, mit so einem tragischen Ausgang, dass ein junger Mensch zu Tode kommt. Wir achten sehr darauf, auch als Verantwortliche für den öffentlichen Nahverkehr, was können wir machen, damit die Menschen sich sicher fühlen und auch sicher sind."

An den Wochenenden fährt nachts seit dem vergangenen Jahr auch mehr Sicherheitspersonal mit. Nur nicht abends unter der Woche. Mit einem Mehraufwand von nur rund 5 Millionen Euro pro Jahr könnte sich das ändern. Das sind die Kosten für je zwei Sicherheitsleute auf allen U- und S-Bahnsteigen täglich in den Abendstunden.

Anja Hajduk zur Kostenfrage:

"Also 5 Millionen Betriebsmittel sind eine Menge Geld. Wir haben in der heutigen Haushaltsdebatte (am 16. Juni 2010, Anm. d. Red.) zu besprechen gehabt, dass wir vor großen Einsparungen im gesamten Haushalt stehen. Deswegen muss man zusätzliche Mittel sehr gezielt einsetzen. Und wir haben jetzt [...] ein Kostenvolumen von 5 Millionen Euro. Das mal einfach zu verdoppeln, das ist nicht ganz so einfach."

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