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Medikamente teurer
Zuzahlung erhöht
Die Apotheken profitieren nicht von der Zuzahlungserhöhung bei Medikamenten.
Gesetzlich Versicherte müssen bei über 3.000 Medikamenten mehr zuzahlen.
Die Krankenkassen kassieren ab 1. September über die Apotheken mehr Zuzahlungen für Arzneimittel von ihren Patienten. Grund dafür sind neu festgelegte Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen. Statt 10.000 Medikamente, wie vor Jahresfrist, gibt es jetzt nur noch 5000 zahlungsbefreite Präparate. Für kranke Menschen können sich diese
Mehrausgaben ganz schön summieren, denn die Zuzahlungen betragen pro rezeptpflichtigem Arzneimittel zwischen fünf und zehn Euro. Die Apotheken haben davon nichts, denn die Gelder müssen abgeführt werden.
Am besten lassen Sie sich vom Apotheker Ihres Vertrauens beraten, welche Medikamenten von Zuzahlungen befreit sind oder Sie stöbern schon mal durch unsere Medikamenten-Liste, vom Verband deutscher ApothekerInnen zur Verfügung gestellt. Hier sehen Sie, ob Ihr Medikament von der Zuzahlung ausgeschlossen ist.
Auf einen Blick:
Wann muss ich eigentlich für ein Medikament nichts zahlen?
Die Vorgaben dafür liefert das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG). Zum einen muss das Medikament im Vergleich mit einem gleichwertigen Arzneimittel, das den gleichen Wirkstoff enthält, im Preis wesentlich günstiger sein. Das bedeutet, es muss mindestens 30 Prozent unter dem Erstattungshöchstbetrag liegen. Zusätzlich muss das Präparat auch noch so preiswert sein, dass auch die Krankenkasse trotz der wegfallenden Zuzahlung von Ihnen entlastet wird. Also schwieriges ein Jonglieren von Zahlen zwischen Hersteller, Kasse und Verbraucher.



