Heute: Omegawetterlage
Hochs in die Zange genommen Die Omega-Wetterlage
Foto: Wetterspiegel
Momentan steht ganz Deutschland unter dem Einfluß einer Omega-Wetterlage. Das Bild zeigt die Wetterlage 2006 währen der Fußball-WM.
Momentan herrscht in Hamburg und ganz Deutschland eine Omega-Wetterlage. Was ist das?
Hamburg, 27.03.2012
Anke aus der Radio Hamburg Morning-Show hat unser aktuelles Wetter in Hamburg so anmoderiert: "Wir haben momentan mit Hoch 'Harry' eine „Omega-Wetterlage“. Das bedeutet: ein langanhaltendes, sehr starkes Hochdruckgebiet, das über Tage jegliche Tiefs fernhält. Deswegen ist das heute auch schon der sechste, schöne Frühlingstag in Folge." Klingt gut, aber was ist das genau - eine Omega-Wetterlage? Frank Böttcher aus unserem Wetterexperten-Team erklärt es uns und Ihnen ganz genau.
Hochs werden in die Zange genommen
"Das Omega ähnelt in seiner Form einer Blase, die am unteren Ende von zwei kleinen Keilen zusammen gedrückt wird. Ab und zu taucht dieser Begriff bei der Beschreibung der Wetterlage auf. Von einer Omega-Lage ist da zu lesen. Man muss bei dieser Wetter jedoch nicht damit rechnen, dass es plötzlich Omega3-Fettsäuren regnet, die für unseren Körper zwar nötig, aber als Niederschlag sehr lästig wären. Die Omegalagen beschreiben vielmehr eine stabile Wetterlage, bei der das Hoch im Zentrum des Omegas sitzt. Links davon (im Westen) und rechts davon (im Osten) liegen Tiefdruckgebiete, die das Hoch gleichsam in die Zange nehmen. Diese Lage ist recht stabil. Grund ist auf der einen Seite die Warmluftzufuhr auf der Westseite und die Kaltluftzufuhr auf der Ostseite des Hochs. In weitem Bogen werden dabei Tiefausläufer um das Hoch herum geführt. Dabei stellt sich im Zentrum der Omegalage im Sommerhalbjahr oft eine längere sonnige und trockene Witterung ein, die durchaus mehrere Wochen anhalten kann. Oft gehen diese lagen zu Ende, in dem sich das Hoch langsam nach Süden oder Südosten verlagert und von Nordwesten her 'angenagt' wird.“
Omega-Wetterlage auch ohne Sonne möglich
Eine Sonnen-Garantie gibt es allerdings für diese Wetterlage nicht. Ob die Sonne bei uns in Hamburg oder Deutschland von einem wolkenlosen Himmel scheint, hängt von der Jahreszeit ab. Auch bei der momentanen Omegalage sind Nebel- und Hochnebelfelder in der ersten Tageshälfte weiterhin möglich.
| Übrigens: Eine besonders ausgeprägte Omega-Wetterlage hatten wir auch 2006 während des WM-Sommers, da war es wochenlang heiß und sonnig in ganz Deutschland. |
Frank Böttcher Unser Wetterexperte stellt sich vor
Wetterexperte Frank Böttcher klärt Sie und uns über die wichtigsten Fragen und Phänomene rund ums Wetter auf. Das qualifiziert ihn dazu...
Hamburg - Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation gehört, zum Beispiel wie unsere Anke aus der Radio Hamburg Morning-Show, zum Wetterexperten-Team bei Radio Hamburg. Täglich unterstützt er uns bei der genauesten Vorhersage des Wetters für Sie hier in Hamburg, damit Sie wissen, ob Sie mit Schirm, Schal oder Sonnenbrille morgens aus dem Haus gehen müssen. Nun wird er Ihnen und uns in loser Folge wichtige Wetterphänomene beantworten, Fragen klären und mit Wettermythen aufräumen. Ihnen brennt selbst eine Wetterfrage unter den Nägeln? Dann mailen Sie uns diese an online@radiohamburg.de, wir leiten diese dann an Frank Böttcher weiter und die Beantwortung finden Sie dann kurze Zeit später hier bei uns online beantwortet.
Oft fragt man sich, was einen Experten eigentlich wirklich zum Experten macht. Daher haben wir hier einmal die wichtigsten "Wetter-Stationen" des 1968 geborenen Frank Böttchers für Sie zusammengefasst.
Seit 2011: Mitglied des Beirates „Klimakommunikation“ der Hamburger Umweltbehörde
Seit 2010: Stellv. Vors. der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, Zweigverein Hamburg (Ehrenamt)
Seit 2010: Mitglied der Jury „Umweltschule in Europa“ und Mitglied der Jury „Klimasongcontest“ (Ehrenamt/Bildung)
Seit 2009: Bachpate Saselteich (Ehrenamt)
Seit 2008: Initiator „Klimabotschafter - Schüler werden Klimabeobachter“ (Bildung)
Seit 2007: Geschäftsführer des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation GmbH /Leiter WetterKontrollZentrum
Seit 2007: Wettermoderator für Hamburg1 Fernsehen (Medien)
Seit 2007: Mitglied im Vorstand der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, Zweigverein Hamburg (Ehrenamt)
Seit 2007: Mitglied IABM International Association of Broadcast Meteorology (Ehrenamt)
Seit 2007: Vorsitzender der Jury „Medienpreis für Meteorologie“ (Ehrenamt)
Seit 2006: Veranstalter des ExtremWetterKongress (Wissenschaft)
2006-2007: Geschäftsführer Sirvaluse Consulting GmbH (Usebility)
2006: Herausgeber und Chefredakteur WETTERmagazin (Verlag)
2006 bis 2007: Vorstand/Stell. Vors. Bundesverband Junger Unternehmer, Hamburg (Ehrenamt/Wirtschaft)
2001 bis 2006: Geschäftsführer NASA 3.0 GmbH (Multimedia)
2000 bis 2007: Geschäftsführer der Wetterspiegel.de GmbH (Wetterdienst)
1999: Start der Plattform wetterspiegel.de (Wetterdienst)
Deshalb ist es eisig Die Kältewelle im Norden
Foto: Mario Sturm
Eisige Temperaturen rund um die Alster.
Sibirische Kaltluft strömt zu uns in den Norden. Wir erklären Ihnen, warum die Kälte in Wellen zu uns schwappt.
Hamburg, 01.02.2012
Unser Wetterexperte Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation Hamburg erklärt Ihnen heute, warum uns die Kälte noch tagelang in ihrem eisigen Griff halten wird.
Die kommenden Tage werden beim Wetter eine echte Zitterpartie. Die sibirische Kaltluft hat es in sich und lässt die Temperaturen in den kommenden Tagen nachts auf -8 bis -13 Grad sinken. Auch tagsüber bleibt es frostig und wer will, kann die zunehmende Menge an Eisschollen auf der Elbe bewundern. Aber ist das für diese Jahreszeit normal und wie entstehen solche Frost-Schübe?
Frost kommt in Wellen zu uns
Sehr häufig gibt es im Winter mehrere Wellen, in denen Kaltluft zu uns kommt. Der erste Anlauf erfolgt oft Anfang Dezember und bleibt zum Weihnachtstauwetter, die zweite Kältewelle folgt dann oft zur Jahreswende und bleibt bis Mitte/Ende Januar. Diese beiden Winterwellen blieben in diesem Jahr aus. Die dritte Kältewelle beginnt häufig um den Monatswechsel Januar/Februar herum. Diese Kälteperioden bringen sehr häufig auch die niedrigsten Temperaturen des Jahres mit sich. Und so könnte es auch in diesem Jahr sein. Das wir bei der aktuellen Kältewelle bisher noch glimpflich davon gekommen sind, zeigen die tiefsten Werte, die je in Hamburg beobachtet wurden: Am 13. Februar 1940 sank das Thermometer auf -29,1 Grad. Bei solchen Werten wachsen die Eisdecken in der Stadt um gut zwei Zentimeter pro Tag. Im Moment ist es etwa 1cm pro Tag. Das ist zu wenig, um am Wochenende schon ohne Lebensgefahr auf den Teichen Schlittschuh zu laufen.
So schützen Sie sich vor der Kälte - Tipps in unserer Radio Hamburg-Umfrage
Hamburg wird weiß Schneegewitter erwartet
In den kommenden Tagen wird Schneegewitter in Hamburg erwartet, aber was ist das? Wir erklären es Ihnen!
Hamburg - Unser Wetterexperte Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation Hamburg erklärt Ihnen, wie es zu einem Schneegewitter kommt und was das überhaupt ist - Wetterphänomene einfach erklärt.
Große Temperaturunterschiede nötig
Bereits am Freitag (20.01.2012) erwarten wir für Hamburg einzelne Schneegewitter. Dieses Wetterphänomen ist bei uns eher selten. Zur Entstehung von Gewitter bedarf es großer Unterschiede der Temperatur in der Höhe und am Boden. Am Freitag erreicht uns in 5.500 Metern Höhe eine polare Luftmasse, in der die Temperaturen von -25 auf -38 Grad sinken. Gleichzeitig bleibt es am Boden bei Werten zwischen Null und 5 Grad relativ mild. Die so entstehenden Temperaturunterschiede führen dazu, dass die Luftmassen aus Bodennähe in hohe Schichten der Atmosphäre aufsteigen und gewaltige Wolkentürme bilden.
Riesige Wolkentürme bilden sich
Diese können so gewaltig sein, dass sich am Freitag sogar Gewitter bilden können. Bei Werten zwischen 0 und 2 Grad sind dann sogar seltene Schneegewitter in Hamburg möglich. Diese extrem starken Schneeschauer sind in der Lage binnen einer halben Stunde auch einmal 5 Zentimeter Schnee zu produzieren.
Im morgendlichen Berufsverkehr ist so ein Ereignis dann eher lästig. Lange wird die weiße Pracht nicht liegen bleiben. Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen tagsüber stets auf 4 bis 6 Grad.
Was bedeutet das? Meteorologischer Winteranfang
Am Donnerstag (01.12.2011) ist meteorologischer Winteranfang, aber warum gibt's die Unterteilung in meteorologisch und kalendarisch?
Hamburg - Unser Wetterexperte Frank Böttcher verrät Ihnen, warum wir eigentlich einen Unterschies zwischen kalendarischem und meteorologischem Winteranfang machen.
Jetzt ist es soweit. Für eine kleinen Teil der Bevölkerung hat jetzt der Winter begonnen. Der 1. Dezember ist für die Meteorologen der Tag, an dem sie mit der kalten Jahreszeit beginnen. Und das, obwohl jeder normale Mensch weiß, dass der Winter erst am 22. Dezember beginnt. Und da darf man schon mal fragen, wie es zu dieser seltsamen Aufteilung kommt. Die Meteorologen sind je tendenziell mathematisch begabt, häufig auch mal verbeamtet und in der Mehrzahl sorgfältig. Und so kommt es, dass sie lieber ganze Monate auswerten, als halbe oder zwei Drittel.
Seit Beginn der Messungen (in Hamburg seit 1891) berechnen Meteorologen Monatsmittel. Irgendwann, keiner weiß mehr genau wann, wurden dann die kalendarischen Jahreszeiten zu meteorlogischen Jahreszeiten. Seither beginnt mit dem 1. Dezember der Winter. Und ein schneereicher März gehört seitdem in den Frühling. Da die internationale Zusammenarbeit in keinem Bereich so erfolgreich ist, wie in der Meteorologie, gilt diese Regelung natürlich weltweit.
Winterstart deutlich zu mild
Der Beginn dieses Winters fällt in diesem Jahr deutlich zu mild aus. Die Tageswerte liegen etwa fünf Grad über den Normalwerten. Im Vergleich zum letzten Jahr fällt dieser Unterschied noch größer aus. In der Nacht zum 02.12.2010 lagen die Temperaturen bei -8 Grad. Und im gesamten Dezember gab es 21 Tage mit Dauerfrost und 29 Tage mit Nachfrost. Weihnachten lagen 18 Zentimeter Schnee, so viel, wie nie zuvor am Weihnachtsfest.
In den kommenden Tagen wird der Wind nun eine große Rolle spielen. Nach dem ruhigen November kommt nun ein stürmischer Witterungsabschnitt. Und dann kommen auch die ersten Schneeschauer zu uns. Ob es Weihnachten weiß wird? Das weiß auch kein noch so mathematisch begabter Meteorologe.
Angenehme 11 Grad Ist der November nicht zu warm?
Foto: Simone Hainz/pixelio
Die Temperaturen klettern momentan in die Höhe.
Wir sind ja fast versucht, den Wintermantel wieder in den Schrank zu hängen, denn das Thermometer klettert in Hamburg über 11 Grad.
Hamburg - Nicht, dass wir gerne bibbern, aber mit der Öffnung der Weihnachtsmärkte in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erwarten wir meist schon knackige Temperaturen, um uns richtig auf die Weihnachts- und Winterzeit einstellen zu können. Momentan sieht es aber eher nicht danach aus. Die Temperaturen klettern eher das Thermometer rauf, unsere Wetterexpertin Anke aus der Morning-Show prognostiziert für die nächsten Tage Temperaturen um die 11 Grad. Das klingt eher nach Frühling, denn nach Winter. Hat das auf die Natur irgendwelche Auswirkungen? Bekommen wir jetzt einen milden Winter oder ist das ungewöhnlich für diese Jahreszeit? Unser Wetterexperte Frank Böttcher vom Klima- und Kommunikationsforschungszentrum hier in Hamburg beantwortet es Ihnen:
11 Grad sind nicht ungewöhnlich
Es ist für Ende November tatsächlich nicht ungewöhnlich, dass die Temperaturen 11 Grad erreichen. Im Jahr 2009 wurden an einem 21. November sogar 15,9 Grad gemessen. Milde Tage sind im November meist mit Südwestwinden verbinden. Je stärker und länger anhaltend der Wind aus Südwest weht, umso höher steigen die Temperaturen. Aktuell ist der Monat November mit einer Abweichung von gerade mal 0,2 Grad völlig normal temperiert. Diese Wetterlagen im Herbst lassen allerdings keinen Rückschluss auf den bevorstehenden Winter zu.
Mangelnder Niederschlag ist bedenklich
Bemüht man die Statistik, dann ist ein milder Winter deutlich wahrscheinlicher, als ein kalter Winter. Mit Statistik allein, lässt sich eine Jahreszeit jedoch auch nicht vorhersagen. Sehr ungewöhnlich ist allerdings der mangelnde Niederschlag. Seit vier Wochen hat es in Hamburg nicht geregnet. In ganz Deutschland und im Alpenraum ist im November fast durchweg noch kein Regen gefallen. Auf der Zugspitze liegen nur 20 Zentimeter Schnee, der Rhein hat seine niedrigsten Pegel in diesem Jahr erreicht.
In den kommenden Tagen ist weder bei uns im Norden, noch in anderen Teilen Mitteleuropas mit einem Wintereinbruch zu rechnen.
Weiße Pracht in Hamburg Kann man Schnee voraussagen?
Der erste Schnee ist schwer vorherzusagen.
Wann kommt der erste Schnee? Wetterexperte Frank Böttcher erklärt Ihnen, welche Anzeichen es für einen kommenden Schnee- und Wintereinbruch gibt.
Hamburg - Die Antwort auf diese Frage verbinden ja nicht alle Menschen mit Glücksgefühlen. Wer allerdings eine Schneewette am Laufen hat und diese auch noch gewinnt, kann dem Schnee dann vielleicht trotzdem etwas Positives abgewinnen. Und um die Chancen der Wette zu verbessern, wäre natürlich die Information, wann der erste Schnee kommt, Gold wert.
Schnee ist unberechenbar und vom Hochnebel abhängig
Im Jahre 2010 fiel der erste Schnee schon am 20. Oktober. Morgens segelten riesige Flocke über weite Gebiete im Hamburger Westen. Unsere aktuelle Hochdrucklage ist jedoch so stabil, das weit und breit kein Schneefallgebiet in Sicht ist. Und doch kann es Schnee geben. Der Grund dafür ist im Hochnebel zu finden. Diese nur wenige Hundert Meter dicke Wolkendecke, die in diesem November oft träge über der Stadt liegt, kann für eine weiße Überraschung sorgen. Je weniger sich die aktuelle Luftmasse bewegt, um so kühler wird sie. Und da kühle Luft bekanntlich weniger Feuchtigkeit tragen kann als warme Luft, fällt die Überschüssige Feuchtigkeit nach und nach als Sprühregen heraus. Sinken die Temperaturen in der Hochnebeldecke aber auf Werte unter null Grad, dann kann sich auch einmal Schneegriesel einstellen. Die Schornsteine im Hafen können dann Schnee bringen. Sie transportieren kleinste Staubpartikel in den Hochnebel hinein, an denen sich die Eiskristalle festsetzten.
Und dann kommt plötzlich dieser Morgen, an dem dann ein zwei Stadtteile bei Werten um -1 Grad von einer dünnen Schneegrieseldecke überzogen sind. Das ist eine Art von Schnee, der in keinem Vorhersagemodell auftaucht und auf den zu wetten besonders riskant ist. Doch diese paar Flocken sind aktuell wahrscheinlicher, als ein großer Wintereinbruch mit richtig viel Schnee.
Im Herbst schwer vorherzusagen So entsteht Hochnebel
Foto: pixelio.de/Uschi Dreiucker
Im Herbst sehen wir ihn fast jeden Morgen: den Hochnebel. Aber wie entsteht er und warum ist er so schwer vorherzusagen?
Hamburg - Frank Böttcher aus dem Radio Hamburg Wetterexperten-Team zum Thema Hochnebel:
Der November ist meiner Meinung nach der 'Valium-Monat' der Meteorologie. Hektiker werden durch den ständigen Hochnebel ruhiger. Ruhige Menschen werden schläfrig und die besonders Schläfrigen unter uns leiden an Kopfschmerzen. Irgendetwas scheint dieser Hochnebel an sich zu haben, was sich nur schwer mit guter Laune in Verbindung bringen lässt.
So entsteht Hochnebel
Doch dieser Hochnebel birgt mach auch ein Geheimnis. Um diesem auf die Spur zu kommen, müssen wir eine Frage klären: Was ist eigentlich Hochnebel? Nebel an sich kennen wir gut. Er entsteht in diesen Tagen immer dann, wenn die Wetterküche gleichzeitig Windstille, eine klare Nacht und feuchte Luft parat hat. Diese drei Zutaten reichen mühelos aus, dass es morgens Bodennebelfetzten auf den Feldern gibt (es also nicht zu feucht ist) oder gleich alles um uns herum ziemlich undurchsichtig ist. Wenn das der Fall ist, geht im November der richtig großer Ärger der Meteorologen los. Wird sich der Nebel auflösen? Und wenn ja, dann wann. Oft geschieht erst einmal folgendes. Im Vormittagsverlauf erwärmt sich die Luft etwas. Dann kann diese etwas wärmere Luft zwischen unseren Häusern wieder so viel Feuchtigkeit aufnehmen, dass sich der untere Teil des Nebels auflöst. Zuerst können die Maulwürfe wieder besser gucken, dann die Feldhasen und später die Menschen. Wir sprechen dann davon, dass sich die Nebeldecke anhebt. Was eigentlich gar nicht stimmt, denn sie löst sich nur im unteren Teil auf. Die Hochhäuser und unser Fernsehturm stecken dann immer noch im Nebel. Und diese eigentlich tiefen Wolken, nennen wir Hochnebel. Für viele Meteorologen ist das der Nebel des Grauens. Vorhersagemodelle scheitern reihenweise daran sagen zu können, wann sich der Hochnebel auflöst. Neben der Vorhersagen einzelner Gewitter ist die Auflösung dieser tiefen Wolkendecke heute immer noch die größte Herausforderung der Wetterleute. Da schon winzige Temperaturunterschiede genügen, damit es in einem Stadtteil bedeckt bleibt und im anderen plötzlich sonnig wird, ist eine genaue Vorhersage für den nächsten Tag in einigen Fällen sogar unmöglich.
Das Geheimnis lüftet diese Wolkenart am nächsten ohne unser Zutun. Wenn es also mal wieder einmal „teils sonnig, teils neblig-trüb“ heißt, dann sind sich selbst die besten Wetterexperten nicht sicher. Und das bereitet uns Meteorologen auf jeden Fall starke Kopfschmerzen.






