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Radio Hamburg

Prinzessin Diana

"Diana"-Kinofilm in England verrissen

London, 06.09.2013
Naomi Watts Diana

Schlug sich tapfer auf dem roten Teppich: Schauspielerin Naomi Watts bei der "Diana"-Premiere in London.

Der erste großen Diana-Kinofilm, gemacht vom deutschen Regisseur Oliver Hirschbiegel mit Naomi Watts, kommt gar nicht gut an.

Der erste große Kinofilm über Prinzessin Diana ist in Großbritannien, wie schon im Vorfeld zu befürchten war, weitestgehend verrissen worden. Die britische "Times" nannte "Diana" "peinlich, grauenhaft und aufdringlich", die "Daily Mail" schrieb von einer "grässlichen Diana-Fabel", der "Guardian" urteilte: "Arme Diana2. Zur Weltpremiere am Donnerstagabend in London kam kaum Prominenz und wie erwartet auch niemand aus dem britischen Königshaus.

Kritische Fragen der britischen Journalisten

Am Rande des Roten Teppichs versammelten sich mehrere Hundert Zuschauer, um ein Autogramm von Hauptdarstellerin Naomi Watts (44) zu ergattern. Sie präsentierte sich glamourös im weißen Kleid mit hohem Beinausschnitt. Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel, auf der Insel vor allem durch seinen Oscar-nominierten Film "Der Untergang" über die letzten Tage Adolf Hitlers bekannt, stellte sich auch den kritischen Fragen der britischen Journalisten. Diese hatten "Diana" mit Spannung, vor allem aber mit Skepsis erwartet.

In Deutschland kommt der Film am 9. Januar 2014 in die Kinos. Obwohl das Interesse an Diana in den vergangenen Jahren merklich abgenommen und sich auf ihren Sohn Prinz William und dessen Frau Kate verlagert hat, spaltet die "Königin der Herzen" bis heute die Öffentlichkeit. Während sie einerseits weiter extrem verehrt wird, betonen andere ihre negativen Eigenschaften. Kritiker hatten noch vor der "Diana"-Weltpremiere erklärt, dass es unpassend sei, einen Film über die Prinzessin zu machen.

Naomi Watts hatte Angst vor der Rolle

Watts gab zu, vor der Premiere sehr nervös gewesen zu sein, und danach womöglich "das Land verlassen" zu müssen. Sie war in Großbritannien zur Welt gekommen, zog später aber nach Australien. "Ich hatte Angst davor, die berühmteste Frau unserer Zeit zu spielen, weil man so viel verglichen wird und die Menschen denken: Sie gehört uns", sagte sie mit Blick darauf, dass sie die Rolle der Diana zunächst hatte ablehnen wollen. Als sie sich näher mit ihr beschäftigte, sei sie fasziniert gewesen und habe viele neue Seiten an ihr entdeckt. Watts machte sich nach eigenen Angaben auch Sorgen darum, wie Dianas Familie sich fühlen könnte. Bislang habe der Film den Segen des britischen Königshauses noch nicht bekommen. "Sie werden wohl keinen Kommentar abgeben", sagte Watts.

Liebesgeschichte steht im Vordergrund

Regisseur Hirschbiegel ging es nach eigenen Angaben vor allem darum, eine Liebesgeschichte zu erzählen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Diana zu dem pakistanischen Herzchirurgen Hasnat Khan - gespielt von "Lost"-Star Naveen Andrews - in ihren letzten zwei Lebensjahren. "Wenn man die beiden Namen herausnehmen würde, wäre es trotzdem eine wunderbare Liebesgeschichte", sagte Hirschbiegel. Die Boulevardzeitung "Sunday Mail" hatte berichtet, Khan selber habe angeblich gesagt, der Film basiere auf Lügen und vermittle einen falschen Eindruck der Beziehung.

Die Filmemacher betonten dagegen, sichergestellt zu haben, dass alle Fakten stimmten. Unter anderem hatten sie dazu Gespräche mit Freunden von Diana geführt sowie Dokumente, Filmmaterial und die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zum Tod der Prinzessin ausgewertet. Diana war am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen, wenige Wochen, nachdem Khan und sie sich getrennt hatten.

Der Film basiert teils auf dem Buch "Diana - Her Last Love" der Autorin und Journalistin Kate Snell. Hirschbiegel erklärte, Deutscher zu sein, habe ihm für den Film viele Vorteile gebracht. "Als Deutscher bin ich nicht wirklich Teil dessen, was in diesem Land hier vorgeht", sagte er. "Ich hatte das Gefühl, ich konnte einen Film machen, der so authentisch, ehrlich und wahr wie möglich ist, ohne dabei Angst haben zu müssen." (dpa)

 

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