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Radio Hamburg

Ab Sommer beim RTL

"Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein"

Köln, 03.06.2015
Dschungelcamp 2015, Daniel Hartwich,  Sonja Zietlow, ibes, Ich bin ein Star

Ob Daniel und Sonja "Ich bin ein Star - Lasst mich hier rein" moderieren werden, steht noch nicht fest. Zu erwarten ist das aber kaum ...

Schon länger wird gemunkelt, jetzt hat RTL bestätigt, dass es im Sommer eine Art Sommer-Dschungelcamp geben wird. Muss das wirklich sein?

Der Sommer ist für die Fernsehsender des Landes normalerweise nicht die Zeit der fetten Ernte. Statt vor der Glotze zu hängen, wagt es doch ein Großteil der Bundesbürger tatsächlich nach draußen zu gehen und den Flimmerkasten gar nicht erst einzuschalten. Für Sat.1, ARD und Co. bedeutet das meist mickrige Einschaltquoten und Zeiten, in denen sich teuer eingekaufte Produktionen oder ebenso teure Eigenproduktionen oftmals kaum lohnen. Erst ab Herbst, wenn in deutschen Wohnzimmern die Fernsehapparate wieder angehen, lohnen sich die Blockbuster, neuen Serien und Shows dann wieder so richtig. Im Sommer gibt's deshalb vor allem eines: billigen Mist! Ähnliches wird auch für das jetzt vom RTL angekündigte neue Sommer-Dschungelcamp gelten, deshalb kurzes Fazit: Braucht kein Mensch!

"Promis" ziehen schon Nummern

"Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein" soll der Dschungelcamp-Abklatsch heißen, in dem es laut Titel ehemalige Campbewohner wohl auf Teufel komm raus probieren werden, wieder Teil der Show zu werden, die jedes Jahr traditionell im Winter in Australien gedreht wird. Dass RTL Probleme bekommen wird, genug Ex-Camper zusammenzutrommeln, muss man kaum haben, ist die Show für alle X bis U-Promis eine klasse Einnahmequelle, aus der man doch eine gewisse Prominenz, Aufmerksamkeit und vor allem einen Haufen von Auftritten schlagen kann. Wie ein RTL-Sprecher in Köln am Dienstag (02.06) erklärte, soll es sich bei der neuen Show wohl um eine Live-Showreihe handeln. Zum Ort der Produktion, den Moderatoren oder gar Teilnehmern gebe es noch keine Einzelheiten. Losgehen soll es allerdings im August. Wie die "Bild" allerdings erfahren hat, sollen die Promis in bis zu zehn Shows gegeneinander in Arten von Dschungelprüfungen gegeneinander antreten.

Die RTL-Sommer-Horror-Shows

Grausige Erinnerungen kommen bei den bisherigen RTL-Sommer-Shows ins Gedächtnis, sodass es nicht allzu verwunderlich ist, dass man jetzt auf die Eierlegendewollmilchsau "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" setzt, die im Januar regelmäßig halb Deutschland vor dem Fernseher versammeln kann. 2007 ging der Sender beispielsweise mit der Piraten-Spielshow "Entern oder Kentern" ordentlich baden, in der Schein-Prominente in einer Plastikkulisse in der Art der japanischen Kult-Sendung "Takeshi's Castle" peinliche Geschicklichkeitsaufgaben bewältigen mussten.  Im Jahr 2012 legten die Kölner mit "Total Blackout - Stars im Dunkeln", das nächste Sommer-Grusel-Event auf. Mehr oder minder bekannte Personen durften sich dabei durch einen stockdunklen Raum tasten. Das Ganze nannte man damals eine Spielshow mit Nervenkitzel pur, der sich allerdings auch im Dunkeln versteckt hatte und auch bis zum Ende der Sendung nicht zum Vorschein kommen wollte.

Des Formats nicht würdig

Ja, es wird gerne und leidenschaftlich über die Qualität von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" gestritten. Fakt aber ist, dass RTL und die beauftragte Produktionsfirma unglaublich viel Personal, Kraft, Leidenschaft und Geld in die Sendung und jede einzelne Episode steckt, was man der Produktion am Ende auch anmerkt und jede Folge damit am Ende zu einem liebevollen und gut gemachten Stück Fernsehunterhaltung wird. In der Sommerausgabe der Dschungelshow darf jedoch stark bezweifelt werden, dass man auch nur ansatzweise die Mittel investieren wird, die der Muttershow zustehen - und das wird man am Ende auch sehen. Zu erwarten sind billige Kulissen, unausgegorene Spielideen, ein uninspirierter Kommentator und lustlose Moderatoren.

Letztlich wird "Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein" damit ein Stück billig produziertes Fernsehen werden, in der zu allem Überfluss auch noch die nervigsten, langweiligsten und narzisstischsten aller Kandidaten ihr Gesicht in jede Kamera halten werden, die nicht bei Drei hinter der billigen Kulisse verschwinden. Klar, auch der Dschungel ist im Grunde TV für Voyeure. Sollte der Sommer-Dschungel aber, wie zu erwarten ist, am Ende nur eine Spielshow sein, spielen Charaktere, psychologische Entwicklungen und Konflikte, die das Mutterformat so sehenswert machen, keinerlei Rolle mehr. Im Grunde werden die Kandidaten während der Show sich einem Haufen bescheuerter Spiele stellen müssen und dabei sicherlich auch das letzte Fünkchen Anstand ablegen, um sich ordentlich in Szene setzen zu können und um am Ende wieder ins Camp einziehen zu dürfen. Das wird traurig, kaum lustig werden und wegen des Live-Spielshow-Charakters ohnehin nicht mehr viel mit dem Original gemein haben.

Prädikat: Gar nicht erst einschalten!

RTL hat leider in den letzten Jahren bewiesen, dass man das Genre Action-Spielshow leider nicht sonderlich beherrscht, sodass die Erwartung an "Ich bin ein Star - lasst mich wieder rein", nicht zu hoch sein sollten. Nachvollziehbar ist aus RTL-Sicht aber auch, dass man das leistungsstarke RTL-Pferd so lange melken wird, bis es Tod umfällt. Da bereits die letzte reguläre Dschungelstaffel Abnutzungserscheinungen erkennen ließ, bleibt zu hoffen, dass man das Format mit dem neuen Ableger nicht noch weiter kaputtmacht. Allein durch den Namen wird RTL mit der Show aber höchstwahrscheinlich zufriedenstellende Quoten einfahren können, im Grunde sollte man den Fernseher jedoch lieber auslassen und im Sommer vielleicht wirklich mal lieber vor die Tür gehen - genug und besseres Trash-TV gibt's dann sowieso wieder ab Herbst...

Was denkt Ihr? Ist der Sommer-Dschungel eine gute Idee oder unnötiger Quatsch? Schreibt es uns in die Kommentare!

(dpa/san)

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