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Radio Hamburg

Die Höhle der Löwen

Von A bis Z: Was reden die Löwen da eigentlich?

Berlin, 23.08.2016
Die Höhle des Löwen Investoren

Sprechen nicht immer für jeden verständlich, die fünf Löwen Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer, Ralf Dümmel.

Beim Fernsehsender VOX suchen fünf Investoren Woche für Woche nach potentiell erfolgreichen Start-Up-Idee und werfen dabei ganz schön mit Fachbegriffen um sich.

Die Löwen sind wieder los. Ab dem 23. August gehen auf Vox wieder fünf Raubkatzen auf die Jagd nach innovativen und lukrativen Geschäftsideen. Mit dabei sind Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Jochen Schweizer und Ralf Dümmel.

Die neue Staffel bedeutet aber auch wieder sehr viel Fachchinesisch. Wenn Ihr zwischen lauter "B2C", "USP", "Venture Capital" oder "Break Even" auch nur noch Bahnhof versteht, dann braucht Ihr Euch keinesfalls zu schämen – es kann schließlich nicht jeder ein wandelndes Business-BWL-VWL-Lexikon sein, wie die fünf Investoren.

Start-Ups suchen Investoren

Die fünf erfolgreichen Unternehmer suchen in der Show nach Möglichkeiten, um ihr Geld in junge und aufstrebende Firmen zu investieren. Bevor aber möglicherweise ein warmer Geldregen über den Start-Ups niedergeht, müssen die Jung-Unternehmer und die Zuschauer sich erst einmal durch einen Schwall von schönsten Denglisch-Marketing-Fachbegriffen kämpfen, um auch nur im Ansatz zu verstehen, worum es eigentlich geht. 

Dass Euch bei all dem Englisch Business-Blabla nach zwei Stunden Sendezeit nicht gehörig der Kopf raucht oder Euch schon die Finger bluten vom ganzen Begriffe googeln, haben wir – ganz praktisch und so einfach wie möglich – die wichtigsten Begriffe aus der Sendung für Euch von A bis Z.

Das Business-ABC

Die wichtigsten Begriffe aus "Die Höhle der Löwen"

  • A

    Angel: Eine Person, die einem Unternehmen Erfahrung und Geld zur Verfügung stellt und dafür Anteile am Unternehmen erhält. 

    AG: Abkürzung für Aktiengesellschaft, eine rechtliche Form für ein Unternehmen. Das Kapital des Unternehmens wird dabei in einzelne Aktien zerlegt.

    Aktie: Anteil eines Unternehmens, das an der Börse gehandelt wird.

    Akquise: Bedeutet auf Deutsch "erwerben" und bedeutet die Neugewinnung von Kunden. 

  • B

    Branding:  Das was ein Unternehmen tut um sich oder sein Produkt von der Konkurrenz abzusetzen und einzigartig zu machen.

    Bilanz: Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben

    Business Case: Heißt im wörtlichen Sinne eigentlich Aktenkoffer, meint im BWL-Sprech aber ganz schlicht eine Geschäftsidee oder ein Geschäftsmodell.

    Business Plan: Das Geschäftskonzept mit dem ein Unternehmen erfolgreich sein will, das auf wenigen Seiten beschrieben wird. 

    Break-Even: Meint den Zeitpunkt, ab dem ein Unternehmen Gewinn erwirtschaftet. An diesem Punkt sind die Einnahmen genauso groß wie die Kosten.

    Benchmark: Vergleichswert zur Konkurrenz, an dem sich ein Unternehmen orientieren kann.

    B2B und B2C: Kurzformen für "Business to Business" und "Business to Consumer". Bei ersterem Begriff arbeitet ein Unternehmen direkt mit einem anderen Unternehmen zusammen, beim zweiten Vorgehen verkauft ein Unternehmen seine Produkte an eine Privatperson.

    Brutto:  Wert von irgendetwas ohne die Abzug von Steuern und anderen Kosten.

    Bottleneck: Engpass in den Arbeitsabläufen, der den Herstellungsprozess behindert.

  • C

    Content: Der Inhalt, der auf Websites veröffentlicht wird.

    Core Values/ Assets: Die Kernkompetenzen eines Unternehmens, das was eine Firma besonders gut kann.

    Cash-Flow: Alles Geld, dass eine Firma einnimmt und wieder ausgibt.

    Crowdfunding: Schwarmfinanzierung. Ein Unternehmen sammelt sein Geld bei vielen einzelnen Geldgebern ein, die allerdings meist nur kleine Beträge investieren.

    CEO: Der Chief-Executive-Officer ist der alleinige Vorstandsvorsitzende in einer Firma, also der Boss/Geschäftsführer.

  • D

    Due Diligence: Prüfung eines Unternehmens auf Herz und Nieren bevor mögliche Geldgeber Geld in das Unternehmen investieren oder wieder verkaufen möchten. 

    Dragalong:  Bedeutet im wörtlichen Sinne "mitziehen". Meint hier allerdings die Klausel in einem Vertrag mit einem Investoren, nach der alle Personen, die Anteile an einem Unternehmen besitzen, die Anteile dann verkaufen müssen, wenn der Investore dies möchte. Die Konditionen zu dies geschieht, sind vorher festgelegt worden.

    Direktvertrieb: Produkte des Unternehmens werden direkt durch dieses verkauft, ohne dass ein weiteres Unternehmen eingeschaltet wird. Ein Onlineshop bietet beispielsweise meist einen Direktvertrieb an.

  • E

    Exit-Strategie: Der geplante Ausstieg eines Geldgebers aus einem Unternehmen.

    Eigenkapital: Das Geld, was eine Firma in der Kasse hat, wenn man alle Schulden, offenen Rechnungen oder das Geld von Investoren abzieht. Am Ende also das Kapital, dass der Gründer selbst in die Firma eingebracht hat sowie die Gewinne.

    Expertise: Heißt eigentlich Gutachten, meint in diesem Zusammenhang aber Erfahrung. Dh. das gegnüber weiß, wovon es spricht.

    Einkaufspreis: Das, was ein Händler an eine andere Firma für eine bestimmte Ware bezahlt, die er verkaufen möchte.

    E-Commerce: Internethandel

    EBT: Earnings before Taxes, Einnahmen vor Steuern, also auf Deutsch "brutto".

  • F

    Fixkosten: Die täglich/monatlichen/jährlichen/usw. Ausgaben, die immer wieder kommen. Zum Beispiel Ausgaben für Miete oder Personal.

    Fremdkapital: Das Geld, das von Investoren in ein Unternehmen gebracht wird.

    Finanzierungsrunde: Das Einsammeln von neuem Geld durch alte und/oder neue Investoren, die dafür im Gegenzug Anteile am Unternehmen vergrößern oder neu erhalten können. Das Unternehmen hat nach einer Finanzierungsrunde mehr Geld zur Verfügung und kann weiter wachsen.

    Franchise:  Die Vergabe einer Geschäftsidee an weitere Nutzer. Ein Franchisegeber erlaubt einem Franchisenehmer für Geld die Nutzung seiner Geschäftsidee. Dabei muss der Franchisenehmer bestimmte Bedingungen erfüllen.

  • G

    Geschäftsführer: Derjenige, der das Unternehmen als gesetzlich Verantwortlicher leitet. Ein Geschäftsführer wird durch die Gesellschafter bestimmt.

    Gläubiger: Derjenige, der einen Kredit in einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Zins an seinen Kreditgeber zurückzahlen muss.

    Gesellschafter: Ist an einem Unternehmen mit Kapital beteiligt und hat je nach Summe des investierten Gelds unterschiedliche Rechten und Pflichten.

    Game Changer: Revolutionäre Neuerung, die den Markt verändern wird.

    GmbH: Abkürzung für "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" und eine der häufigsten rechtlichen Formen von Unternehmen, die an bestimmte Bedienungen geknüpft ist. Eine GmbH kann von einer oder mehrerer Personen gegründet werden.

    Gewinn:  Wenn am Ende einer bestimmten Periode mehr übrig bleibt, als ausgegeben wurde.   

  • H

    Herstellungspreis: Das was ein Unternehmen für die Herstellung einer Ware bezahlen muss.

    Head of:  Person in Leitungsposition in einer bestimmten Abteilung. Zum Beispiel "Head of Marketing" - Marketingchef.

    HR: Human Ressources - Personalabteilung.

  • I

    Insolvenz: Pleite, also der Zustand, wenn ein Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann.

    Investition: Geld, dass für den Ausbau eines Unternehmens eingesetzt wird. Kann beispielsweise die Vergrößerung des Personals oder die Anschaffung neuer Maschinen sein. Mit einer Investition möchte ein Investor stets am Ende Geld verdienen.

    Investment Case: Für den Investor ein mögliches Unternehmen/Geschäftsmodell in das er sich vorstellen kann Geld zu investieren und von dem er glaubt, dass es zu ihm passt und in Zukunft Gewinne abwerfen wird.

  • J

    Joint-Venture: Zusammenschluss von zwei unabhängigen Unternehmen

    Jahresabschluss: Der Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen alle Gewinne und Verlust im Geschäftsjahr offenlegt

  • K

    Kosten: Das, was ein Unternehmen ausgibt.

    Kapital: Alles, was zur Produktion eines Produktes eingesetzt werden kann, zum Beispiel Geld, Personal, Boden, Maschinen, ...

    Kapitalerhöhung: Eigenkapital eines Unternehmens, das aufgestockt wird.

    Kredit: Bezeichnet den Vorgang, wenn zeitlich beschränkt Geld von einem Kreditgeber (Bank/Privatperson/...) an einen Gläubiger (Unternehmen/Privatperson) verliehen wird. Der Gläubiger muss dabei einen Aufschlag an den den Kreditgeber zahlen, den sogenannten Kreditzins.

  • L

    liquide: Der Zustand, wenn ein Unternehmen genug Geld hat um alle Rechnungen zu bezahlen. Es ist also genug Geld in der Kasse.

    Lizenzierung: Der Eigentümer eines Patents kann über eine Lizenzierung das Recht auf die Nutzung einer Erfindung/Idee an eine andere Person verkaufen.

  • M

    Marketing: Umgangssprachlich meist als Werbung definiert, bedeutet aber darüber hinaus die Ausrichtung des Produktes an den Markt. Dies kann auch durch den Preis oder den Vertrieb passieren.

    Monetarisierung: Die Art und Weise, wie ein bestimmtes Geschäftsmodell zu Geld gemacht werden kann. Wie ein Unternehmen also an einer Idee etwas verdienen kann.

  • N

    Netto: Wert von irgendetwas, mit dem Abzug von Steuern und anderer Kosten.

    Nutzungsrechte:  Das Recht auf die Nutzung eines Patents.

  • O

    Online-Marketing: Marketing im Internet. 

    Operations: Heißt so viel wie Produktionsmanagement und meint alles, was bei der Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung entsteht.

  • P

    Patent: Schützt eine Erfindung/Idee vor Diebstahl durch andere und ist schriftlich festgehalten. Der Eigentümer eines Patents kann anderen die Nutzung seiner Erfindung damit verbieten.

    Profit: Ist der Gewinn eines Unternehmens, also das was vom Umsatz nach Abzug der Kosten übrig bleibt.

    Pitch: Kurzvorstellung eines Unternehmens und aller wichtigen Zahlen.

    Pre-Money-Wert: Der Wert eines Unternehmens, bevor ein Investor sein Geld in eine Firma steckt.

    Post-Money-Wert:  Der Wert eines Unternehmens, nachdem ein Investor sein Geld in eine Firma gesteckt hat.

    Produkt: Das, was ein Unternehmen verkauft. Kann eine Dienstleistung oder eine Ware sein.

  • Q

    Qualität: Bezeichnet den Wert eines Produktes aus der Sicht der Anwender/Käufer.

    Qualifikation:  Die Merkmale, die ein Unternehmen oder einen Mitarbeiter besonder machen.

  • R

    Rentabilität: Zahl, die den wirtschaftlichen Erfolg einer Firma angibt. 

    Rendite: Das, was Gesellschafter am Ende des Geschäftsjahres von ihrem eingesetzten Kapital als Gewinn zurückerhalten.

    Rate:  Bestimmter Betrag, der in einem gewissen zeitlichen Abstand an den Kreditgeber bezahlt wird um einen Kredit und dessen Zins zurück zu zahlen.

  • S

    Seed-Phase: "Keim-Phase" eines Unternehmens, die meist nach der ersten größeren Finanzierungsrunde stattfindet.

    Stille Beteiligung:  Ein Investor stellt dem Unternehmen sein Geld zur Verfügung, verzichtet dabei aber auf seine Stimmrechte.

    Skalierbarkeit: Potential, wie schnell ein Unternehmen in einem bestimmten Markt wachsen kann. Je besser skalierbar ein Unternehmen ist, desto schneller kann es wachsen.

    Sperrminorität: Gibt es in einer Firma mehrere Gesellschafter, dann kann eine Minderheit von Gesellschaftern mit einer Sperrminorität den Beschluss einer Mehrheit überstimmen und für ungültig erklären.

    Start-Up: Eine noch sehr junge Firma, die sich gerade in der Aufbauphase befindet und meist eine Menge Fremdkapital zum Wachstum braucht.

  • T

    Tagalong : Siehe auch Dragalong, allerdings müssen die anderen Personen, die Anteile besitzen diese nicht auf Verlangen des Investors verkaufen, sondern haben lediglich die Möglichkeit dazu. Es besteht also keine Pflicht.

    Tilgung: Die Rückzahlung eines Kredites in bestimmten Raten zu einem gewissen Zins.

    Tochterunternehmen: Ein Unternehmen, das rechtlich an ein anderes Unternehmen gebunden ist und unter dessen Leitung steht. Das leitende Unternehmen ist dann das Mutterunternehmen.

  • U

    USP: Abkürzung für "Unique Selling Proposition", also Alleinstellungsmerkmal im Deutschen. Das, was ein Unternehmen/Produkt einzigartig und besonders macht und von anderen (meist Konkurrenten) unterscheidet.

    Umsatz:  Das, was eine Firma durch den Verkauf eines Produktes einnimmt. 

    Unternehmensbewertung: Prozess, bei dem der Wert einer Firma ermittelt wird. Verlangen Investoren häufig, bevor sie in ein Unternehmen investieren.

  • V

    Vertrieb: Umgangssprachlich meist mit "Verkauf" gleichgesetzt. Meint darüber hinaus den Umstand, dass ein Produkt für den Kunden möglichst leicht verfügbar sein soll. Der Vertriebsprozess ist weiterführend die Art und Weise wie ein Produkt dem Kunden zur Verfügung gestellt wird.

    Verlust:  Wenn am Ende einer bestimmten Periode weniger übrig bleibt, als eingenommen wurde.

    Venture Capital: Bedeutet auf Deutsch Wagnis- oder Risikokapital und bezeichnet eine Form des Investments. Risiko deshalb, weil Venture Capital meist in der Aufbauphase eines Unternehmens eingesetzt werden muss, um die Firma aufzubauen und es daher noch nicht sicher ist, ob der Investor sein Geld auch wieder zurückbekommt. 

    Verkaufspreis: Der Preis, zu dem eine Ware an den Endkunden verkauft wird.

  • W

    Wisdome of crowds: Schwarmintelligenz

    Wandeldarlehen: Investor verleiht sein Geld an eine Firma, möchte dafür aber nicht das Geld zurück, sondern Anteile an der Firma.

  • XYZ

    Zins:  Das Geld, dass ein Gläubiger an den Kreditgeber für einen Kredit zusätzlich bezahlt.

Welche wichtigen Begriffe dürfen im Wirtschafts-Fachchinesisch außerdem auf keinen Fall fehlen? Verratet es uns in den Kommentaren!

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