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Start-up-Show

Die Höhle der Löwen: Hungriger Dümmel greift alles ab

Die Höhle des Löwen Investoren

In der "Höhle der Löwen" bei VOX präsentieren Gründer ihre Produkte und Unternehmen, um mit Investments der Millionäre den nächsten Schritt gehen zu können.

In der DHDL-Folge vom Dienstag (04.10.) haben sich sieben Gründer präsentiert - bis auf einer bekamen dabei alle einen Deal mit Ralf Dümmel ab.

Eines war neben den vielfältigen Unternehmensideen in der "Höhle der Löwen" diese Woche besonders auffällig: Handels- und Vertriebsexperte Ralf Dümmel überließ den vier anderen "Löwen" bei allen Deals das Nachsehen. Außer ihm hat keiner der anderen Investoren - ob allein oder gemeinschaftlich - in eines der präsentierten Businesses investieren wollen oder sich durchsetzen können, während Dümmel den Anschein gemacht hat, dass er an diesem Dienstag die Spendierhosen für alles und jeden anhätte.

Breit aufgestellt

"Mister Regal" ist bekanntlich schon immer Gemischtwarenhändler, aber vielfältiger, als Ralf Dümmel seit dieser Woche investiert ist, kann man sich wohl kaum aufstellen: Food, Outdoor, Sicherheit, Do It Yourself - überall sicherte Dümmel sich Anteile. Bis auf "Brotliebling", das Selbstback-Startup für Brot, haben alle sieben Unternehmungen aus dieser Folge Geld von Ralf Dümmel gegen Geschäftsanteile eingetauscht.

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"Ich will euch helfen"

Der schier unersättliche Löwe hat während der Sendung nicht etwa gierig gewirkt, sondern vielmehr die Helferposition für sich eingenommen. Während die Investment Cases die anderen Löwen entweder thematisch nicht überzeugen konnten ("Das ist einfach nicht meine Welt") oder die Zahlen hier und da nicht attraktiv genug ausgesehen haben, hat Dümmel meistens recht ruhig abgewartet, bis alle ihr "Ich bin raus!" gegeben hatten, um dann Gutherzigkeit auszustrahlen und zuzuschlagen. Dabei hat er betont, wie sehr die Menschen hinter den Ideen, also die Gründer selbst als Persönlichkeiten, für ihn bei Investments im Vordergrund stehen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass jede noch so aussichtslose Idee, jede noch so düstere Gewinnerwartung in dieser Woche bei ihm hätte punkten können. "Brotliebling" ging trotz größtmöglicher Geberlaune des Löwen leer aus. Hauptgrund hierfür dürfte sein, dass die Gründer des Jungunternehmens 5% Anteile für 100.000 EUR Investment abgeben wollten, während sie zuvor einem anderen Investor bereits 15% für ebenfalls 100.000 EUR verkauft haben, weil dieser "neben Geld auch weitere Mehrwerte" einbringe. Diese plötzliche und vermutlich fantasievolle Verdreifachung der Unternehmensbewertung könnte dann selbst dem "Helferlöwen" zu viel des Guten gewesen sein, zumal er nach mehrfacher eigener Aussage auch niemand wäre, der lediglich "totes Kapital" in Unternehmen stecke.

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Ist das noch glaubwürdig?

Bei so vielen Investments drängt sich die Frage auf, wie viele Stunden ein Tag im Leben des Ralf Dümmel wohl haben möge. Schließlich steckt immer auch das Versprechen, ein Produkt "groß zu machen" hinter den finanziellen Mitteln, die investiert werden. Eine Erhöhung der jeweils angeeigneten Geschäftsanteile des Löwen in der Verhandlung wird gern damit begründet, dass er mit seinem Team viel Zeit investieren müsse, um die Produkte ihren gewünschten Erfolgen zuführen zu können. Daher "brauche" er meistens ein paar Prozent mehr, als zunächst angeboten. Aber wie soll das funktionieren, wie kann für jede der Ideen "viel Zeit" da sein, wie realistisch ist eine derartige, auch persönliche Hingabe für eine einzelne Unternehmung, wenn sie nur eine von so vielen ist? Es ist genau das, was die Löwen geschlossen an vielen der Gründern bemängeln: Dass sie oft auf mehreren Hochzeiten tanzen, dass sie nicht "twenty-four seven" ihr geschäftliches Baby pflegen und ihr Business daher zu sehr Nebensache wäre. Spätere Marktpositionen und Erfolgsgeschichten der Gründer bleiben natürlich abzuwarten. Nichtsdestotrotz ist über "Die Höhle der Löwen" häufig zu lesen, dass im Nachgang der Aufzeichnungen einige der versprochenen Deals aus unterschiedlichen Gründen gar nicht wirklich zustande gekommen sind.

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