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Radio Hamburg

Tag 2 im Dschungelcamp

Einmal Dummkopf zum Einfrieren, bitte!

Unter den Glitter-Krallen von Sophia, 17.01.2016
Sonja Zietlow in den Brüstenvon Sophia Wollersheim

Sucht Sonja Zietlowin der zweiten Folge von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" das Niveau? 

Maden, Sextalk und Sophias omnipräsente Hupen - was will man mehr?! Auch in Folge 2 macht "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" das meiste absolut richtig!

Köpfe in Tupperdosen einfrieren, von Sozialschmarotzern zur Dschungelprüfung gewählt werden oder bei Testosteronbulle Thorsten Legat zur Koitusnachschulung? Die zwölf Dschungel-Hobby-Küchenpsychologen geben sich in der zweiten Ausgabe von RTLs Internierungslager für intelligenzvernachlässigte Pseudoprominente am Samstagabend (16.01) die beste Mühe, Deutschland von Australien aus in den intellektuellen Ruin zu treiben.

"Ey, isch komm von RTL! Ich weiß, worauf ich mich eingelassen hab'"

Ja, was Helena, die Fürstin der Kratzbürstigkeit, da zwischen ihren Feudel-Haaren herausorakelt, haben wir als Zuschauer alle gewusst und uns das ganze Jahr mental darauf eingestellt, um im Januar endlich für zwei Wochen unser Gehirn ganz Ortega-like für zwei Wochen im Gefrierschrank zu lagern - doch was RTL dieses Jahr in den australischen Busch gekarrt hat, verdient stellenweisen tatsächlich das Prädikat: "Hirn bitte dringend wieder auftauen!". Allen voran schwingt sich "Köln 0190"-Darsteller David Ortega auf, sich als klarer Verlierer in der Intelligenzlotterie des Lebens in Stellung zu bringen, der dabei am Ende aber doch eine eigenartige Faszination versprüht.

"Ich wollte ja eigentlich Ding studieren - Medizin. Gentechnologie", so Ortega wirr brabbelnd gegenüber Oben-Ohne-Vokuhila-Ricky am Lagerfeuer. Während man da als Zuschauer schon sicherheitshalber alle Messer ganz weit wegschließt und nochmal die Lebensversicherung checkt, nimmt der hippokratische Frontal(lappen)crash weiter seinen Lauf. "Ich hab als Kind eine Reportage gesehen. Gentechnologie. Es gibt irgendwann Mal ein Nanomeer. Dann gibt es die Möglichkeit aus einem Kopf den Körper wieder zu formen. Nur den Kopf muss man einfrieren. Dann bin ich zu meinen Eltern ins Zimmer und hab' gesagt: 'Mama, Papa - irgendwann werde ich eure Köpfe einfrieren lassen. Auch von Oma und Opa!'" Spätestens da wussten die ortegischen Eltern wohl: An die Gefriertruhe kommt ein Stahlkette mit fünffach Mehrverriegelung und - Gott sei dank - hat er halbwegs gleichmäßige Gesichtszüge.

Ausnahmsweise sollte man dem deutschen Schul- und Universitätssystem in diesem Rahmen einen Dank aussprechen. Durch einen Abischnitt von 3,0 (dieses Zeugnis will ich sehen *hust*) sind diese Pläne am Ende leider verhindert worden. Da sich dann mit Architektur auch kein Blumentopf gewinnen ließ, macht David als nächsten logischen Schritt halt ne vegane Bürgerbraterei mit ganz viel "Ketchupburgern" auf, weil das Volk der Veganer so intelligent sei. Klar, oder? Kochen kann er aber natürlich nicht - auch klar, nicht war? "Goodbye Deutschland" ick hör dir trapsen. Vielleicht ist ja in irgendeiner Gefriertruhe noch etwas Hirn für den Ortega übrig ...

Dusselpsychologen in der Konfro-Küche

Aber auch der Rest der kleinen Dschungelenklave tut sein Bestes, um ein Feuerwerk der IQ-Befreiung abzubrennen. So versucht sich Sophia Wollersheim, bei deren French-Nail-Klauen Edward mit den Scherenhänden aber sowas von alt aussieht, bei Jenny Elvers als besorgte Bravo-Ratgeber-Tante mit Wikipedia-Hintergrundwissen und gaaaaaanz vielen Kontakten in Australien. Laut Sophia sei es schließlich unmöglich als trockener Alkoholiker mit einem Menschen zusammen zu sein, der weiterhin Alkohol trinkt. Ganz automatisch würde der Ex-Alki dann wohl irgendwann in schönster Karneval- und Bierzeltatmosphäre sagen: "Komm, ich trink' einen mit", während im Hintergrund ganz engelsgleich die Höhner singen. Kein Wunder, dass bei Jenny da die Augenringe immer tiefer werden, versucht sich Sophia mit dem Bohren in der Alki-Wunde doch wahrscheinlich höchst ungeschickt selbst in Szene zu setzen. Und, wer nen Puff-Ehemann in australischer Abschiebehaft hat, sollte vielleicht nicht unbedingt mit den Moral-Silikonbrüsten um sich werfen.

Was Sophia kann, kann der Legat natürlich schon längst und packt sein gesamtes Doktor-Sommer-Wissen aus, das er sich in den Fußballkabinen dieser Republik so angeeignet hat. Dabei muss man allerdings stets Angst haben, dass dem Ex-Sportler mit dauerhaftem Bluthochdruck vor lauter Bewegungslosigkeit, Langeweile und Testosteronstau in schönster Splatterfilm-Manier eine der zahlreichen Adern im Gesicht platzt, er sich dabei in den Hulk von Remscheid verwandelt und alles niedermetzelt, was nicht bei drei auf der Palme hockt. Lieblingsopfer: DSDS-Hofnarr Menderes, der wahrscheinlich gar nicht weiß, wie ihm geschieht, wenn der Legat ihn bebrabbelt. So auch, als ihn der Bulle von Remscheid nach seinen sexuellen Erfahrungen befragt und dabei erfährt, dass Menderes tatsächlich noch Jungfrau ist. "Ey, du hast doch Klötze in der Buxe. Hast du nicht Mal das Bedürfnis das zu machen?", psychoanalysiert sich Thorsten durch ein Gestrüpp aus Fremdscham, Arroganz und Weltbild von 1830 und würde Menderes gerne "mit der Hand führen", um ihn zum Mann auszubilden. Also Menderes: Bitte, zum Erektions-Elchtest bei Herrn Legat ...

Gabrielle lebt - dank Donny Dinero

Ganz an die grandiose Auftaktsendung kommt die zweite Folge des zehnten Dschungelcamps indes nicht heran, was aber vollkommen normal ist, da sich die Promis natürlich erst warmlaufen müssen und die erwartbaren Themen abbrennen müssen. So werden neben Jennys Alkoholsucht die Promi-Lebenslauf-Stationen abgefrühstückt, die jeder schon irgendwo gehört hat, von denen aber eigentlich niemand zugeben will, sie zu kennen. Sophia darf von ihrer rührenden Puff-Myspace-Rentner-Knast-Liebesgeschichte mit Bertie Wollersheim erzählen und Gunter Gabriel in Erinnerungen an seine Bekanntschaft zu Johnny Cash schwelgen, wodurch der Pritschen-Tester zumindest wieder in die aufrechte Position gerückt wird. Für Tapeten-Talker Ricky Harris alles "Wahnsinn" und "gigantisch", für den Zuschauer doch eher Gähn. Fehlt nur noch, dass Brigidde Nielsen nochmal "Was geht los darein" durch den Dschungel brüllt, Sophia ein Nagel abbricht und Nathalie Irgendwer irgendwas von Heidi Klum erzählt.

Auch die Dschungelprüfung hätte man gerne um die Hälfte kürzen dürfen. Amüsant war es dank Helena Fürst, die die Aura einer abgewrackten Klobürste in einer schmuddeligen Eckkneipe versprüht, und ihrer herrlich schnauzigen Antworten, einem Versprecher von Moderator Daniel Hartwich und Sonja Zietlows Kakerlaken-Schatzsuche in den Silikonbergen von Sophia aber allemal. An Tag 3 darf aber gerne wieder mehr schmutzige Wäsche gewaschen, mehr gezickt und etwas mehr als Sophias Gelnägel gezeigt werden. Aber dennoch: Staffel 10 macht seine Sache bisher äußerst gut und verspricht dank kantiger Charaktere noch viel Potenzial.

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