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Radio Hamburg

Lars von Trier

Ausschluss vom Filmfestival

Lars von Trier

Lars von Trier wurde vom Filmfestival in cannes offiziell zur "Persona non grata" ("unerwünschten Person") erklärt.

Regisseur Lars von Trier wurde offiziel vom Filmfestival in Cannes ausgeschlossen. 

Cannes - Der dänische Regisseur Lars von Trier hat bei einer Pressekonferenz auf den Filmfestspielen in Cannes für einen Skandal gesorgt. Der Macher des extrem umstrittenen Film "Antichrist" hat sich selbst als Nazi bezeichnet, als er über seine deutschen Wurzeln gesprochen hat, und noch mit anderen Aussagen für Verwirrung und Empörung gesorgt. In seinem neuen Film "Melancholia" spielt auch Hollywoodstar Kirsten Dunst mit. Auf Triers Aussage: "Ich verstehe Hitler, ich denke er hat einige falsche Sachen gemacht, ohne Frage, aber ich kann ihn in seinem Bunker sitzen sehen, am Ende" hat sie fassungslos reagiert.

Lars von Trier wurde am Donnerstag (19.05.11) nun auch offiziell vom Festival in Cannes zur "unerwünschten Person" erklärt. Seine Äußerungen seien "nicht akzeptabel, nicht tolerierbar und stehen im Gegensatz zu den Idealen der
Humanität und Großzügigkeit". Der Däne hat sich bereits am Mittwochabend über seine Agentur entschuldigt: "Wenn ich heute Morgen jemanden durch meine Worte verletzt habe, möchte ich mich aufrichtig entschuldigen. Ich bin weder antisemitisch, habe keine rassistischen Vorurteile, noch bin ich ein Nazi." Trotz alledem, zumindest in diesem Jahr ist für Trier das Festival in Cannes gelaufen.

Für uns ist Radio Hamburg Kinoinsider Christian Aust vor Ort. Seine Einschätzung der Konferenz: "Er hat schon seit Beginn seiner Karriere mit Provokationen gearbeitet. Gleich zu Beginn der Konferenz hat er seine Schauspieler beleidigt." Die fanden das gar nicht lustig und haben eher bestürzt reagiert. Dann hat von Trier versucht alles zu relativeren und gesagt, es sei nur ein Scherz gewesen. Die Festivalleitung und die Besucher sind trotzdem entsetzt und verstört. Den völlig verschrobenen Humor des Dänen versteht dort niemand. Nach Christian Austs Meinung hätte sein aktueller Film diese Promotion gar nicht nötig. "Melancholia ist ein durchaus ordentlicher Film, er hat sich damit selbst ein Bein gestellt. Ich würde mich nicht wundern, wenn er vielleicht noch disqualifiziert wird.", so Christian Aust.