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Radio Hamburg

Oscar-Nacht in Hollywood

Glamour, Tränen, Freude und Enttäuschung

Los Angeles, 23.02.2015
Oscar Gewinner 2015

J.K. Simmons, Patricia Arquette, Julianne Moore und Eddie Redmayne freuen sich über ihre Oscar-Trophäen.

Eine bitterböse Hollywood-Satire ist der große Oscar-Gewinner. Zwei Nebendarsteller-Gewinner sorgen für politischen Zündstoff und eine TV-Panne für Aufregung.

Die Hollywood-Satire "Birdman" ist der große Gewinner der Oscar-Nacht. Die Komödie von Regisseur Alejandro G. Iñárritu wurde als bester Film ausgezeichnet und bekam auch den Oscar für Regie, für Kamera und für Original-Drehbuch. "Birdman oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit" ist eine bitterböse Satire auf das Showbusiness. Erstmals seit 1999 gewann damit wieder eine Komödie den Oscar als bester Film.

J.K. Simmons ist bester Nebendarsteller

Die bildgewaltige Komödie "Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson, eine deutsche Ko-Produktion, gewann bei der 87. Oscar-Verleihung auch vier Trophäen, allerdings in Nebenkategorien: für das beste Kostümdesign, das Produktionsdesign
und das beste Make-up sowie die beste Filmmusik. Drei Oscars gingen an das Musikerdrama "Whiplash" von Damien Chazelle. Der 60-jährige J.K. Simmons wurde für seine Rolle als aggressiver Musiklehrer als bester Nebendarsteller geehrt; weitere
Preise gab es für die Tonmischung und den Filmschnitt.

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Als bester Hauptdarsteller wurde der 33-jährige Brite Eddie Redmayne für seine Darstellung des Physikers Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ausgezeichnet. Die 54-jährige Amerikanerin Julianne Moore bekam den Oscar als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in dem Alzheimer-Drama "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern". Ausgerechnet zwei Dankesreden gehörten zu den Höhepunkten dieser sonst eher durchschnittlichen Oscar-Nacht. Schauspielerin Patricia
Arquette (beste Nebendarstellerin im Jugenddrama "Boyhood") nutzte ihre Rede zu einem kämpferischen Aufruf für Frauenrechte. Sänger John Legend (bester Filmsong "Glory" im Bürgerrechtsdrama "Selma") erinnerte daran, wie aktuell das Thema Rassismus ist.

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Wim Wenders ging auch bei seiner dritten Nominierung leer aus. Er war mit "Das Salz der Erde" über den Fotografen Sebastião Salgado in der Kategorie Dokumentation im Rennen gewesen. Diesen Oscar gewann jedoch die US-Regisseurin Laura Poitras mit "Citizenfour" über den Whistleblower Edward Snowden - eine deutsche Ko-Produktion. Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an die polnische Produktion "Ida".

Die Oscar-Verleihung im Live-Ticker zum Nachlesen

In Deutschland sorgte eine Panne beim Fernsehsender ProSieben für Ärger bei den Fans: Gleich zu Beginn der Gala brach die Live-Übertragung für etwa sieben Minuten ab. ProSieben entschuldigte sich via Twitter und nannte als Grund: "Leitung abgerauscht".

Für Gesprächsstoff während der Oscar-Verleihung sorgte die neue Under-Cut-Frisur von Scarlett Johansson und der Unterhosen-Auftritt von Schauspieler Neil Patrick Harris. Was war denn da los?  (dpa/apr)

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