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Radio Hamburg

Und sie kann doch lächeln

Kristen Stewart bekommt Filmpreis César

Paris, 22.02.2015
RHH - Expired Image

Kristen Stewart war bei der César-Verleihung in Paris zutiefst gerührt.

Als erste US-Schauspielerin überhaupt wurde Kristen Stewart mit einem französischen César ausgezeichnet. Modeschöpfer Jean Paul Gaultier kam ohne Hose zur Verleihung.

Was für ein Erfolg für Kristen Stewart: Die "Twilight"-Darstellerin wurde am Freitagabend (20.02) in Paris für ihre Nebenrolle in "Die Wolken von Sils Maria" mit dem französischen Oscar ausgezeichnet.

In der deutsch-französisch-schweizerischen Koproduktion spielt Kristen Stewart an der Seite der französischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche (50). "Menschen machen in Frankreich aus ganz anderen Gründen Filme als in Hollywood, und es gefällt mir ein bisschen besser", sagte Stewart gegenüber "Variety". Die US-Schauspielerin war bei ihrer Dankesrede so nervös, dass sie ihren Preis zunächst nicht in den Händen halten konnte.

Sieben Preise für Drama "Timbuktu" 

Den César für den besten Film bekam der Film "Timbuktu". Mit sieben Auszeichnungen, darunter für den besten Film, die beste Regie und das beste Originaldrehbuch, ging der Film des mauretanischen Regisseurs Abderrahmane Sissako am Freitagabend als eindeutiger Sieger hervor. Das Drama handelt vonder malischen Stadt Timbuktu, die allmählich von Dschihadisten übernommen wird. Der Film habe viel Cannes zu verdanken, sagte der 53-Jährige. Dort wurde «Timbuktu» als Weltpremiere im Wettbewerb um die Goldene Palme gezeigt. Das Drama gehört am Sonntag auch zu den Oscar-Favoriten als bester fremdsprachiger Film.

Auszeichnung für Wim Wenders

Mit einem César wurden bei der 40. Verleihung der französischen Filmpreise gleich zwei deutsche Regisseure ausgezeichnet. Wim Wenders erhielt für «Das Salz der Erde» die Trophäe für den besten Dokumentarfilm. Die Hommage an den Fotografen Sebastião Salgado kämpft am Sonntag auch um den Doku-Oscar. Wenders nahm den Preis bei der Zeremonie im Pariser Théâtre du Châtelet nicht persönlich entgegen. Der Preis für das beste adaptierte Drehbuch ging an «Diplomatie» von Volker Schlöndorff und Cyril Gély, auf dessen gleichnamigem Theaterstück das Kriegsdrama basiert.

Jean Paul Gaultier ohne Hose

Das Duell zwischen den beiden Filmen über den legendären Modeschöpfer Yves Saint Laurent blieb aus. Das Biopic «Saint Laurent» von Bertrand Bonello, das mit zehn Nominierungen in den Wettbewerb ging, musste sich mit einem César für die besten Kostüme begnügen. Die Trophäe wurde von dem französischen Modeschöpfer Jean Paul Gaultier überreicht - der dabei mit Smoking-Jacke, aber ohne Hose auftrat. 

«Yves Saint Laurent» von Jalil Lespert brachte Pierre Niney den Preis als bester Hauptdarsteller ein. Der 25-jährige Franzose spielt darin den 2008 verstorbenen Modeschöpfer. Die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin ging an Adèle Haenel, Frankreichs aufsteigenden Stern am Filmhimmel. Die 26-Jährige erhielt den Preis für ihre Rolle in «Les Combattants» (Liebe auf den ersten Schlag) von Thomas Cailley. Der Erstlingsfilm, der die Geschichte einer skurrilen Romanze erzählt, ging mit insgesamt drei Auszeichnungen aus dem Rennen hervor.

Ehrentrophäe für Sean Penn

Die Ehrentrophäe ging an den 54-jährigen US-Schauspieler Sean Penn. Er habe das französische Kino schon immer sehr geschätzt. Es habe zahlreichen Schauspielern und Schauspielerinnen zu ihrem Traum verholfen, sagte der zweifache Oscar-Preisträger. 

(mgä/dpa)

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