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Radio Hamburg

Nach der Kritik am Tatort-Vorspann

Echte Kriminalisten kritisieren Til Schweiger

Hamburg, 19.04.2012

Nicht nur bei den Film-Kommissaren stößt der  Schauspieler mit seiner Kritik am "Tatort"-Vorspann aufUnverständnis, auch bei den echten Kriminalisten.

"Die Tatort-Reihe läuft seit 1970 und ist die am längsten laufende und beliebteste Krimireihe in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist einfach Kult. Es zeugt schon ein wenig von Arroganz, wenn der  Möchtegern-Ermittler Til Schweiger bereits vor der allerersten  Klappe das unverwechselbare Markenzeichen des Tatorts, den Vorspann,  nun abschaffen will, weil er ihn 'outdated' findet", empört sich der  Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz.

Schweiger sollte sich geehrt fühlen

Schulz, der selbst Kriminalhauptkommissar in Hamburg ist, weiter: "Für Schweiger sollte es eine Ehre sein, einen Kriminalbeamten im Tatort spielen zu dürfen. Ein bisschen Demut für die angebotene Rolleund weniger Überheblichkeit würde ihm gut tun. Schließlich möchte er später mal in einem Atemzug mit den Tatort-Ermittlern aus Köln Ballauf und Schenk, dem unvergessenen Duisburger Duo Schimanski und Thanner oder Brockmöller und Stoever aus Hamburg genannt werden."

Auch die "Tatort" Ermittler-Kollegen üben Kritik

Nachdem sich schon Simone Thomalla, die in Leipzig als Eva Saalfeld Verbrecher jagt, empört darüber geäußert hatte, pflichten ihr andere nun im Magazin "Closer" bei. "Jetzt schießen die 'Tatort'-Kommissare scharf gegen Schweiger", berichtete die Zeitschrift. "Ich finde den Vorspann, gerade weil er so alt und dadurch Kult ist, wunderbar. Der soll bleiben!", forderte Schauspielerin Ulrike Folkerts, die als Lena Odenthal in Ludwigshafen ermittelt. Für Adele Neuhauser (Bibi Fellner/Wien) ist der Vorspann ebenfalls nicht wegzudenken - "auch wenn er vielleicht nicht mehr zeitgemäß sein sollte". Peter Sodann (Ex-Kommissar Bruno Ehrlicher/Leipzig) riet, all diese Dinge dringend zu erhalten. Sodann: "Dann lieber den
Kommissar auswechseln. Das wäre klüger." Dominic Raacke (Till Ritter/Berlin) sieht im Vorspann "ein Heiligtum", das sich nicht einfach ändern lasse. Für Ulrich Tukur (Felix Murot/Wiesbaden) ist der "Tatort" "eine Kirche mit einer großen, gläubigen Gemeinde". "Am Wochenende ist Gottesdienst. Eine Kirche erneuert man spirituell und von innen heraus und nicht, indem man den Glockenturm abreißt», sagte er. «Auch ist Eulenspiegel kein Martin Luther. Bis der auftaucht, um sein großes Reformwerk zu beginnen, sollen die Glocken die Messe ruhig weiter in gewohnter Manier einläuten."

dpa