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Radio Hamburg

Bjarne Mädel bekommt Grimme-Preis

"Stromberg"-Darsteller gewinnt

Der Tatortreiniger, Bjarne Mädel, Facebook

Bjarne "Ernie" Mädel ist für die Serie "Der Tatortreiniger" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden.

Bjarne Mädel, bekannt als "Ernie" aus der Comedyserie "Stromberg", wurde mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Düsseldorf, 13.02.2012

Die ARD und ihre Sender haben mit ihren Fernsehproduktionen bei der diesjährigen Vergabe der Grimme-Preise abgeräumt. Sieben ihrer Produktionen erhielten die begehrten Auszeichnungen. Vier gingen an ZDF-Produktionen. Für die privaten TV-Sender gab es im Bereich "Unterhaltung" den einzigen Grimme-Preis. Der kleine Sender Tele5 erzielte mit der Reihe "Walulis sieht fern" den Achtungserfolg, wie das Grimme-Institut am Dienstag in Düsseldorf bekanntgab.

Seinen zehnten Grimme-Preis heimste Regisseur Dominik Graf für die Krimi-Trilogie "Dreileben" (ARD) ein. Rosa von Praunheim erhielt den Preis für den Dokumentarfilm über Strichjungen: "Die Jungs vom Bahnhof Zoo" (rbb/ARD). Grimme-Instituts-Direktor Uwe Kammann lobte "tolle Filme" und "wunderbare Leistungen" des Fernsehjahres. Die Jury sei stark beeindruckt gewesen. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) siegte im Wettbewerb "Unterhaltung" mit dem "Tatortreiniger", wurde aber von Jury-Mitglied Hans Hoff zugleich dafür gescholten, dass er seine TV-Perle "schlecht und lieblos" im Programm platziert habe. "So darf man mit gutem Fernsehen, das man selbst in Auftrag gegeben hat, nicht umgehen", sagte der Fernsehkritiker. Die bisher produzierten vier Serienfolgen wurden zunächst im Nachtprogramm des NDR Fernsehens gezeigt; später gab es Wiederholungen am späten Abend. Weitere sechs neue Folgen sind laut NDR in Auftrag gegeben.

Die Nähe zum Tod verschaffe der Komödie wohl "die richtige Fallhöhe", sagte Hauptdarsteller Bjarne Mädel, bekannt aus der ProSieben-Comedyserie "Stromberg". In jeder Folge werde durch den Tatortreiniger "eine neue Welt" erzählt. Im Wettbewerb "Fiktion" gewann der ARD-Film "Homevideo", der sich mit Cyber-Mobbing unter Schülern auseinandersetzt. (dpa)