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Radio Hamburg

"Als richtiger Alkoholiker ist der Entzug sehr schmerzhaft"

Jenny Elvers-Elbertzhagen im Gala-Interview

Hamburg , 30.01.2013
Jenny Elvers, Cover, Gala

Jenny Elvers-Elbertzhagen bekennt sich in Gala offen zu ihrer Alkohlsucht.

Jenny Elvers-Elbertzhagen spricht in der Gala schonungslos offen und ehrlich über ihre Alkohlsucht, den Entzug und ihre Angst vor einem Rückfall.

Im September 2012 sorgte Jenny Elvers-Elbertzhagen mit einem wirren Auftritt auf dem roten Sofa bei Bettina Tiedjen für Schlagzeilen. Sie gab zusammenhangslose Antworten und lümmelte sich kichernd auf dem Sofa. Kurz darauf gab ihr Mann Götz Elbertzhagen bekannt, dass seine Frau ein Alkoholproblem habe und sich nun in den Entzug begeben werde.

"Ich wollte mich zu Tode trinken"

Nun hat sie dem People-Magazin Gala ein Interview gegeben, in dem sie sehr offen und ehrlich über ihre Alkoholsucht spricht. "Ich wollte mich zu Tode trinken", sagt die Schauspielerin in dem Interview, "Der Arzt hat bei der Einlieferung gesagt: Sie haben noch sechs bis acht Wochen zu leben. Wenn ich in der Dosis weitergemacht hätte, wäre es dazu gekommen."

"Ich nehme jeden Tag Schlaftabletten"

Jenny Elvers-Elbertzhagen sieht eine Verkettung von Ursachen als Grund für ihre Sucht. Sie habe stets perfekt sein und kontrolliert handeln wollen. Aus diesem Druck heraus seinen Depressionen entstanden, die schließlich zu einer permanenten Schlaflosigkeit führten. "Ich nehme jeden Tag Schlaftabletten. Mal habe ich mit dem einen Präparat experimentiert, mal mit einem anderen. Wenn das nicht mehr gewirkt hat, dann hat es eben in der Kombination mit Alkohol gewirkt."

"Eine Sucht macht nicht Halt vor einer Villa mit Personal und Pool"

Zu einem Glas Rotwein sei ein zweites gekommen, dann "ein drittes Glas, eine Flasche. Um dann fit in den Tag zu kommen, habe ich morgens ein Glas Prosecco getrunken, an guten Tagen Champagner. Um zu funktionieren." Ohne Umschweife bezeichnet Jenny Elvers-Elbertzhagen sich als "Alkoholikerin" und sagt: "Eine Sucht macht nicht Halt vor einer Villa mit Personal und Pool." Ihr Ehemann, der Kulturmanager Goetz Elbertzhagen, habe von ihrer "Traurigkeit" gewusst. "Er konnte damit überhaupt nichts anfangen. Wie so viele Menschen, die schwer mit Depressionen umgehen können."

"Eigentlich bin ich ein lebenbejahender Mensch"

Auch Wochen nach ihrer Therapie fürchtet sie einen möglichen Rückfall, so Jenny Elvers-Elbertzhagen: "Ich träume oft von Alkohol. Ich träume mit einem schlechten Gewissen davon, dass ich etwas getrunken habe. Dass ich bewusst rückfällig werde, davor habe ich Angst. Dass ich bewusst sage: Ihr könnt mich alle mal! Ich ergebe mich dem!" Dennoch hat sie Hoffnung, ihr Leben nun neu gestalten zu können: "Eigentlich bin ich ein lebensbejahender Mensch. Das Gefühl möchte ich wieder aktivieren."

 

(dpa/mgä)

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